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Alternativlose Aktien
„Die Deutschen sind finanzielle Analphabeten." Das ist das ernüchternde Fazit einer Europa-Studie der ING-DiBa in zwölf Ländern. Nun handeln an der Deutschen Börse längst nicht nur Inländer. Aber müsste uns angesichts dieser diagnostizierten Unkenntnis nicht angst und bange werden ob des jüngsten Rekordlaufs beim DAX? Allein im Oktober setzte der Leitindex im Tagesverlauf neun neue Höchststände, am 1.11. markierte er mit 13 488,59 Punkten das fünfte Rekordhoch in Folge. Dennoch: Mit einem Plus von 3,1% verlief der Oktober zwar ungewöhnlich gut, der Anstieg ist aber nicht exorbitant, übertrieben oder völlig losgelöst von der Realität.
Denn verschiedene Bewertungsfaktoren legen nahe, dass der DAX jeden einzelnen Punkt Wert ist – und noch mehr. Das zeigt z. B. der Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis: Aktuell werden die deutschen Standardtitel mit dem etwa 15-fachen ihres Gewinns bewertet. Das liegt zwar etwas über dem 10-jährigen Durchschnitt, ist aber noch meilenweit von dem im Frühjahr 2000 erreichten Wert von 30 entfernt. Und bedenken muss der geneigte Anleger bei einem KGV von 15, dass die Gewinne der deutschen Unternehmen stärker sprudeln als jemals zuvor in den letzten 15 Jahren. Auch die Dividendenrendite, die wir bei PLATOW Börse gerne zur Bewertung der Aktien heranziehen, kann sich mit aktuell 2,5% sehen lassen. Deutsche Staatsanleihen werfen deutlich weniger ab.
Das Beste aber ist: 2018 werden die Gewinne und damit in der Folge auch die Dividenden weiter steigen. Selbst bei weiteren Kursanstiegen blieben KGV und Rendite also attraktiv. Letzter Punkt: Unterfüttert sind die Kursanstiege von guten Handelsumsätzen und einer gesunden Portion Skepsis, denn mit einer Put-Call-Ratio von aktuell 1,82 setzen immer noch viele Anleger auf fallende DAX-Kurse. Fazit: PLATOW-Leser sind keine finanziellen Analphabeten und wissen, dass deutsche Aktien alternativlos sind.
Quelle: PLATOW Medien GmbH