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Aktien Schweiz geben vor EZB-Sitzung erneut ab

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
ZÜRICH (Dow Jones)--Der schweizerische Aktienmarkt hat seine Vortagesverluste am Mittwoch ausgebaut. Anleger hätten sich zunehmend vorsichtiger mit Blick auf die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gezeigt, hieß es. Der Anleihemarkt steht seit Tagen unter Druck - die Renditen steigen im Gegenzug. So hatte die Rendite französischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren am Vortag kurzzeitig ins Plus gedreht. Händler wollten nicht ausschließen, dass die EZB die Anleihekäufe in naher Zukunft drosseln und so den Beginn des Ausstiegs aus der Krisenpolitik einläuten könnte. Sollte die EZB Ernst machen, wäre dies negativ für die Aktienmärkte - auch in der Schweiz, hieß es. Der SMI verlor 1 Prozent auf 12.215 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und zwei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 31,07 (zuvor: 25,19) Millionen Aktien.

Holcim zeigten sich den dritten Tag in Folge sehr schwach, der Kurs gab weitere 2,3 Prozent ab. Dem Zementhersteller drohen wegen seiner Syrien-Geschäfte hohe Geldstrafen in Frankreich. Das Oberste französische Gericht hatte eine frühere Entscheidung gegen Fusionspartner Lafarge aufgehoben und die Ermittlungen wegen Terrorfinanzierung bestätigt. Die Bankenwerte UBS (-0,8%) und Credit Suisse (-1,1%) profitierten nicht von den zuletzt gestiegenen Marktzinsen, Partners Group gaben gar 2,8 Prozent ab. Die Credit Suisse berief indes nach den Verwerfungen um Archegos und Greensill neue Vorstände. Rafael Lopez Lorenzo wurde zum CCO ernannt. Lorenzo folgt auf Thomas Grotzer. Christine Graeff wurde zur Global Head of Human Resources berufen. Sie tritt die Nachfolge von Antoinette Poschung an.

Adecco hat Aktien platziert und sich frisches Kapital besorgt. Mit den Mitteln soll die Akquisition von Akka Technologies gestemmt werden. Die Titel gaben 0,7 Prozent ab. Novartis (-1,8%) hat über ihre Generikasparte Sandoz eine Vermarktungsvereinbarung mit dem biopharmazeutischen Unternehmen Bio-Thera Solutions für das Biosimilar Bevacizumab geschlossen. Unter den Nebenwerten litten SoftwareOne (-7,2%), Huber+Suhner (-10,2%) sowie Vetropack (-3,8%) unter Anteilsverkäufen durch Großaktionäre.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/cln

END) Dow Jones Newswires

September 08, 2021 11:43 ET (15:43 GMT)

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