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Diese 6 Themen sind am Donnerstag für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff

Vor den mit Spannung erwarteten Inflationsdaten aus den USA und geldpolitischen Signalen der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag leicht zulegen. Experten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Kurs trotz einer wirtschaftlichen Erholung und steigender Inflation beibehält. Die Wertpapierkäufe des Corona-Krisenprogramms Pepp sollten laut einer Mehrheit von Volkswirten vorerst mit unverändertem Tempo fortgesetzt werden.

Der DAX +0,86% wird knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsbeginn mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 15.606 Punkte erwartet. Am Mittwoch war der deutsche Leitindex zwischenzeitlich deutlich von seinem Rekord vom Montag bei 15.732 Punkten zurückgefallen. Mit dem Rutsch auf fast 15.500 Punkte hat er eine wichtige Chartunterstützung erfolgreich getestet. Folgende Themen könnten die Kursentwicklungen am Donnerstag beeinflussen: 

1. Vorgaben aus den USA

Vor Zahlen zur Inflation in den USA haben sich die Anleger am Mittwoch nicht aus der Deckung gewagt. Der Leitindex Dow Jones Industrial +0,95% schloss 0,4 Prozent niedriger bei 34.447 Punkten. Am Donnerstag werden die Verbraucherpreise im Mai veröffentlicht. Im April hatte die Teuerung in den USA stark zugelegt. Experten erwarten, dass sich der Preisauftrieb zuletzt sogar noch einmal beschleunigt hat.

2. Vorgaben aus Asien 

Asiens Aktienmärkte tendierten am Donnerstag überwiegend höher. Japans Nikkei 225 legte um 0,3 Prozent zu, Hongkongs Hang Seng gewinnt 0,3 Prozent und Chinas CSI 300 legt um 1,1 Prozent zu. Marktbeobachtern zufolge profitieren die Aktien vom Einverständnis Chinas und der USA, sich stärker beim Handel und bei Investitionen zu vernetzen.

3. Ölpreise nach Mehrjahreshochs unter Druck

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel moderat nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 71,75 US-Dollar. Das waren 47 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 43 Cent auf 69,53 Dollar.

Noch am Vortag hatten die Ölpreise mehrjährige Höchststände erreicht. Für grundsätzliche Zuversicht sorgt die entspanntere Corona-Lage vor allem in den USA, China und weiten Teilen Europa. Hintergrund sind die meist zügig verlaufenden Impfkampagnen, rückläufige Neuinfektionen und Lockerungen von Beschränkungen des öffentlichen Lebens. 

4. Konjunkturdaten 

Am Donnerstag steht der EZB Zinsentscheid im Fokus der Anleger. Ab 14:30 Uhr wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde dazu eine Pressekonferenz geben. Im Vorfeld wird von Marktexperten keine Veränderung beim Hauptrefinanzierungssatz, Spitzenrefinanzierungssatz und der Einlagenfazilität erwartet. Zudem legt Deutschland die Zahl der Insolvenzen im März 2021 einschließlich dem Trendindikator für Mai 2021 vor. In den USA werden zudem die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Mai-Verbraucherpreise  bekannt gegeben. 

5. Unternehmensnews

Bei den Einzelwerten am Aktienmarkt lohnt der Blick auf Aixtron +0,14%. Eine Reihe von kurzfristig verbuchten Großaufträgen lässt den LED- und Chipindustrieausrüster noch optimistischer auf das Jahr blicken. Für das zweite Quartal erwartet der Konzern Auftragseingänge "auf dem hohen Niveau" des ersten Jahresviertels. Auch für den Rest des Jahres sei mit einer starken Kundennachfrage zu rechnen, hieß es zur Begründung der erhöhten Prognose weiter. Auf Tradegate standen die Anteile vorbörslich 0,4 Prozent höher verglichen mit dem Xetra-Schluss.

BMW +0,84% wurden von Stifel abgestuft. Die Aktien gaben auf Tradegate um ein Prozent nach zum Xetra-Ende. Nach der Kursrally seien sie nun höher bewertet als andere Autobauer, hieß es dazu. 

Die Papiere des Außenwerbekonzerns Ströer +0,87% gewannen auf Tradegate 2,8 Prozent zum Xetra-Schluss. Die US-Bank Morgan Stanley hatte sie auf "Overweight" hochgestuft.

Zudem laden am Donnerstag folgende Unternehmen zur Hauptversammlung ein: HHLA < DE000A0S8488> , GFT -0,97% , Brenntag < DE000A1DAHH0> und SAF Holland -1,32% .

6. Corona-Lage in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3.187 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4.640 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 19,3 an (Vortag: 20,8; Vorwoche: 34,1).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 94 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 166 Tote gewesen. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,74 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 74 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen (Mit Material von dpa-AFX).

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