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LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ AKTIENMÄRKTE (18:21 Uhr) +++++

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INDEX Stand +-% +-% YTD
EuroStoxx50 3.342,85 -0,60% -10,74%
Stoxx50 3.014,15 -0,90% -11,43%
DAX 12.993,71 -0,50% -1,93%
FTSE 6.185,62 -1,50% -16,74%
CAC 5.042,38 -0,61% -15,65%
DJIA 27.926,58 -0,18% -2,14%
S&P-500 3.383,98 +0,11% +4,74%
Nasdaq-Comp. 11.114,58 +0,93% +23,87%
Nasdaq-100 11.258,12 +0,90% +28,91%
Nikkei-225 23.249,61 +1,78% -1,72%
EUREX Stand +-Ticks
Bund-Future 175,64 -74

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+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

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ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,27 42,67 -0,9% -0,40 -26,8%
Brent/ICE 45,10 45,43 -0,7% -0,33 -27,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.947,07 1.918,08 +1,5% +29,00 +28,3%
Silber (Spot) 26,76 25,54 +4,8% +1,22 +49,9%
Platin (Spot) 962,45 936,00 +2,8% +26,45 -0,3%
Kupfer-Future 2,80 2,89 -3,0% -0,09 -0,6%

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Die Ölpreise zeigen sich mit leicht negativen Vorzeichen. Vor dem Hintergrund des kräftigen wöchentlichen Rückgangs bei den US-Lagerdaten war Brent am Vortag auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert. Zudem äußerte sich nach der Opec nun auch die Internationale Energie-Agentur (IEA) zurückhaltend in Bezug auf eine Erholung des Ölmarktes. In ihrem Ölmarktbericht erwartet die IEA für 2020 einen stärkeren Rückgang der weltweiten Nachfrage als noch im vorherigen Bericht. Der Goldpreis zeigt sich nach dem deutlichen Einbruch an den beiden Vortagen stabilisiert und recht deutlich über der Marke von 1.900 Dollar.

+++++ FINANZMARKT USA +++++

Nach den kräftigen Vortagesgewinnen zeigt sich die Wall Street am Donnerstag mit einer zweigeteilten Tendenz. Während es für die Standardwerte leicht nach unten geht, verzeichnen die Technologiewerte moderate Aufschläge. Die besser als erwartet ausgefallenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stützen das Sentiment nicht. Sie sind erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie im März unter die Marke von 1 Million gefallen. Es wurde ein Rückgang um 228.000 auf 963.000 verzeichnet. Volkswirte hatten nur ein Minus auf 1.100.000 vorhergesagt. Bessere Daten sind aus Marktsicht ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sprechen sie für eine stärkere Erholung der US-Wirtschaft. Auf der anderen Seite sinkt damit der Druck für zusätzliche geldpolitische und fiskalische Stimulierungsmaßnahmen. Weiter keine Neuigkeiten gibt es bei den Verhandlungen von Republikanern und Demokraten für ein neues US-Konjunkturprogramm. Bei den Einzelwerten geht es für die Cisco-Aktie 11,1 Prozent abwärts. Der Technologiekonzern hat in seinem Viertquartal zwar weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Allerdings wurden die Erwartungen übertroffen. Für Enttäuschung sorgt jedoch der Ausblick auf das laufende Quartal.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

Folgende Unternehmen veröffentlichen im weiteren Tagesverlauf Geschäftszahlen:

18:00 DE/Deutsche Euroshop AG, Ergebnis 1H, Hamburg

18:30 DE/Home24 SE, Ergebnis 1H, Berlin

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

Es stehen keine wichtigen Daten zur Veröffentlichung an.

+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Leichter - Bessere US-Arbeitsmarktdaten setzten am Nachmittag keine Akzente. Für Zurückhaltung sorgten die anhaltenden Unsicherheiten um ein neues US-Konjunkturpaket. Der Handel war derweil geprägt von einem letzten Aufbäumen der Berichtssaison, was den Ton in den Einzelaktien angab. Die Aktien der Deutschen Telekom schlossen 1,3 Prozent fester. Das zweite Quartal verlief laut Jefferies sehr gut, besonders in Deutschland, wo der Druck auf die Mobiltelefonie aufgrund von Covid-19 durch gute Umsätze im Festnetzbereich mehr als kompensiert worden sei. Mit einem Plus von 4,0 Prozent wurden die Halbjahreszahlen von United Internet im Handel honoriert. Für 1&1 Drillisch ging es nach Zahlen um 6,5 Prozent nach oben. RWE hat nach Abschluss der Eon-Transaktion im ersten Halbjahr 2020 erwartungsgemäß mehr verdient. Für das operative Ergebnis im Gesamtjahr wird RWE zuversichtlicher, mit der Aktie ging es um 2,6 Prozent aufwärts. Carlsberg verloren 5,8 Prozent. Die Anleger störten sich am Ausblick für 2020. Zurich Insurance schlossen nach Zahlen 2,6 Prozent niedriger. Nach roten Zahlen im abgelaufenen Quartal rechnet Thyssenkrupp (minus 16,3 Prozent) kurzfristig nicht mit einer schnellen Erholung. Nach dem Scheitern der Übernahme-Offerte durch Thermo Fisher verloren Qiagen nur 0,8 Prozent. Zum einen hatte sich ein Scheitern zuletzt zunehmend abgezeichnet. Zum anderen, und wesentlich wichtiger, wird nun spekuliert, dass neue Interessenten auf den Plan treten dürften. Die Tage der Wirecard-Aktie (minus 10,6 Prozent) in den Indizes in der DAX-Familie sind gezählt. Insolvente Unternehmen müssen künftig die DAX-Auswahl-Indizes kurzfristig verlassen. Das hat der Indexanbieter Stoxx am Mittwochabend mitgeteilt.

+++++ DEVISEN +++++

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DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:25 Uhr Mi, 17:17 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1817 +0,28% 1,1828 1,1792 +5,4%
EUR/JPY 126,31 +0,30% 126,07 126,14 +3,6%
EUR/CHF 1,0753 +0,03% 1,0759 1,0746 -1,0%
EUR/GBP 0,9035 -0,08% 0,9045 0,9041 +6,8%
USD/JPY 106,89 +0,02% 106,60 106,97 -1,7%
GBP/USD 1,3080 +0,36% 1,3077 1,3043 -1,3%
USD/CNH (Offshore) 6,9458 +0,16% 6,9370 6,9335 -0,3%
Bitcoin
BTC/USD 11.460,76 -0,39% 11.532,76 11.583,76 +59,0%

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Am Devisenmarkt baut der Euro seine Vortagesgewinne zwischenzeitlich noch leicht aus und steigt in der Spitze bis auf 1,1855 Dollar. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1817 Dollar. Für den Dollar-Index geht es um 0,3 Prozent nach unten.

+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Bis auf wenige Ausnahmen haben sich die asiatischen Börsen am Donnerstag mit zum Teil üppigen Aufschlägen gezeigt. Die Aktienkurse folgten damit den guten Vorgaben der Wall Street. Doch taten sich Händler mit Erklärungen schwer, denn einen unmittelbaren Treiber sahen sie nicht. Es waren Hoffnungen auf ein Abflauen der Corona-Pandemie, auf die baldige Verfügbarkeit eines Impfstoffes, auf die Einigung auf ein US-Coronahilfspaket im Kongress und auf ein Ende der US-chinesischen Spannungen, wenn sich Delegationen beider Länder am 15. August treffen. Immerhin meldeten einige besonders von der Corona-Pandemie betroffene US-Bundesstaaten rückläufige Fallzahlen bei Neuinfektionen und Krankenhausaufenthalten, aber von echter Entspannung konnte nicht gesprochen werden. Ausdruck der guten Stimmung war der deutliche Fall des japanischen Yen zum US-Dollar in den vergangenen zwei Tagen. Auch wenn sich der Yen am Morgen ganz leicht erholte, beflügelte die Yen-Schwäche den japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-225 stieg auf den höchsten Stand seit Februar. Elektronik- und Pharmawerte führten die Liste der Gewinner an. Während die Kurse in Schanghai stagnierten, verlor der HSI nach anfänglich freundlicher Tendenz 0,1 Prozent. Anleger zeigten sich wegen der anstehenden US-chinesischen Konsultationen nicht so optimistisch wie an den übrigen Börsen. In Südkorea zeigte sich der Kospi gut behauptet, womit der Index unter Tageshoch, aber noch immer auf dem höchsten Stand seit über zwei Jahren schloss.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR +++++

Lufthansa bricht Verhandlungen mit Verdi ab

Die Verhandlungen zwischen Verdi und der Lufthansa über ein Krisenpaket liegen auf Eis: Die Fluggesellschaft brach die Gespräche ab, wie beide Seiten mitteilten. Die Lufthansa erklärte, sie habe die Verhandlungen über Beiträge der mehr als 24.000 Bodenbeschäftigten des Konzerns zur Bewältigung der Corona-Krise und zu Kündigungsschutz "nach 20 ergebnislosen Verhandlungsrunden" beendet. Verdi warf dem Konzern eine "Verweigerungshaltung" vor.

Qiagen-Übernahme durch Thermo Fisher scheitert an Annahmeschwelle

Die geplante Übernahme von Qiagen durch Thermo Fisher ist gescheitert. Die im Juli gesenkte Annahmeschwelle wurde deutlich verfehlt. Der US-Laborausrüster Thermo Fisher kündigte daraufhin die Übernahmevereinbarung auf und das Biotech-Unternehmen Qiagen kündigte an, die Wachstumsstrategie mit dem Ziel einer deutlichen Wertsteigerung für Aktionäre und andere Interessengruppen weiter fortzusetzen.

Hofreiter: Wirecard-Untersuchungsausschuss "nahezu unausweichlich"

Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter erwartet die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zum Skandal und der Insolvenz des Finanzdienstleisters Wirecard. "Uns liegt nun die Beantwortung der Bundesregierung auf unseren 89 Fragen umfassenden Fragenkatalog vor. Die Antworten sind allerdings ernüchternd", sagte er der Rheinischen Post. "Die Bundesregierung scheint das ganze Ausmaß dieses Skandals weiterhin nicht zu verstehen." Die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses nach der Ende des Monats geplanten Sondersitzung des Finanzausschusses "wird somit nahezu unausweichlich", meinte Hofreiter.

Bund prüft Einstieg bei Aida und Georgsmarienhütte - Magazin

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 13, 2020 12:27 ET (16:27 GMT)

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