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Diese 7 Themen sind am Mittwoch für DAX-Anleger wichtig

| Quelle: finanztreff

Nach zwei schwachen Börsentagen dürften sich die Kurse zur Wochenmitte stabilisieren. Einer kräftigen Erholung stehen laut Marktteilnehmern jedoch rasant steigende Corona-Infektionszahlen in einigen Ländern entgegen. Knapp eine halbe Stunde vor Xetra-Handelsstart wurde rund 0,4 Prozent höher bei 15.180 Punkten gesehen.

Anleger fürchten, dass steigende Infektionszahlen zu weiteren Lockdowns führen könnten und sich dadurch die weltweite Wirtschaftserholung verzögert. Auch dürften einige Investoren nach der Kursrally der vergangenen Monate erst einmal Kasse machen. Immerhin war der Dax seit Jahresbeginn in der Spitze um 13 Prozent gestiegen auf über 15.500 Punkte. Folgende Themen könnten am Mittwoch Einfluss auf die Kursentwicklungen nehmen. 

1. Vorgaben aus den USA

Nach der jüngsten Rekordjagd haben die US-Börsen am Dienstag schwächer geschlossen. Der Dow Jones Industrial +0,66% weitete im Handelsverlauf seine zunächst moderaten Verluste aus und büßte letztlich 0,8 Prozent auf 33.821 Punkte ein. Am Freitag noch hatte der US-Leitindex bei 34.256 Punkten ein Rekordhoch erreicht. Am Montag setzten dann erste, leichte Gewinnmitnahmen ein.

2. Vorgaben aus Asien

Die Börsen Asiens haben am Mittwoch vor dem Hintergrund nachgebender Kurse in den USA überwiegend schwächer tendiert. Der japanische Leitindex Nikkei 225 fiel zuletzt um rund zwei Prozent. Der CSI-300-Index mit den 300 größten Unternehmen, die an Chinas Festlandsbörsen gelistet sind, legte zuletzt hingegen um 0,3 Prozent zu, während der Hongkonger Hang Seng -0,13% 1,6 Prozent einbüßte.

3. Ölpreise geben leicht nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gefallen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,16 US-Dollar. Das waren 41 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 44 Cent auf 62,23 Dollar.

Belastet wurden die Ölpreise durch den etwas festeren US-Dollar. Dadurch wird Erdöl, das weitgehend in Dollar gehandelt wird, für Interessenten außerhalb des Dollarraums etwas teurer. Dies drückt dann auf die Nachfrage. Eine leichte Belastung ging auch von neuen Lagerdaten aus den USA aus. Das American Petroleum Institute (API) meldete am Dienstagabend einen leichten Anstieg der Rohölreserven.

4. Konjunkturdaten 

Zur Wochenmitte gibt das Vereinigte Königreich seine Verbraucher- und Erzeugerpreise für den Monat März bekannt. Die USA legen zudem ihren wöchentlichen Ölbericht vor und Polen gibt die Industrieproduktion sowie die Erzeugerpreise für den Monat März bekannt. 

5. Unternehmensnews

Am Mittwochmorgen spielte die Musik in der zweiten Reihe: Aktien von Siemens Healtineers -0,14% stiegen um knapp ein Prozent, nachdem die Bank JPMorgan eine Kaufempfehlung gegeben hatte. Zalando +1,19% legten sogar um gut fünf Prozent zu nach starken Zahlen des Online-Modehändlers im ersten Quartal. Hier riet die Investmentbank Goldman Sachs weiter zum Kauf. 

Zudem legen heute der Laborausrüster Sartorius +0,02% , das Pharmaunternehmen Roche +1,79% , der Telekommunikationskonzern Ericsson +0,29% , der Personalvermittler Randstad ±0,00% , der Brauereikonzern Heineken -0,88% und die Deutsche Börse +1,44% ihre Quartalsergebnisse vor. 

Außerdem laden die Shop Apotheke Europe +5,29% und MTU Aero Engines +2,72% zur Online-Hauptversammlung ein. 

6. Neues EU-Klimaziel beschlossen 

Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments haben sich endgültig auf eine Verschärfung des Klimaziels für 2030 geeinigt. Bis dahin sollen die Treibhausgase der Europäischen Union um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 gesenkt werden. Dies teilten mehrere Vertreter des Europäischen Parlaments und des Rats der Mitgliedsstaaten am frühen Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel mit. Bisher galt ein Ziel von minus 40 Prozent.

"Das ist ein herausragender Moment für die EU und ein starkes Signal an die Welt", schrieb EU-Kommissionsvize Frans Timmermans auf Twitter. "Unsere Verpflichtung auf eine klimaneutrale EU wird unsere Politik in den nächsten 30 Jahren leiten." Es sei "ein guter Tag für die Menschen und den Planeten". 

Die Unterhändler des Europaparlaments akzeptierten nach mehr als 15-stündigen Verhandlungen letztlich die Marke, die die EU-Staats- und Regierungschefs Ende 2020 vorgegeben hatten. Dabei wollte das EU-Parlament eigentlich viel mehr: eine Senkung der Klimagase um 60 Prozent sowie eine schärfere Berechnungsmethode. Die Abgeordneten erreichten nur Zugeständnisse in Details. 

Hauptstreitpunkt war neben dem Prozentwert vor allem die Frage, ob und inwieweit die Mengen Kohlendioxid eingerechnet werden sollen, die Wälder, Pflanzen und Böden speichern. Abgeordnete bemängeln, dass eine Einbeziehung dieser sogenannten Senken das Einsparziel abschwächt. Statt bei 55 Prozent lägen die tatsächlichen Einsparungen nur bei 52,8 Prozent, monierten unter anderen die Grünen. 

7. Corona-Lage in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 24.884 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 331 neue Todesfälle verzeichnet. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 21.693 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 342 neue Todesfälle verzeichnet.  

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 160,1. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 162,4 angegeben. Bisher kann laut RKI anhand der Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen Tage noch nicht abgeschätzt werden, ob sich der ansteigende Trend der vergangenen Woche fortsetzt.

Die Zahlen geben des Stand des RKI-Dashboards vom Mittwochmorgen von 05.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich (Mit Material von dpa-AFX).

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