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Euro im Spannungsfeld

| Quelle: Societe Generale

Euro-Risiken

Der Euro befindet sich aktuell in einem Spannungsfeld zwischen politischen Risiken einerseits und einer positiveren Stimmung an den Märkten im Zuge weiterer Corona-Lockerungen andererseits. Heute früh dominiert letzteres, weshalb er gegenüber dem Dollar zulegen kann. Doch angesichts des anhaltenden Zwists innerhalb der EU über einen Corona-Wiederaufbaufonds dürfte die Luft im EUR-USD-Wechselkurs schnell dünn werden für die Gemeinschaftswährung. Dabei scheinen die Risiken im Euro, was die politische Lage anbelangt, aktuell recht ausgeglichen. Zwar hat er nach dem Gegenvorschlag von vier Ländern zum “Merkron”-Plan nachgegeben, hält sich aber insgesamt noch in etwa in der Mitte der aktuellen Handelsspanne in EUR-USD, was darauf hindeutet, dass der Markt zwar eine geringere Chance sieht, dass die deutsche Bundeskanzlerin und der französische Präsident ihren Plan durchsetzen können, aber dass er die Hoffnung noch nicht komplett aufgegeben hat. Wir gehen nach wie vor davon aus, dass sich der Euro im Zuge eines Abebbens der Coronakrise im Laufe dieses Jahres erholen wird. Doch das Ergebnis der EU-Verhandlungen dürfte entscheidend dafür sein, wie stark diese Erholung ausfallen wird. Denn wenn sich die EU-Länder dagegen entscheiden, besonders betroffene Staaten von ihren Schulden zu entlasten, dürften die Risikoprämien dieser Länder aus Sicht des Marktes steigen, wogegen die EZB mit ihren Anleihekäufen wohl vorgehen müsste. Die scheint sich bereits auf diesen Fall vorzubereiten, zumindest signalisierte dies erst gestern Abend der Präsident der französischen Notenbank wieder. Der sprach sich nicht nur für eine Ausweitung der Käufe, sondern auch für eine flexiblere Verteilung auf die Länder aus. Das hieße dann nichts anderes, als dass die EZB am Ende die Lastenverteilung innerhalb des Euroraums übernehmen würde und sie zu einer anhaltend expansiven Geldpolitik gezwungen wäre, was wiederum das Aufwertungspotenzial des Euros begrenzen würde.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU84MQ Call EUR/USD Hebel: 4,9
CJ4U17 Put EUR/USD Hebel: 5,3
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Pfund: Es geht noch schlimmer

Die britische Regierung steht aufgrund ihres Krisenmanagements in der Kritik, die Bank of England liebäugelt mit Negativzinsen und die Brexit-Verhandlungen stecken mal wieder fest. Kein Wunder also, dass das Pfund in diesem Monat zu den Verlierern unter den G10-Währungen zählt. Dennoch: Es könnte noch schlimmer sein. Noch sind Pfund-Händler relativ entspannt, wenn man beispielsweise die an den Optionsmärkten gehandelten Risikoprämien betrachtet. Die impliziten Volatilitäten in EUR-GBP sind im Vergleich zur EUR-USD-Vol jüngst etwas gestiegen. Doch das Ausmaß ist alles andere als dramatisch. Nur, ich befürchte, dabei wird’s mit Blick auf den Brexit leider nicht bleiben. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Nervosität am Markt eben erst deutlich steigt, wenn die Zeit so richtig knapp wird. Letztes Jahr erreichte die EUR-GBP-Volatiltität etwa 2 Monate vor der Oktober-Brexit-Deadline ihren Höhepunkt. Natürlich hing dies zum Teil auch mit dem Timing des Hin- und Her im britischen Parlament zusammen. Dennoch dürfte der Markt aktuell auch deshalb noch entspannt bleiben, weil aus seiner Sicht bis Ende des Jahres schlicht und ergreifend noch genügend Zeit besteht, um sich auf ein Handelsabkommen zu einigen. Da können die EU-Politiker offenbar noch so vehement gegenteiliges behaupten.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CU54Y5 Short EUR/GBP Faktor: -10
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Stabiler Forint spricht für unveränderte Geldpolitik

Da sich der Forint-Wechselkurs zuletzt stabilisiert hat, gehen wir davon aus, dass die ungarische Notenbank (MNB) ihre Geldpolitik heute unverändert belassen wird. Vergangenen Monat hatte die Notenbank ihren Zinskorridor (wenn auch nicht den Leitzins) angehoben, um die Zinsen am Geldmarkt nach oben zu treiben und so den aufgrund der Ankündigung eines QE-Programms deutlich unter Druck geratenen Forint zu stabilisieren. Offensichtlich verstand der Markt diese Maßnahme als Signal der Notenbank, ihre Geldpolitik mittels Zinserhöhungen weiter zu straffen, wenn der Forint zu stark abwerten sollte. Deshalb konnte sich die ungarische Währung trotz gleichzeitiger eher expansiven geldpolitischen Maßnahmen wie weiteren Anleihekäufen und liquiditätsfördernden Swap-Operationen stabilisieren.

Da in Ungarn und den meisten Teilen der EU die Beschränkungen zur Bekämpfung zunehmend gelockert werden, rechnen wir vorerst mit keinen weiteren expansiven Schritten der Notenbank. Der geldpolitische Rat dürfte vielmehr auf die Wirkung der bisherigen Maßnahmen verweisen und betonen, dass die expansive Geldpolitik auf absehbare Zeit beibehalten wird.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine

WKN Typ Basiswert Merkmale
SC42BX Call EUR/HUF Hebel: 8,1
SR7K2K Put EUR/HUF Hebel: 7,5
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Bitte beachten Sie die weiteren rechtlichen Hinweise hier!



https://www.ideas-news.de/news-detail/euro-im-spannungsfeld?utm_source=finanztreff&utm_medium=news&utm_campaign=ideas-news&utm_content=waehrungen&utm_term=20200526_Euro+im+Spannungsfeld
Im Artikel erwähnt
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