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Der Dollar wird wohl durchgeschüttelt werden

| Quelle: Societe Generale

Geht das Ganze von vorne los?

Eigentlich läuft’s doch. Zumindest wirtschaftlich. Das belegen zumindest die aktuellen Konjunkturdaten, sei es dies- oder jenseits des Atlantiks. So fällt beispielsweise die Arbeitslosigkeit in Deutschland weiter, und auch der November-Arbeitsmarktbericht in den USA am Freitag dürfte wieder ordentlich ausfallen. Die Preise steigen gleichzeitig munter weiter die Inflation in der Eurozone scheint der in den USA hinterherzuhecheln, denn mittlerweile liegt sie laut der November-Daten bei knapp unter 5%. Prinzipiell also nichts Neues. Und auch die Tatsache, dass sich eine neue Covid-Welle auftürmt, ist im Grunde genommen nichts Neues, denn die Wirtschaften haben nun schon mehrere überstanden.

Doch jetzt kommt das große “Aber”. Obwohl es noch gut läuft, breitet sich eine neue Virusvariante aus, deren Folgen noch nicht abschätzbar sind, während gleichzeitig der Impfschutz offensichtlich bei Vielen nachlässt. Eine unglückliche Konstellation für den Markt, der nach dem Schock im März 2020 und den ersten Impferfolgen im Winter 2020/Frühjahr 2021 für mich zuletzt in einer Art “himmelhochjauchzender” Stimmung war. Das ist durchaus nachvollziehbar, denn wer möchte schon dauerhaft pessimistischer Stimmung sein, nach all den herben Einschränkungen, Entbehrungen und schlimmen Konsequenzen, die die ersten Wellen mit sich brachten.

Jetzt aber der Omikron-Schock, der die Annahme, dass man die Pandemie in den Griff bekommen könnte, bis ins Mark erschüttert und den Markt wieder in Unsicherheit stürzt. Denn der Markt fürchtet, dass “das Ganze von vorne losgehen könnte” und die Wirtschaften wieder herbe Einbrüche erleben könnten, was wiederum dazu führen könnte, dass Zentralbanken Zinserhöhungen aufschieben oder gar absagen.

Die Sorge, dass Zentralbanken möglicherweise ihre Geldpolitik wieder anpassen müssen, und die Flucht in sichere Häfen sind die dominierenden Themen am Devisenmarkt. Weshalb die Währungen, für deren Leitzinsen schon ordentlich Zinserhöhungen eingepreist wurden, auch am meisten zu leiden haben wie der Dollar oder die NOK  da der Markt hier seine Zinserwartungen auch am stärksten anpassen muss.

Das heißt aber auch, dass taubenhafte Kommentare seitens der EZB-Ratsmitglieder, die vor der Zinssitzung im Dezember derzeit zuhauf zu hören sind, den Euro aktuell nicht belasten schließlich war bislang sowieso kaum etwas an Zinsanhebungen für die EZB eingepreist. Im Gegenteil, eine expansive Geldpolitik könnte vor der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheit vom Markt möglicherweise sogar positiv für eine Währung bewertet werden. So hält sich trotz der Risikoaversion die schwedische Krone jüngst besser als die norwegische, da die Zurückhaltung der Riksbank beim Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik vor der Omikron-Angst vom Markt als sicherer bewertet werden könnte als der Zinserhöhungszyklus der Norges Bank, der möglichweise schon wieder ins Stocken geraten könnte.

Bis wir alle klarer sehen, dürfte noch einige Zeit vergehen. Sicher scheint derzeit nur eins: Es bleibt volatil und die Volatilität entsprechend erhöht.

Der Dollar wird wohl durchgeschüttelt werden

Wie schnell der Markt in die andere Richtung läuft, hat er gestern wieder eindrucksvoll bewiesen.

Die im Vorfeld vorbereitete und veröffentliche Aussage von Fed Chef Jerome Powell vor dem Senatsausschuss , dass “der jüngste Anstieg der COVID-19-Fälle und das Auftreten der Omikron-Variante Abwärtsrisiken für die Beschäftigung und die Wirtschaftstätigkeit darstellen und die Unsicherheit für die Inflation erhöhen”, schürte gestern nur noch größere Zweifel am Zinserhöhungstempo der Fed und ließ EUR-USD auf 1,1380 steigen.

Und plötzlich dann die Bemerkung Powells anlässlich der Anhörung, dass es wohl angebracht sei, auf der nächsten Zinssitzung darüber zu diskutieren, die Anleihekäufe doch schneller zu beenden. Bis dahin bekäme man ja auch noch einen Arbeitsmarkbericht und Inflationsdaten, außerdem wisse man auch mehr über die neue Covid-Variante. Zudem stellte Powell zur Debatte, das Wort “transitorisch” nicht mehr in Verbindung mit der Inflation zu nennen, und besser zu erläutern, was genau damit gemeint sei, denn es würde tendenziell dazu benutzt, um auszudrücken, dass es keine Spuren in Form einer höheren Inflation gebe.

Alles in allem also eine rhetorische Kehrtwende in Richtung falkenhafter Aussagen für den Markt, der reflexartig reagierte und den Dollar innerhalb kürzester Zeit wieder mehr als einen Cent aufwerten ließ, bevor er über Nacht wieder nachgab.

Jetzt wird es spannend, welches Lager, Dollarbullen oder -bären, in den kommenden Tagen die Oberhand behält. Enttäuschen die US-Konjunkturdaten im Wochenverlauf, also der ADP Index und der ISM Index heute sowie der Arbeitsmarktbericht am Freitag, könnten die Aussagen Powells zu den Risiken durch die Omikron-Variante stärker wiegen und der Dollar wieder unter Druck geraten. Andernfalls hingegen dürften sich die Bullen bestätigt sehen und könnte EUR-USD wieder fallen.

Doch Vorsicht: das Thema Schuldenobergrenze und Shutdown dürfte langsam wieder aufs Tapet kommen. Denn eigentlich müssen die Demokraten diese Woche noch eine Stopgap Spending Bill durchbringen, um einen teilweisen Shutdown nach Freitag zu vermeiden. Finanzministerin Janet Yellen hatte sowieso schon vor Wochen gewarnt, dass das Geld am 15. Dezember ausgehen könnte, und sieht das Risiko eine Rezession, wenn es so weit kommen sollte.

Ich fürchte, der Dollar wird in den kommenden Tagen noch gut durchgeschüttelt werden, wobei für mich im Moment aufgrund der vielen Unwägbarkeiten aber kaum eine klare Tendenz auszumachen ist. Müsste ich mich entscheiden, würde ich sagen: solange die Unsicherheit anhält, bleibt es für den Dollar eher schwierig.

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BoE-Zinserhöhung im Dezember?

Wird die Bank of England (BoE) nach der November-Enttäuschung ihren Leitzins im Dezember erhöhen? Bislang sah es so aus.

Denn die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt deuteten darauf hin, dass sich der Arbeitsmarkt trotz des Endes der Unterstützungszahlungen der Regierung im September auf Erholungskurs befindet. Und schließlich war die Unsicherheit in diesem Zusammenhang ein wesentlicher Grund für die BoE-Entscheidung, die Zinsen noch nicht anzuheben.

Entsprechend sagte vergangene Woche Chefvolkswirt Huw Pill, dass der Boden für politische Maßnahmen bereitet sei und dass die Inflation über dem 2%-Ziel verharren würde, sollte die BoE ihren Leitzins unverändert lassen.

Ist eine Zinserhöhung im Dezember also eine ausgemachte Sache? Am Devisenmarkt scheint man sich nicht mehr so sicher zu sein. Die Erwartungen sind in den letzten Tagen zurückgeschraubt worden. Klar, Grund hierfür sind die aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und die Sorge, dass die Konjunkturerholung ins Stottern gerät.

Allerdings kann die Omikron-Variante auch Folgen für die Inflationsentwicklung haben. Wie BoE-Mitglied Catherine Mann gestern sagte, könnten mögliche Schließungen von Häfen und Fabriken in China die Angebotsengpässe verstärken und damit die Inflation weiter in die Höhe treiben.

Die Inflation bereitet der BoE zunehmend Sorgen, das haben die letzten Kommentare gezeigt. Insofern ist eine Zinserhöhung im Dezember noch nicht vom Tisch. Aber wenn die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Pandemie in den nächsten zwei Wochen hoch bleibt, dürfte der Markt eine Zinserhöhung weiter auspreisen und das dürfte das Pfund weiter unter Abwertungsdruck setzen.

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SD34P9 Call EUR/GBP Hebel: 6,0
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