News
Werbung

Commerzbank vor Zahlen: Gibt es den großen Knalleffekt?

| Quelle: DER AKTIONÄR
Im vergangenen Jahr mussten die Banken Milliarden für potenzielle Kreditausfälle zurücklegen. Die große Pleitewelle blieb bekanntlich aus. Weniger Rückstellungen und die Auflösung der Risikovorsorge treiben bei nicht wenigen Instituten im laufenden Jahr daher die Gewinne. Auch bei der Commerzbank könnte es in diesem Bereich Überraschungen geben, die Zahlen zum dritten Quartal kommen in zwei Wochen.Seit Kurzem erhöhen nun immer mehr Experten ihre Kursziele, auch wenn sich an den Empfehlungen selbst nicht viel ändert. Bemerkenswert ist in diesem Sinne aber, wie die Ziele der aktuellen Kursentwicklung hinterherlaufen.

Nachdem die Zweitquartalszahlen der Commerzbank in erheblicher Weise von Einmaleffekten geprägt waren, geht Benjamin Goy von der Deutschen Bank nun von wesentlich klareren Zahlen für das dritte Quartal aus. Zu rechnen sei mit einer Eigenkapitalrendite von sechs Prozent und damit für Commerzbank-Verhältnisse geradezu guten Zahlen. Ermöglicht werde das wohl durch sehr geringe Kreditausfälle, hohe Gebühreneinnahmen, sinkende Kosten und einen Zinsüberschuss, der die Talsohle erreicht haben dürfte. DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach auf den großen Hebel der Bank bei steigenden Zinsen hingewiesen. Beispielsweise hier.

Positiver gestimmt ist auch Kian Abouhossein von der US-Bank JPMorgan. Er hat das Kursziel für die Commerzbank-Papiere von 6,30 auf 6,60 Euro angehoben und die Einstufung auf „Neutral“ belassen. Allerdings erhöhte er in einer Studie die Schätzung für den bereinigten Gewinn je Aktie der Bank im laufenden Jahr um fast die Hälfte. Er begründete dies unter anderem mit niedrigeren Annahmen für die Vorsorge für Kreditverluste in diesem und im kommenden Jahr.Mit Material von dpa-AFX.

Fabian Strebin



https://www.deraktionaer.de/artikel/aktien/commerzbank-vor-zahlen-gibt-es-den-grossen-knalleffekt-20239419.html?feed=U5I9FW7jwU2_r2PJ6JKPgw
Im Artikel erwähnt
Werbung