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EUR-USD Volatilität zieht an

| Quelle: Societe Generale

EUR-USD Volatilität zieht an

Am Optionsmarkt kommt so langsam Bewegung rein. Die implizite EUR-USD-Volatilität hat jüngst einen Sprung nach oben gemacht. Angesichts des deutlichen Rutsches, den der Wechselkurs in den letzten Tagen hingelegt hat, ist das wohl wenig verwunderlich.

Insgesamt notiert die Volatilität allerdings noch immer auf überaus niedrigen Niveaus, insbesondere wenn man sie mit den Niveaus vergleicht, die während des letzten geldpolitischen Normalisierungszyklus erreicht wurden. Wir erinnern uns: Als sich im Jahre 2014 erste Zinserhöhungen der Fed abzeichneten, fiel der EUR-USD-Kurs innerhalb eines Jahres von Niveaus um 1,40 auf etwa 1,05 ein Absturz um rund 25%!

So schlimm war die EUR-USD-Bewegung der letzten Monate freilich nicht. Und noch scheint der Markt auch nicht zu erwarten, dass es erneut so schlimm wird. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass der Markt im Gegensatz zu damals nicht nur Zinserhöhungen der Fed, sondern auch der EZB in nicht allzu ferner Zukunft erwartet, was zumindest bis zuletzt den Euro unterstützt haben dürfte. Dass die EUR-USD-Abwärtsbewegung in den letzten Tagen etwas an Fahrt gewonnen hat, dürfte entsprechend damit zu tun haben, dass sich die EZB-Ratsmitglieder, wie Isabel Schnabel gestern zum Beispiel, alle Mühe geben, die Zinserhöhungserwartungen des Marktes zu dämpfen.

Könnten wir noch einmal eine ähnliche starke USD-Aufwertung wie in den Jahren 2014/2015 sehen? Vollkommen ausgeschlossen ist es sicherlich nicht. Einerseits könnte man zwar argumentieren, dass der Dollar dieses Mal weniger profitieren wird, da der Markt damals von der Fed enttäuscht wurde, nachdem sie ihre Zinsen deutlich weniger aggressiv anhob als die Mehrheit Anfangs unterstellt hatte. Andererseits befinden wir uns aktuell in einer ganz anderen Ausgangssituation, insbesondere mit Blick auf die Inflation, die das Ziel der Fed bereits deutlich überschossen hat. Je länger die US-Inflation derart hoch bleibt, desto eher dürfte der Markt eine aggressivere Vorgehensweise der Fed einpreisen und dem Dollar so Auftrieb verleihen.

Zugegeben: Das ist nicht unser Basisszenario. Unsere Ökonomen gehen, wie die Fed, davon aus, dass sich die Inflation im kommenden Jahr wieder deutlich abschwächen wird. Das heißt aber nicht, dass der Dollar kurzfristig nicht mal “überschießen” kann, bevor dieses Szenario eintritt. Und damit besteht auch das Risiko, dass die Wechselkursvolatilität noch einmal deutlich anzieht.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
SF54FK Long EUR/USD Faktor: 4
SF54F8 Short EUR/USD Faktor: -4
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Positive BIP-Überraschung könnte NOK deutlich beflügeln

Seit Anfang dieses Monats neigt die norwegische Krone im G10-Vergleich zur Schwäche. Zum einen mag das damit zu tun haben, dass der Ölpreis etwas nachgegeben hat. Zum anderen dürften aber auch die jüngst schwächeren Inflationsdaten verantwortlicht sein.

Die Norges Bank war zwar die erste Notenbank innerhalb der G10, die schon sehr früh eine Normalisierung der Zinsen signalisierte und dann auch lieferte, doch mittlerweile, wie wir wissen, haben zahlreiche Kolleginnen nachgezogen.

Jedoch waren es weniger akute Inflationssorgen, die die norwegischen Währungshüter zu einer Erhöhung der Zinsen bewegten, sondern vielmehr die Auffassung, dass die Wirtschaft die jüngste Krise hinreichend überwunden habe. Tatsächlich lag das von der Norges Bank bevorzugte unterliegende Inflationsmaß (auf Basis des Verbraucherpreisindex ohne Energie und um Steuereffekte bereinigt, CPI-ATE) zum Zeitpunkt des Lift-Off bei gerade einmal 1%. Im Oktober rutschte das Maß gar auf 0,9% ab.

Da die Inflation in den USA, aber auch in zahlreichen europäischen Ländern, jüngst die Inflationsziele der Notenbanken deutlich übertroffen haben, sieht der Markt offensichtlich diese unter deutlich größerem Druck, ihre Geldpolitik zu normalisieren. Klar, auch in Norwegen liegt die Gesamtinflation mit 3,5% derzeit über dem Ziel der Notenbank. Allerdings ist dies nicht wie in vielen anderen Ländern ein ungewöhnlich hoher Wert. Zuletzt lag die Inflation in Norwegen im Jahre 2018 auf diesem Niveau.

Ich gebe Recht, dass von der Inflationsseite weniger Druck besteht, die Zinsen schnell anzuheben, als dies in anderen Ländern der Fall ist. Allerdings tickt die Norges Bank ohnehin etwas anders, daher wäre ich vorsichtig, sie zu unterschätzen. Sie legt ein starkes Gewicht auf die wirtschaftliche Entwicklung. Sollten die BIP-Zahlen morgen daher deutlich auf der Oberseite überraschen, kann ich mir vorstellen, dass auch die Norges Bank bei der nächsten Gelegenheit falkenhafter auftritt als der Markt annimmt, und das trotz niedriger Kerninflation. Eine positivere Kombination für die NOK könnte es kaum geben.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
SD9RG9 Call EUR/NOK Hebel: 7,2
CL9RFC Put EUR/NOK Hebel: 7,4
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ZAR: SARB-Zinsentscheid heute – Chance auf Lift-off?

Im aktuellen Umfeld global steigender Inflationsraten und teilweise aggressiver Zinserhöhungen anderer EM-Notenbanken dürfte die heutige Sitzung der südafrikanischen Notenbank (SARB) im Fokus der Märkte stehen. Letztere hält ihren Leitzins seit März 2020 bei rekordniedrigen 3,5%, und es dürfte eine knappe Entscheidung werden, ob sie ihn um 25 Basispunkte anhebt.

Der von Bloomberg ermittelte Analysten-Konsens erwartet mit einer Stimme Mehrheit heute einen ersten Zinsschritt; am Geldmarkt scheint die Chance dafür gemessen an den Terminkontrakten zu rund 70% eingepreist zu sein.

Für eine Zinserhöhung auf der heutigen Sitzung, der letzten in diesem Jahr, spricht die seit dem Frühjahr deutlich gestiegene Gesamtinflationsrate, die mit 5% in der oberen Hälfte des Zielkorridors von 3% bis 6% liegt. Zudem stellte die SARB in ihrem geldpolitischen Bericht von Oktober fest, dass der zugrunde liegende Preisdruck höher sei als zunächst angenommen, und sie äußerte die Sorge, dass ein verzögertes Gegensteuern die gut verankerten Inflationserwartungen nach oben treiben könnte.

Wir halten dennoch an unserer Einschätzung fest, dass die SARB sich mit einer Normalisierung der Geldpolitik bis Anfang 2022 Zeit lässt. Hierfür sprechen aus unserer Sicht zum einen die gestern veröffentlichten Inflationsdaten für Oktober. Die Gesamt wie auch die Kernrate verharrten auf ihren Niveaus. Zu den wesentlichen Treibern der höheren Gesamtinflationsrate zählen Energie- und Nahrungsmittelpreise die Kernrate liegt deshalb mit 3,2% weiterhin am unteren Rand des Zielkorridors. Auch scheinen die marktbasierten Inflationserwartungen weiterhin gut verankert.

Ein weiteres Argument für einen vorerst stabilen Leitzins ist aus unserer Sicht die schwache Wirtschaft, die vor einer für Dezember erwarteten vierten Virus-Welle steht. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine knappe Mehrheit der Mitglieder im geldpolitischen Rat zunächst weitere Konjunktur- und Preisdaten abwarten will.

Hält die SARB ihren Leitzins wie von uns erwartet stabil, dürfte dies für Enttäuschung am Markt sorgen und dem Rand Verluste bescheren. Dabei gehen wir davon aus, dass die SARB den hohen Preisdruck weiterhin transitorischen Faktoren zuschreibt, sie im Statement aber ihre Wachsamkeit hinsichtlich der Inflationsrisiken betont. Die möglichen Rand-Gewinne nach einer Leitzinsanhebung sollten sich unseres Erachtens in Grenzen halten, da eine Zinserhöhung am Markt zumindest teilweise eingepreist scheint.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
SF5C3G Call EUR/ZAR Hebel: 7,2
SF5C3X Put EUR/ZAR Hebel: 7,7
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Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!

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