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Acht häufige Fragen zu ETFs

| Quelle: BIALLO

Geldanlage



1. Was versteht man unter ETFs?

Ein ETF, kurz Exchange Traded Fund, ist ein börsengehandelter Indexfonds. Sein Ziel ist es, einen festgelegten Aktienindex, etwa den Dax oder den US-amerikanischen Dow Jones, so exakt wie möglich nachzubilden, damit der Fonds die gleiche Wertentwicklung wie der Index erzielt. Da die Zusammensetzung des ETF durch den Referenzindex vorgegeben ist, benötigt man keinen Fondsmanager, der den Fonds überwacht. Diese Arbeit übernehmen Computer, man spricht deshalb von passiv gemanagten Fonds.



2. Bieten ETFs Kostenvorteile?

Ja, ETFs sind aufgrund ihrer passiven Anlagestruktur preiswerter als aktiv gemanagte Aktienfonds. Der Kostenvorteil kann bis zu zwei Prozent pro Jahr betragen. Das bedeutet: Um die gleiche Nettowertentwicklung wie ein vergleichbarer ETF zu erreichen, muss ein aktiv gemanagter Aktienfonds mindestens so gut wie der Index laufen plus die anfallenden Fondskosten.



3. Wie lange muss ich einen ETF halten?

Im Gegensatz zu einem Banksparplan oder einer Rentenversicherung gehen Verbraucher beim Kauf eines Indexfonds keine vertragliche Laufzeit ein. Sie können ETF-Anteile jederzeit verkaufen oder einen Sparplan aussetzen, beenden oder die Ratenhöhe verändern. Die Länge der Laufzeit orientiert sich an ihrem Sparziel. Vorsorgesparer haben naturgemäß einen langen Sparhorizont, potentielle Immobilienkäufer, die Eigenkapital aufbauen wollen, eher einen kürzeren.



4. Für welchen Anlegertyp eignen sich ETFs?


ETFs eignen sich für fast alle Anleger. Für offensive Anleger stehen zahllose Aktien-ETFs bereit. Risikoscheue, defensive Anleger finden eine Fülle von Renten-ETFs. Positiv: Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds laufen ETFs niemals schlechter als ihr jeweiliger Vergleichsindex, allerdings auch nicht besser. Wer punktgenau auf einen bestimmten Termin hin eine festgelegte Summe ansparen möchte, für denjenigen sind die Indexfonds aufgrund schwankender Kurse jedoch ungeeignet. In diesem Fall empfehlen sich Festgeld oder Sparbriefe.



5. Welche Risiken beinhalten ETFs?


ETFs beinhalten typische Börsenrisiken, etwa das Kursrisiko oder das Zinsänderungsrisiko. Wer zu einem ungünstigen Zeitpunkt ein- und aussteigt, kann Wertverluste erleiden. Positiv: ETFs gehören zum Sondervermögen einer Fondsgesellschaft. Das heißt bei einer Pleite der Fondsgesellschaft sind die Fondsanteile davon nicht betroffen, sie gehören weiterhin dem Anleger.



6. Welche Indizes eigenen sich besonders für Sparpläne?


Langfristsparer sollten vorrangig auf breit gefächerte Aktienindizes setzen, zum Beispiel den MSCI World Index oder den Stoxx 600 Europe. Gut diversifizierte Aktienindizes sind weniger schwankungsanfällig als marktenge Indizes oder Branchenindizes.



7. Besser ausschüttender oder thesaurierender ETF?


Thesaurierende, also wiederanlegende Fonds, empfehlen sich, wenn Anleger Vermögensaufbau betreiben wollen. Im Gegensatz dazu eigenen sich ausschüttende ETFs, wenn Anleger auf regelmäßige Kapitalerträge angewiesen sind.


Geldanlage-Vergleich: Diese Zinsen gibt es derzeit bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbriefen.



Quelle: Biallo & Team GmbH
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