NewsFinanzmarkt
Werbung

DIE AUTO-WOCHE - das waren die wichtigsten Themen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Continental-Chef Degenhart tritt nach elf Jahren abrupt zurück

Continental verliert inmitten des umfassenden Konzernumbaus abrupt den Chef. Elmar Degenhart, seit über elf Jahren CEO der DAX-Konzerns, gibt den Posten bereits Ende November aus persönlichen Gründen ab. Ausschlaggebender Anlass sei "unmittelbar notwendige, gesundheitliche Vorsorge", so die Continental AG. Wer Nachfolger von Degenhart werden soll, ist noch unklar. Conti-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle kündigte eine kurzfristige Entscheidung an. Einen Favoriten scheint es bereits zu geben: Nikolai Setzer, Chef der Kerngeschäfts, könnte laut Bloomberg neuer Chef werden.

Volkswagen mit Milliardengewinn dank Porsche und Audi

Volkswagen hat im dritten Quartal dank einer spürbaren Erholung der Automärkte im September und guten SUV-Verkäufen wieder einen Milliardengewinn erzielt. Besonders das Premium- und Sportwagensegment um Audi und Porsche stützte den Wolfsburger Konzern. In der Summe lagen sowohl der Umsatz als auch der operative Gewinn teils deutlich über den Markterwartungen. Angesichts des Markteinbruchs im Frühjahr und der eher trüben Aussichten für die kommenden Monate bleibt der Ausblick aber düster. Der Absatz des Zwölfmarkenkonzerns und auch der Umsatz sollen deutlich sinken.

ANALYSE/Volkswagen hat wieder ein Kostenproblem

Nach den guten Zahlen von Ford und Fiat Chrysler sieht der Quartalsbericht von Volkswagen eher enttäuschend aus. Der weltgrößte Autohersteller könnte wieder in alte Fehler verfallen. Die Wolfsburger schaffen es zwar, Autos im großen Stil zu verkaufen. Mit einem Absatzrückgang von 2,6 Prozent entwickelte sich der Konzern im Quartal besser als der Gesamtmarkt. Doch der Quartalsgewinn brach um erschreckende 30 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro ein.

Volkswagen Kernmarke bekräftigt Ausblick für 2020

Beflügelt von guten Autoverkäufen besonders im September ist Volkswagen mit der Kernmarke im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und erwartet auch im Gesamtjahr operativ schwarze Zahlen. Der Absatz und der Umsatz werden wie angekündigt 2020 deutlich unter dem Vorjahresnivau liegen, wie das Unternehmen mitteilte.

Porsche plant 2020 mit zweistelliger Marge

Der Sportwagenhersteller Porsche wird dieses Jahr sein Renditeziel von 15 Prozent wie erwartet verpassen, peilt aber eine zweistellige Marge an. Grundsätzlich bleibe aber eine Rendite von 15 Prozent, die Porsche in den vergangenen Jahren teils klar übertroffen hat, das strategische Ziel. "Für 2020 ist das wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie unrealistisch, aber dank unseres langfristigen strategischen Vorgehens sind wir zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres eine zweistellige Umsatzrendite erreichen", so Finanzchef Lutz Meschke.

Audi erwartet 2020 weiterhin schwarze Zahlen

Audi rechnet dieses Jahr wegen geringerer Autoverkäufe mit einem deutlichen Gewinneinbruch. Das Ergebnis werde aber "klar positiv" sein, kündigte der Premiumautohersteller bei Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate an. Der Umsatz soll wie die Verkäufe "erheblich" unter Vorjahr liegen, der Netto-Cashflow dagegen auf dem Niveau von 2019. Derzeit sei die Volkswagen-Tochter "vorsichtig optimistisch" für das Schlussquartal.

MAN traut sich wieder Prognose 2020 zu und sieht Operativem Verlust

MAN traut sich nun wieder eine Prognose für das Gesamtjahr zu. Die Gesellschaft hatte, wie die meisten anderen Konzerne auch, ihren Ausblick im Frühjahr wegen der Covid-19-Krise einkassiert. Für 2020 erwartet die MAN SE für den Umsatz der MAN Gruppe eine erhebliche Reduzierung im Vergleich zum Vorjahr. Der oOperative Verlust wird im Bereich zwischen 550 Millionen Euro und 750 Millionen Euro liegen. "Dies führt gegenüber dem Vorjahr zu einer drastisch verschlechterten Operativen Rendite".

BMW geht mit Alibaba strategische Partnerschaft in China ein

BMW und der chinesische Internetriese Alibaba arbeiten gemeinsam an der Digitalisierung der Geschäftsprozesse des deutschen Automobilherstellers in China. Gemäß einer Absichtserklärung werden die beiden Konzerne die ersten Online-Vertriebs- und Dienstleistungsbereiche aufbauen, die sich an Händler von Premium-Automarken richten.

Mercedes erhöht Beteiligung an Aston Martin auf maximal 20 Prozent

Mercedes-Benz baut seine Beteiligung an dem britischen Sportwagenhersteller Aston Martin Lagonda aus und will enger mit diesem zusammenarbeiten. Wie die Daimler-Tochter mitteilte, gewährt Mercedes Aston Martin Zugang zu einer Reihe fortschrittlicher Technologien, darunter Hybrid- und Elektroantriebsstränge der nächsten Generation sowie andere Fahrzeugkomponenten und -systeme. Im Tausch dafür bekommen die Stuttgarter neue Aktien von Aston Martin, die in den nächsten drei Jahren in mehreren Schritten bis zu einem Gesamtwert von 286 Millionen Pfund ausgegeben werden.

Daimler Trucks kooperiert mit Waymo beim autonomen Fahren

Daimler kooperiert bei der Entwicklung automatisierter Fahrsysteme mit der Google-Tochter Waymo. Die strategische Allianz, die zunächst auf den US-Markt beschränkt sei, ziele auf autonome Systeme der Stufe 4 ab, teilten beide Unternehmen mit. In einem ersten Schritt sollen Cascadia-Lkw von Daimler mit dem Waymo-System ausgestattet werden.

Peugeot mit leichtem Umsatzrückgang - Margenprognose bekräftigt

Peugeot hat im dritten Quartal einen leichten Umsatzrückgang verzeichnet. Die Erlöse sanken um 0,8 Prozent auf 15,45 Milliarden Euro. Im Autogeschäft erzielte die Opel-Mutter trotz geringerer Verkäufe ein leichtes Plus um 1,2 Prozent auf 11,96 Milliarden Euro. Höhere Preise und ein besserer Mix der verkauften Autos hätten gestützt. Den Margenausblick für die Zeit 2019 bis 2021 bekräftigte der Konzern. Demnach will Peugeot nach wie vor im Durchschnitt eine bereinigte operative Rendite von 4,5 Prozent im Autogeschäft erzielen.

Fiat Chrysler macht Gewinn und wagt wieder einen Ausblick

Fiat Chrysler ist im dritten Quartal unter dem Strich in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der operative Gewinn legte trotz eines rückläufigen Umsatzes zu. Für das Gesamtjahr traut sich der Konzern nun wieder einen Ausblick zu. Der Autobauer erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 1,21 Milliarden Euro verglichen mit einem Verlust von 179 Millionen im Vorjahreszeitraum.

Ford schlägt Gewinnerwartungen deutlich

Der US-Autobauer Ford hat im dritten Quartal die Erwartungen deutlich übertroffen. Im Zeitraum von Juni bis Ende September profitierte Ford von einer guten Nachfrage nach Pickup-Trucks, es war für diesen Bereich umsatzseitig das beste dritte Quartal seit 2005. Zudem sorgten Einsparungen für Rückenwind. Für das dritte Quartal berichtete Ford ein Nettoergebnis von 2,4 Milliarden Dollar (Vorjahr: 400 Millionen Dollar). Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 65 Cent je Aktie, während Analysten im Schnitt nur mit 20 Cent gerechnet hatten. Der Umsatz stieg um 1,4 Prozent.

ANALYSE/Nickel wird für E-Autobauer so bald nicht knapp

Wird der Elektrofahrzeugindustrie irgendwann einmal das Nickel ausgehen? Ganz auszuschließen ist das nie. Dennoch sollten Anleger nicht so schnell auf eine Rallye wie bei Kobalt setzen. Nach dem pandemiebedingten Stillstand im ersten Halbjahr wächst der Absatz von Elektrofahrzeugen wieder rasch. Marktführer Tesla produzierte im dritten Quartal 51 Prozent mehr Autos als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Zudem als Meldung gelaufen:

- VW: Erreichung der CO2-Ziele dieses Jahr noch möglich

- Volkswagen unterstellt Bentley ab 2021 Audi - Zeitung

- VW-Tochter Seat peilt nach roten Zahlen 2020 wieder Gewinnzone an

- Audi-Squeeze-out steht nichts mehr im Weg

- BMW-Betriebsrat erwartet keine betriebsbedingten Kündigungen

- Traton und Hino kooperieren auch bei Elektromobilität

- Peugeot verkauft Faurecia-Anteil über Privatplatzierung

- Toyota mit leichtem Absatzrückgang im September trotz Boom in China

- Toyota steckt 500 Millionen Dollar in japanische Mobilfunkfirma

- Hyundai Motor rutscht in 3Q in die roten Zahlen

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/kla

END) Dow Jones Newswires

October 30, 2020 11:00 ET (15:00 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt
Werbung