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Corona-Regeln werden gelockert, doch die Unsicherheit bleibt – Das sind die Auswirkungen auf den Devisenmarkt

| Quelle: Societe Generale

Corona-Regeln werden gelockert, doch die Unsicherheit bleibt
Der gestrigen Risk-On Rallye geht bereits wieder die Puste aus. Das erscheint nur richtig, und zwar nicht nur aufgrund der Spannungen zwischen den USA und China (siehe unten). Natürlich ist es für die Wirtschaft eine positive Nachricht, dass die Länder immer mehr ihre Corona-Regeln lockern. Gestern war es wohl vor allem die Nachricht, dass die Reisebeschränkungen innerhalb Europas in naher Zukunft aufgehoben werden sollen, die die Märkte und vor allem die Tourismusbranche erfreute. Dennoch: Für große Euphorie ist es noch zu früh. Schließlich ist unklar, ob nun tatsächlich die große Reiselust unter den Europäern ausbrechen wird und inwieweit sich die Branche entsprechend erholen kann. Vielleicht ziehen doch so einige den Urlaub auf Balkonien vor, zumindest solange der Virus noch grassiert. Das gilt im Gründe genommen für alle Bereiche, für die in den letzten Monaten Corona-Beschränkungen galten. Einer der größten Unsicherheitsfaktoren für die Wirtschaft ist, inwieweit sich das Konsumverhalten der Menschen dauerhaft verändert – mit und ohne Corona. Zugegeben: Mittlerweile gehen die wenigstens davon aus, dass es eine V-förmige Erholung geben wird, d.h. die Erwartungen haben sich in den letzten Wochen bereits deutlich nach unten angepasst und daher ist das Enttäuschungspotenzial vielleicht nicht mehr allzu groß. Nichtsdestotrotz bleibt die Unsicherheit groß. Insofern erscheint es, wie anfänglich bereits gesagt, nur richtig, dass auch die Finanzmärkte noch nicht zu ihren Vorkrisenniveaus zurückkehren. Entsprechend skeptisch bin ich mit Blick auf die Stärke des AUD oder der SEK, die beide bereits wieder ihre Verluste seit Ausbruch der Krise gegenüber dem US-Dollar komplett wettgemacht haben.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU84MQ Call EUR/USD Hebel: 4,8
CJ4U17 Put EUR/USD Hebel: 5,4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Zinsspekulationen in Japan
Nach der Fed, der EZB und der Bank of England, hat nun auch die Bank of Japan angedeutet, dass sie ihre Geldpolitik weiter lockern könnte. Laut BoJ-Chef Haruhiko Kuroda sei man u.a. bereit, die Renditeziele unter der aktuellen Zinskurvenkontrollstrategie anzupassen. Konkret würde dies wohl heißen, dass die Notenbank sowohl ihren Einlagensatz von aktuell -0,1% als auch das Renditeziel für das lange Ende, also für 10-jährige JGBs, von aktuell 0% senken würde. Wirklich wirksam wäre ein solcher Schritt allerdings nur, wenn die Senkung des Einlagensatzes ohne eine Ausweitung der Ausnahmeregelungen für die Banken (d.h. eine Erhöhung des Anteils der Einlagen, die von dem negativen Einlagensatz nicht betroffen sind) einhergehen würde. Das erscheint jedoch unwahrscheinlich, da die BoJ in den letzten Jahren klar gemacht hat, dass sie die Belastung für den Bankensektor durch die dauerhaft niedrigen Zinsen schon jetzt als zu hoch erachtet. So hat sie die Zinskurvenkontrollstrategie auch deshalb eingeführt, um eine zu starke Verflachung der Zinskurve zu verhindern und den Bankensektor zu schützen.

Sollte ein Großteil der Bankeinlagen jedoch von dem niedrigeren Einlagensatz verschont bleiben, würde dessen Wirkung verwässert und die Belastung für den Yen entsprechend ebenfalls gering ausfallen. Ich befürchte gar, dass, selbst wenn die BoJ davon absehen würde, die Ausnahmeregelungen analog zur Zinssenkung anzupassen, der Effekt auf den Yen kaum nachhaltig wäre. Schließlich wäre es aufgrund der mittlerweile bekannten Sorge der BoJ um den Bankensektor unglaubhaft, dass sie lange an diesem Zinsniveau festhalten würde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XMC Long EUR/JPY Faktor: 3
CU54ZF Short EUR/JPY Faktor: -3
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HUF: Zentralbank drosselt weiter
Die Stellungnahme nach der gestrigen Entscheidung des geldpolitischen Ausschusses (MPC), wonach die Geldpolitik unverändert bleibt, bot keine Überraschungen. Interessanterweise belegten die Zentralbankdaten, dass die ungarische Zentralbank (MNB) ihre Anleihenkäufe verglichen mit den letzten Wochen abermals reduzierte. So hatte die MNB Anfang Mai Staatsanleihen im Wert von 50 Mrd. HUF gekauft. Diese Zahl fiel letzte Woche auf 15 Mrd. HUF und diese Woche nochmals auf nur noch 10 Mrd. HUF. Die Daten sind eine leicht falkenhafte Überraschung und demgemäß positiv für den Forint. Sie bestätigen, dass der MPC mit der Entwicklung der Renditeniveaus und des Wechselkurses in den letzten Wochen zufrieden ist.

TRY: Erholung in Deutschland gute Nachricht
Auch die türkische Lira profitierte von den guten regionalen Nachrichten, die wir bereits in Zusammenhang mit Russland erwähnt haben. Wir bleiben dabei, dass die Aussichten der Lira sehr stark davon abhängen, wie schnell sich die türkischen Exporte im Zuge der Lockdown-Lockerungen in Europa erholen werden. Diese Deviseneinnahmequelle würde jeden Swap-Deal, den die Regierung mit anderen Zentralbanken schließen kann, bei Weitem dominieren. Die deutliche Aufhellung des deutschen Ifo-Index für Mai impliziert verbesserte Aussichten. Der Ausblick für die Lira würde sich deutlich verbessern, wenn sich die EU-Industriestaaten ab sofort kontinuierlich erholen und ein zweiter Virus-Ausbruch ausbleibt. Da sich die Stabilisierung schneller eingestellt hat als von uns erwartet, ist es wahrscheinlicher geworden, dass USD-TRY in den nächsten Wochen wieder auf den Bereich um 6,25 zusteuert.

Unterdessen erhielt die Lira auch von der türkischen Zentralbank (CBT) gewisse Schützenhilfe, die die Grenze für Lira-Swap-Transaktionen im Rahmen ihrer verschiedenen Interventionen weiter von 40% auf 50% anhob (sie hatte sie Anfang Mai von 30% auf 40% erhöht).

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
SC42BX Call EUR/HUF Hebel: 8,6
SR7K2K Put EUR/HUF Hebel: 7,1
SR7VS5 Call EUR/TRY Hebel: 6,6
SR7VQA Put EUR/TRY Hebel: 6,3
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Im Artikel erwähnt
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