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Devisen: Comeback der Hochzinswährungen

| Quelle: Societe Generale

Taubenhafte Signale von der Fed

Im Offenmarktauschuss der Fed herrscht Einigkeit darüber, dass die beiden Ziele, Vollbeschäftigung und Preisstabilität, trotz eines allgemein besseren Ausblicks, noch immer weit entfernt sind: Das war die wichtigste Nachricht des FOMC-Sitzungsprotokolls, welches gestern abend veröffentlicht wurde. Vollkommen überraschend war diese Nachricht nicht, weshalb sich auch die Marktreaktion in Grenzen hielt. Schon in der Pressekonferenz nach der März-Sitzung hatte sich Fed-Chair Jay Powell bemüht, jegliche Normalisierungshoffnungen zu zerstreuen und die Aufwärtsrevisionen der Wachstums- und Zinsprojektionen herrunterzuspielen. Zwar betonten einige FOMC-Mitglieder, dass es ihnen wichtig sei, dass die Notenbank den Markt frühzeitig auf erste Schritte in Richtung einer weniger expansiven Geldpolitik vorbereitet. Doch der Zeitpunkt hierfür ist noch nicht gekommen. Klar ist, dass die Notenbanker möglichst plötzliche und starke Marktreaktionen, die wiederum die Konjunkturerholung gefährden könnten, vermeiden möchten. Doch das könnte sich als schwieriger gesagt als getan erweisen. So sollte der Markt zwar mittlerweile verstanden haben, dass nicht die Projektionen, sondern die harten Daten ausschlaggebend für den Entscheidungsprozess der Fed sind. Sollten die Daten aber überraschend stark ausfallen, dürfte es ihm schwerfallen, seine Erwartungen für den baldigen Beginn einer Normalisierung im Zaum zu halten. Denn vollkommen klar ist schließlich nicht, wo die Notenbanker die Grenze zu einem hinreichenden Fortschritt in Richtung ihrer Ziele sehen – zumal sich die FOMC-Mitglieder davor zieren werden, konkrete Zahlen zu nennen. Wie sie in der Vergangenheit schon öfter betonten, insbesondere am Arbeitsmarkt, schaue man schließlich auf eine breite Palette an Indikatoren. Insofern dürfte immer eine Restunsicherheit darüber bleiben, wann die Fed eine Wende ihrer Geldpolitik einleiten könnte und somit auch immer ein Risiko für stärkere Ausschläge in den USD-Wechselkursen bestehen. Insbesondere auf Sicht der nächsten zwei Quartale, in der sich langsam eine Normalisierung von der Pandemie einstellen sollte und in der die Daten daher besonders stark schwanken könnten, würde ich mich daher auf eine erhöhte Volatilität an den Märkten einstellen.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
SB2EM7 Call EUR/USD Hebel: 8,0
CJ4U2Q Put EUR/USD Hebel: 8,7
SB2EN3 Call EUR/USD Hebel: 15,8
SD96Q8 Put EUR/USD Hebel: 15,9
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Comeback der Hochzinswährungen

Der kanadische Dollar und die norwegische Krone zählen zu den Währungen, die sich seit Anfang letzten Monats auffällig gut gegenüber einem erstarkten US-Dollar behaupten konnten. Die Erklärung liegt auf der Hand. Wie der Fed traut der Markt der Bank of Canada und der Norges Bank am ehesten zu, dass sie ihre Zinsen in absehbarer Zeit normalisieren. Entsprechend sind die Renditen in Kanada und Norwegen zuletzt ähnlich stark gestiegen wie in den USA. Meine Vermutung ist, dass das aber weniger daran liegt, dass sich die Volkswirtschaften vergleichsweise schnell von der Pandemie erholen – auch wenn das insbesondere für Norwegen sogar der Fall sein mag -, sondern vielmehr daran, dass beide Notenbanken auch nach der letzten großen Krise früher, vor allem aber aggressiver als die meisten anderen Notenbanken ihre Zinsen erhöhten. Aus diesem Grund waren CAD und NOK neben dem USD kurz vor Ausbruch der Pandemie die am höchsten verzinsten Währungen im G10-Universum.

Zumindest was die Krone anbelangt halte ich den Optimismus durchaus für gerechtfertigt. Denn die Norges Bank selbst hat ja sogar bereits signalisiert, dass sie noch in diesem Jahr ihren Leitzins anheben könnte. Die Konjunktur läuft rund und die Inflation liegt schon seit geraumer Zeit über ihrem Ziel, weshalb ihr auch die Stärke der Krone bislang keine Kopfschmerzen bereitet.

Bei der Bank of Canada wäre ich dagegen skeptischer. Nicht nur, weil sie bislang keinerlei Hinweise für Zinserhöhungen gegeben hat, sondern auch, weil sie, wie die Fed vergangenes Jahr, derzeit eine allgemeine Prüfung ihrer geldpolitischen Strategie durchführt. Dabei wird nicht ausgeschlossen, dass die BoC dem Beispiel der Fed folgt und in Richtung eines durchschnittlichen Inflationsziel (average-inflation-targeting) rückt. Konkretere Informationen wird es wohl erst in der zweiten Jahreshälfe geben. Doch angesichts der Tatsache, dass die Inflation in Kanada in den letzten Jahren, trotz eines lange sehr niedrigen Leitzinses, eher unter als oberhalb ihres 2%-Ziels lag, erscheint es nicht abwegig, dass auch die BoC ein zeitweises Überschießen ihres Inflationsziels als wünschenswert erachtet. Das würde bedeuten, dass sie womöglich deutlich später als im letzten Zyklus ihre Zinsen erhöhen wird, womit der aktuelle CAD-Optimismus wohl etwas überzogen wäre.

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ4VMG Call EUR/NOK Hebel: 12,2
SB7MVQ Put EUR/NOK Hebel: 11,9
CJ14LT Call EUR/CAD Hebel: 10,4
CJ4VFE Put EUR/CAD Hebel: 13,7
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Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.

Bitte beachten Sie die weiteren rechtlichen Hinweise hier!



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