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Aktien Schweiz mit Sorgen über Geldpolitik gedrückt

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
ZÜRICH (Dow Jones)--Politische Spannungen in Ostasien haben den schweizerischen Aktienmarkt am Dienstag im Handelsverlauf belastet. Am Markt machten Meldungen die Runde, wonach die chinesische Luftwaffe den Luftraum Taiwans verletzt habe. Allerdings trafen die Meldungen aus Ostasien bereits auf einen labilen Markt in Europa. Die positive Corona-Entwicklung in der Schweiz und konsumfreudige Verbraucher vermochten die Stimmung zuvor kaum aufzuhellen. Die immer lauter geführte Diskussion um geldpolitische Straffungen verunsicherte Anleger. Nun brachte sogar US-Finanzministerin Janet Yellen Zinserhöhungen ins Spiel. Sollten in den USA tatsächlich über eine Million neuer Stellen geschaffen worden sein, würde dies die Debatte stark anheizen, hieß es mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Der SMI fiel um 1,3 Prozent auf 10.971 Punkte. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 19 Kursverlierer und ein -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 42,96 (zuvor: 29,43) Millionen Aktien. Gegen den Abwärtssog stemmten sich Geberit mit einem Aufschlag von 0,6 Prozent. Der Sanitärtechnikanbieter lieferte besser als gedacht ausgefallene Erstquartalszahlen ab. Auch für die laufende Periode zeigte sich das Unternehmen zuversichtlich. Baader Helvea äußerte sich angetan und verwies vor allem auf das organische Wachstum von 13 Prozent sowie die EBITDA-Marge von 34,6 Prozent.

SGS fielen um 0,8 Prozent. Der Warenprüfkonzern kündigte die Übernahme der niederländischen Gesellschaft Brightsight an. Adecco gaben 5,1 Prozent nach, der Personaldienstleister war in die Gewinnzone zurückgekehrt. Allerdings zeigte sich der Umsatz rückläufig.

Die Aktie des österreichischen Technologiekonzerns Ams kletterte um 1,1 Prozent. Der Sensorhersteller erwartet ein positives Zweitquartal. Unter den Nebenwerten gab es weitere Geschäftsausweise, so von SIG Combibloc. Trotz eines guten Quartals behielt das Unternehmen den Ausblick fürs Gesamtjahr bei, die Titel sanken um 2,5 Prozent. Oerlikon stürzten nach Geschäftsausweis um 6,9 Prozent ab. Softwareone erwarb Mehrheitsbeteiligung an SynchroNet, einem führenden AWS-Cloud-Spezialisten für digitale Arbeitsplatzlösungen, die Aktie verbilligte sich um 3,6 Prozent.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf/raz

END) Dow Jones Newswires

May 04, 2021 11:59 ET (15:59 GMT)

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