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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ AKTIENMÄRKTE (18:45 Uhr) +++++

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INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.321,56 -0,85% -11,31%
Stoxx50 3.047,62 -0,75% -10,44%
DAX 12.616,80 -0,92% -4,77%
FTSE 6.189,90 -1,53% -16,66%
CAC 5.043,73 -0,74% -15,63%
DJIA 26.055,66 -0,88% -8,70%
S&P-500 3.169,02 -0,34% -1,91%
Nasdaq-Comp. 10.446,95 +0,13% +16,43%
Nasdaq-100 10.627,76 +0,22% +21,70%
Nikkei-225 22.614,69 -0,44% -4,40%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 176 -9

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+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

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ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 40,71 40,63 +0,2% 0,08 -30,2%
Brent/ICE 43,40 43,10 +0,7% 0,30 -30,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.795,58 1.785,18 +0,6% +10,40 +18,3%
Silber (Spot) 18,32 18,33 -0,0% -0,00 +2,6%
Platin (Spot) 838,35 822,75 +1,9% +15,60 -13,1%
Kupfer-Future 2,78 2,77 +0,6% +0,02 -1,1%

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Am Ölmarkt steigen die Preise etwas. Stützend wirkt die Erwartung, dass sich die US-Rohöllager-Bestände erneut verringert haben, was auf eine gestiegene Nachfrage hindeuten würde. Die Händler blicken daher mit Spannung auf die Daten, die am Abend nach Börsenschluss der Branchenverband API veröffentlichen wird. Der Goldpreis steigt derweil mit den gestiegen Corona-Sorgen der Anleger und nähert sich der Marke von 1.800 Dollar, die er zuletzt vor rund neun Jahren erreicht hatte.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Nach dem kräftigen Plus vom Montag zeigt sich die Wall Street am Dienstag uneinheitlich in einem volatilen Umfeld. Die Anleger sind weiterhin zwischen Hoffnungen auf eine Belebung der Wirtschaft und den weiter steigenden Zahlen an Coronavirus-Infektionen in den USA und anderen Ländern hin- und hergerissen. Boeing geben 3,6 Prozent nach, belastet von weiteren Order-Stornierungen. Das Flugzeugleasing-Unternehmen Avolon hat weitere 27 Maschinen vom Typ 737 Max abbestellt zusätzlich zu den bereits stornierten 75 Flugzeugen. Sunrun, ein Unternehmen, das auf die Installation von Solaranlagen auf Wohnhäusern spezialisiert ist, kauft für 3,2 Milliarden Dollar den Wettbewerber Vivint Solar. Sunrun springen um 24,8 Prozent nach oben. Für Vivint geht es um rund 38 Prozent aufwärts. Regeneron gewinnen 4,1 Prozent. Die US-Regierung hat bei dem Pharmahersteller für 450 Millionen Dollar ein noch in der Erprobung befindliches Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von Covid-19 bestellt. Auch Novavax erhält im Rahmen der "Operation Warp Speed" Geld von der US-Regierung zur Entwicklung einer Covid-19-Impfung. Wenn diese sich in klinischen Tests bewährt, will Novavax schon Ende des Jahres die ersten 100 Millionen Impfdosen ausliefern. Der Kurs der Aktie schießt um knapp 30 Prozent nach oben.

Staatsanleihen als vermeintlich sichere Anlage verzeichnen etwas Zulauf. Die Zehnjahresrendite sinkt um 1,0 Basispunkt auf 0,67 Prozent.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

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- US
22:30 US/Rohöllagerbestandsdaten (Woche) des privaten
American Petroleum Institute (API)

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+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die europäischen Aktienmärkte gaben am Dienstag deutlich nach.Nach enttäuschenden Daten zur deutschen Industrieproduktion am Morgen drückten nun auch die neuen, pessimistischeren Wirtschaftsprognosen der EU-Kommission auf die Kurse. Sorgen bereitete auch weiterhin die ungebremste Ausbreitung des Coronavirus in den USA und anderen Ländern. Relativ gut hielten sich Auto-Aktien. Ihr europäischer Branchenindex tendierte mit einem Minus von 0,4 Prozent etwas leichter. Noch besser schlug sich der Index der Rohstoff-Aktien, er zog um 0,3 Prozent an. BHP fielen um 0,9 Prozent, sie haben zum Schlusskurs die Aktien von Eni im Stoxx-50 ersetzt. Diese gewannen 0,7 Prozent. Dagegen gaben die zuletzt starken Indizes der Technologie- und Pharma-Aktien nach. Besonders belastet wurde der DAX vom Kurseinbruch der Bayer-Aktie. Diese fiel um 4,9 Prozent, nachdem ein Gericht in Kalifornien den jüngsten umfassenden Vergleichsvorschlag zur Beilegung von Klagen wegen des Herbizids Roundup kritisiert hatte. Heidelbergcement muss wegen Belastungen aus der Corona-Pandemie auf das eigene Geschäft umfangreiche Abschreibungen vornehmen. Die Aktie schloss 1 Prozent schwächer. Deutsche Bank beendeten den Handel kaum verändert. Die Deutsche Bank und der US-Internetkonzern Google gehen eine strategische Partnerschaft zur Neuausrichtung der IT-Architektur der Bank ein. Commerzbank gewannen 3,6 Prozent mit Plänen zu Stellenabbau und Filialschließungen. Händler verwiesen auf die zu erwartenden Kostensenkungen. Die Aktie des Versicherers Talanx schloss 2,4 Prozent tiefer. Marktteilnehmer berichteten von einer Platzierung durch den japanischen Versicherer Meiji Yasuda. Draeger gewannen bei lebhaften Umsätzen 6,1 Prozent. Händler verwiesen auf die Wiedereinführung der Maskenpflicht in Oberösterreich und den allgemein steigenden Bedarf an Medizintechnik. In Kopenhagen fielen Bang & Olufsen um 2,7 Prozent. Die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal zeigen keine Entspannung, der Nettoverlust weitete sich in dem Quartal weiter aus.

+++++ DEVISEN +++++

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DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:21h Mo, 17:25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1294 -0,15% 1,1302 1,1311 +0,7%
EUR/JPY 121,44 +0,00% 121,56 121,56 -0,4%
EUR/CHF 1,0632 -0,24% 1,0658 1,0643 -2,1%
EUR/GBP 0,8988 -0,73% 0,9050 0,9056 +6,2%
USD/JPY 107,51 +0,13% 107,49 107,50 -1,2%
GBP/USD 1,2567 +0,61% 1,2489 1,2491 -5,2%
USD/CNH (Offshore) 7,0155 +0,03% 7,0131 7,0157 +0,7%
Bitcoin
BTC/USD 9.260,14 -0,17% 9.273,51 9.258,51 +28,4%

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Der Dollar profitiert etwas von den Sorgen der Anleger. Der Dollar-Index steigt um 0,1 Prozent. Der Euro zeigt sich nach den enttäuschenden deutschen Produktionsdaten etwas schwächer. Die Gemeinschaftswährung notiert zum Dollar um die Marke von 1,13, nachdem sie am Montag in der Spitze noch bei 1,1346 Dollar lag.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Während es an den chinesischen Festlandbörsen nach dem Kursfeuerwerk zu Wochenbeginn am Tag danach weiter nach oben gegangen ist, überwogen an den anderen Plätzen in Ostasien nach einer Stimmungseintrübung im Späthandel Kursverluste. Ursächlich für die Abgaben war, dass wegen eines erneut starken Anstiegs von Coronavirus-Infektionen eine sechswöchige Ausgangssperre über Melbourne verhängt wurde. Die Entscheidung der australischen Notenbank, den Leitzins unverändert zu lassen, war erwartet worden und bewegte den Markt nicht. In Seoul lastete das Minus von 2,9 Prozent der schwergewichteten Samsung-Aktie auf dem Kospi. Der Technologiekonzern hatte zwar überraschend gute Zahlen vorgelegt, die aber zu Gewinnmitnahmen genutzt wurden. LG Electronics verbilligten sich vor Veröffentlichung der Zahlenindikation für das zweite Quartal um 3,8 Prozent. Das Unternehmen stimmte den Markt nach Börsenschluss auf spürbare Auswirkungen der Corona-Krise ein. Beim Börsenneuling SK Biopharmaceuticals beruhigte sich die Stimmung etwas. Am vierten Handelstag ging es zunächst um weitere 18 Prozent nach oben, nachdem an den Tagen zuvor jeweils das maximale Limit von 30 Prozent erreicht worden war. Zuletzt lag der Kurs aber nur noch knapp 1 Prozent im Plus. Daewoong Pharmaceuticals sackten dagegen um 17,2 Prozent ab. Hier belastete laut Händlern, dass sich die US-Handelskommission in einem Streit um ein Botox-Produkt mit der südkoreanischen Medytox offenbar gegen Daewoong entschieden hat. Softbank stiegen in Tokio gegen den breiten Markt um 4,6 Prozent auf den höchsten Stand seit März 2000 - befeuert von Fortschritten beim Plan, sich von Vermögenswerten im Volumen von 4,5 Billionen Yen zu trennen. In Sydney gehörten passend zur Meldungslage Aktien aus dem Reise- und Transportsektor zu den größeren Verlierern des Tages. Webjet, Qantas, Flight Centre und Corporate Travel verbilligten sich zwischen 3,2 und 4,7 Prozent.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Deutsche Post wagt nach EBIT-Plus Prognose - Dividende auf Vj-Niveau

Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal trotz Einmalaufwendungen mehr verdient zum Vorjahr und traut sich nun auch eine Prognose für das Gesamtjahr zu. Demnach peilt der Konzern 2020 einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern zwischen 3,5 Milliarden und 3,8 Milliarden Euro an; enthalten sind darin 700 Millionen Euro negative Einmalfaktoren. Die verschobene Hauptversammlung will die Post in virtueller Form am 27. August abhalten, für 2019 sollen die Aktionäre eine zum Vorjahr unveränderte Dividende von 1,15 Euro je Aktie vor.

Deutsche Bank muss in New York 150 Millionen Dollar Geldbuße zahlen

Die Deutsche Bank muss in den USA Geldbußen im Umfang von 150 Millionen Dollar zahlen. Die Finanzaufsicht von New York wirft dem Frankfurter Geldhaus unter anderem vor, Geschäfte des verstorbenen Sexualstraftäters und Investmentbankers Jeffrey Epstein nicht ordnungsgemäß überwacht zu haben. Mit der Geldbuße gegen die Deutsche Bank wird ferner die "Korrespondenten"-Beziehung des Frankfurter Instituts zu zwei europäischen Banken geahndet, die in Geldwäsche-Skandale verwickelt sind - unter anderem die Danske Bank.

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

July 07, 2020 12:45 ET (16:45 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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