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Gold: Werden die Hochs bald wieder erreicht?

| Quelle: finanztreff

Die Anleihekaufprogramme treiben Anleger wieder in Gold. Nach hohen Kursgewinnen dieser Woche nähert sich der Goldpreis dem Sieben-Jahreshoch vom 9. März an, das bei 1.703 Dollar erreicht worden war. Kann es bald wieder erreicht werden?

Trotz des Rückgangs am Mittwoch auf 1.619 Dollar hat Gold seit Montag fast neun Prozent an Wert gewonnen. In Euro gerechnet fiel der Goldpreis zuletzt bis auf 1.491 Euro.

Als Auslöser für den kräftigen Anstieg des Goldpreises gelten neue Krisenmaßnahmen der US-Notenbank Fed, die am Montag verkündet worden waren. Die Zentralbank der größten Volkswirtschaft der Welt versucht derzeit unter anderem mit unbegrenzten Anleihekäufen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in den Griff zu bekommen.

Analyst rechnet mit steigendem Goldpreis

Wegen der extrem starken Lockerung der Geldpolitik führender Notenbanken im Kampf gegen die wirtschaftlichen Einbrüche in der Corona-Krise rechnet Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank in den kommenden Handelstagen mit einem Anstieg des Goldpreises. In den kommenden Monaten werde sich eine noch nie dagewesene Flut an ungedecktem Papiergeld über die Märkte ergießen, sagte Fritsch. "Davon sollte Gold profitieren."

Experte Fritsch verwies außerdem auf Lieferunterbrechungen beim Gold. Demnach seien mehrere Betriebe zur Verarbeitung von Gold in der Schweiz geschlossen worden. Um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, seien darüber hinaus Goldminen in Südafrika aufgefordert worden, ihre Produktion herunterzufahren.

Das macht der Goldpreis

In der vergangenen Woche war der Goldpreis +0,59% trotz der sich zuspitzenden Virus-Krise deutlich gefallen. Immer mehr Investoren waren zu Notverkäufen gezwungen, um Verluste aus anderen Anlagen auszugleichen.

Mit den Kursgewinnen dieser Woche scheint der jüngste Preisrutsch beim Gold vorerst beendet zu sein. Geht man nach den Analysten dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis die Marke von 1.703 Dollar wieder erreicht wird.

Mit Material von dpaAFX.
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