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Intel: Kamera-Entwicklung gestoppt – wie geht es weiter?

| Quelle: finanztreff

Der Chipproduzent Intel gibt die jahrelang mit Hochdruck vorangetriebene Entwicklung von High-Tech-Kameras für den Einsatz in moderner Roboter-Technik und 3D-Scannern auf. Der Chipkonzern fokussiere seine Anstrengungen auf das Kerngeschäft, erklärte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. 

Intels RealSense-Kameras waren für Anwendungen konzipiert, mit denen Computer ihre Umgebung und Objekte erkennen sollen. Dazu gehörte zum Beispiel ein Modul zur Gesichtserkennung. Die Verpflichtungen bei bestehenden Kunden sollen eingehalten werden, betonte Intel.

Starker Konkurrenzdruck 

Der US-Konzern war zuletzt verstärkt unter Druck geraten. Unter anderem durch die Verzögerungen bei neuen Prozessen konnte der Erzrivale AMD -0,32% an Boden im Geschäft mit Chips für Rechenzentren gewinnen, aber auch im PC-Markt zulegen. Hinzu kommt, dass Apple +1,55% in seinen Mac-Computern Intel-Prozessoren schrittweise ausmustert und durch Chips aus eigener Entwicklung ersetzt. 

Zurück an die Spitze 

Der neue Intel-Chef Pat Gelsinger stellte jüngst neue Technologien vor, mit denen der Konzern in einigen Jahren die Spitzenposition bei der Chipfertigung zurückerobern will. Intel will außerdem verstärkt als Auftragsfertiger für andere Chipanbieter auftreten.

Das macht die Intel-Aktie 

An der Börse notierte die Intel-Aktie +0,67% am Donnerstagnachmittag im vorbörslichen US-Handel rund 0,5 Prozent tiefer bei 51,92 Dollar. Damit dürfte sich die Talfahrt der vergangenen Tage weiter fortsetzen, zuletzt fiel die Intel-Aktie unter das Gap im Bereich von 53,35 bis 56,97 Dollar. Seit Jahresbeginn haben die Papiere jedoch rund fünf Prozent zugelegt. 

Sechs-Monats-Chart Intel (in Euro)
Mit Material von dpa-AFX.
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