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Deutsche Bank „fragil und anfällig“

| Quelle: finanztreff

Die Deutsche Bank sieht sich besser gerüstet für wirtschaftliche Turbulenzen als vor einem Jahr. Analysten sehen dies ein wenig anders. Ihr Szenario: Kreditausfälle und ein Verpassen der Prognose.

Gemeinsam mit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts hat die Deutsche Bank vergangene Woche ihre Mittelfristziele bestätigt und angekündigt, beim Restrukturierungsplan wie geplant voranzukommen. Anleger honorierten im schwachen Gesamtmarkt den positiven Blick in die Zukunft.

Im Hinblick auf die Coronakrise sieht sich die Deutsche Bank zudem besser für wirtschaftliche Turbulenzen gerüstet als vor einem Jahr. Allerdings sei es laut Geschäftsführung derzeit "noch nicht möglich, sämtliche Folgen für die Gesamtwirtschaft abzuschätzen". Ein anhaltender Abschwung könnte die Bank "in erheblicher Weise" negativ beeinträchtigen.

Analysten sehen dies anders

Diese möglichen Beeinträchtigungen dienen dem Analysehaus Independent Research am Mittwoch als Anlass, das Kursziel für die Aktien der Deutschen Bank von 6,80 auf 5,60 Euro zu senken. Aus seiner Sicht werden besonders die Unternehmensbank und die Privatkundenbank wegen der Viruskrise unter Kreditausfällen von Kunden leiden, schrieb Analyst Jan Lennertz in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Er glaubt daher nicht an ein Erreichen der diesjährigen Unternehmensziele und senkte seine Prognosen.

Darüber hinaus geht er davon aus, dass die Marktentwicklungen besonders für Banken mit geringer Kapitalausstattung und fragilen operativen Geschäftszahlen stärkere negative Auswirkungen haben werden als stabilere Banken. Aufgrund der laufenden Restrukturierungsprozessen zählt Independent Research die Deutsche Bank zu diesen fragilen Banken. Das Anlage-Vorum der Analysten ist daher „Verkaufen“.

Das macht die Aktie der Deutschen Bank

Seit vergangener Woche hat die Aktie der Deutschen Bank einen neuen Aufwärtstrend entwickelt. Für das DAX-Papier ging es vom Tief am vergangenen Montag bei 4,45 Euro bis auf 6,83 Euro heute Vormittag nach oben. Noch ist dieser Trend intakt – doch in volatilen Zeiten bleibt auch die Charttechnik ein fragiles Konstrukt.


Mit Material von dpaAFX.
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