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Dow Jones: Schwacher Auftakt der Berichtssaison belastet

| Quelle: finanztreff

Zum Start der Berichtssaison der US-Unternehmen hat der New Yorker Aktienmarkt am Freitag seine Verluste vom Vortag ausgeweitet. Die Zahlen und Ausblicke einiger US-Finanzkonzerne fielen überwiegend enttäuschend aus. Die Aktien von JPMorgan sackten daraufhin deutlich ab. Auch die am Vortag abermals unter starken Verkaufsdruck geratenen Technologiewerte verloren zunächst weiter an Boden, fingen sich dann aber etwas. Sie leiden besonders unter Zinsängsten, die noch einmal größer geworden sind, nachdem einige US-Währungshüter signalisiert hatten, die Inflation aggressiv bekämpfen zu wollen.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial -0,19% verbuchte wenige Minuten nach der Startglocke einen Abschlag von rund 0,7 Prozent auf 35.866 Punkte. Der marktbreite S&P 500 -1,28% sank um gut 0,3 Prozent auf 4.644 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 -2,48%dämmte sein Auftaktminus immerhin fast ein und notierte zuletzt nur noch 0,05 Prozent schwächer bei 15.488 Punkten.

Bislang veröffentlichte US-Konjunkturdaten enttäuschten überwiegend. So fielen die Umsätze im wichtigen US-Einzelhandel im Dezember deutlich stärker als erwartet. Die Industrieproduktion für Dezember konnte mit den Erwartungen ebenfalls nicht mithalten. Der Preisauftrieb der von den USA importierten Gütern schwächte sich dagegen im Dezember stärker als erwartet ab.

JPMorgan-Handelsgeschäft enttäuscht 

Die Erholung der Wirtschaft von der Corona-Krise hat der US-Bank JPMorgan Chase auch im letzten Quartal 2021 zu einem zweistelligen Milliardengewinn verholfen. Insgesamt verdiente das Institut damit im zweiten Corona-Jahr 48,3 Milliarden US-Dollar (42,2 Milliarden Euro), wie es am Freitag in New York mitteilte. Das waren fast zwei Drittel mehr als 2020. Hauptgrund für den Gewinnsprung war die veränderte Risikovorsorge für befürchtete Kreditausfälle.

Allerdings lief das Handelsgeschäft schlechter als von Experten gedacht. Für die JPMorgan-Aktie +1,48% ging es zuletzt um rund fünf Prozent abwärts. 

Citigroup erleidet Gewinneinbruch

Der US-Finanzkonzern Citigroup +2,80% hat zum Jahresende angesichts eines schwächeren Handelsgeschäfts und höherer Kosten weniger verdient. Im vierten Quartal fiel der Nettogewinn im Jahresvergleich um rund 26 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro), wie das Geldhaus am Freitag in New York mitteilte.

Die Erträge steigerte die Citigroup dennoch um ein Prozent auf 17,0 Milliarden Dollar. Deutliches Wachstum gab es im Investmentbanking, das von vielen Börsengängen, Fusionen und Übernahmen profitierte. Anleger reagierten dennoch enttäuscht und ließen die Citigroup-Aktie +2,80% zeitweise um knapp drei Prozent sinken.

Sechs-Monats-Chart Dow Jones (in Punkten)
Mit Material von dpa-AFX.
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