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MÄRKTE ASIEN/Positiv-Trend setzt sich durch - Gewinnmitnahmen in Seoul

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--An den asiatischen Börsen hat sich am Freitag im späten Geschäft eine positive Tendenz durchgesetzt. Zunächst hatten Abschläge dominiert, denn die Verhandlungen in den USA zwischen Republikanern und Demokraten über ein zweites Corona-Hilfspaket stecken in einer Sackgasse. Unter Investoren schwand die Hoffnung, dass es rasch zu einer Einigung kommen könnte. Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, sagte, beide Seiten befänden sich weiter "meilenweit voneinander entfernt".

Stattdessen schienen die Hoffnungen für die am Wochenende stattfindenden Gesprächen zwischen Delegationen aus China und den USA doch wieder gestiegenen zu sein, nachdem die Erwartungen zuvor noch gesunken waren. "Die US-chinesischen Handelsgespräche dürften weder signifikante noch schnelle Ergebnisse liefern, denn China liegt mit dem Kauf von US-Produkten im Rückstand", hieß von den OCBC-Analysten. Allerdings könnte US-Präsident Donald Trump im Wahlkampf einen Erfolg gut gebrauchen, so Händler.

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China-Daten wenig überzeugend
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Daten aus China wurden im Sitzungsverlauf nicht mehr ganz so negativ wie zunächst gewertet. Die Industrieproduktion Chinas war im Juli zwar weiter gewachsen, die Erwartungen der Volkswirte wurden jedoch verfehlt. Dazu gesellten sich schwache Einzelhandelsdaten in China. Händler kommentierten die Werte als Dämpfer für die Hoffnung einer schnellen Konjunkturerholung. Andererseits belegten sie aber, dass sich die Wirtschaft der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erhole.

Der Nikkei-225 hielt sich mit 0,2 Prozent knapp im Plus. Unterstützung kam wieder einmal vom schwächelnden Yen. Zwar erholte sich dieser am Morgen etwas, auf Tagessicht standen aber Verluste zu Buche. Ein schwacher Yen steigert die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Exportwirtschaft. Aufschläge bei Pharma- und Versicherungswerten machten Verluste in den Bereichen Automobilbau und Immobilien wett. Dentsu zogen um 2,2 Prozent an. Trotz eines Gewinneinbruchs um 67 Prozent hatte die Werbeagentur die Erwartungen im zweiten Quartal übertroffen.

In China drehten die Indizes ins Plus. Schanghai-Composite, Shenzhen-Composite und ChiNext stiegen um 1,2 bzw. 1,3 und 1,8 Prozent. Die Käufer seien über Hongkong aus Übersee gekommen, hieß es. Über die Sonderverwaltungszone können Ausländer auch auf dem chinesischen Kernland Aktien handeln. China Life schossen um 10 Prozent empor, Analysten von Bocom äußerten sich positiv zum Neugeschäft. In den kommenden Woche werden in China viele Versicherungen Geschäftszahlen vorlegen. In Hongkong zeigte sich der HSI gleichwohl etwas leichter.

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Gewinnmitnahmen in Südkorea
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Mit 1,2 Prozent ging es in Südkorea gegen den regionalen Trend etwas deutlicher bergab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Mehrjahreshochs des Kospi - begünstigt durch die schwachen Konjunktursignale aus China. Auf Wochensicht verbuchte der Leitindex noch immer ein Plus von 2,4 Prozent. Chemie- und Internettitel führten die Liste der Verlierer an.

In Sydney erholte sich der Markt von den Vortagesabgaben. Der Technologiesektor gewann dank der guten US-Vorlagen 4,2 Prozent. Händler begrüßten die steigende Industrieproduktion in China, denn Australien ist ein wichtiger Rohstofflieferant der chinesischen Industrie. Notenbankgouverneur Philip Lowe machte indes Spekulationen auf weitere Stimuli einen Strich durch die Rechnung. Zugleich sprach er sich für einen schwachen Austral-Dollar aus. Dieser sei allerdings aktuell nicht überbewertet. NAB stiegen um 1,2 Prozent, nachdem die Bank Drittquartalszahlen vorgelegt hatte. Die Zinsmarge wurde stabil gehalten. Iluka gaben um 0,8 Prozent nach, das Unternehmen hatte die Dividende nach schwachen Halbjahreszahlen kassiert.

Der NZX-50 in Neuseeland schloss etwas leichter. Anleger zeigten sich nervös, weil die Regierung über eine Verlängerung des Lockdowns in der größten Stadt des Landes Auckland entscheiden will.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 6.126,20 +0,58% -8,35% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) 23.289,36 +0,17% -1,72% 08:00
Kospi (Seoul) 2.407,49 -1,23% +9,55% 08:00
Schanghai-Comp. 3.360,10 +1,19% +10,16% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 25.147,14 -0,33% -10,52% 10:00
Taiex (Taiwan) 12.796,21 +0,52% +6,66% 07:30
Straits-Times (Sing.) 2.583,16 -0,49% -19,45% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.564,23 -0,77% -0,78% 11:00
BSE (Mumbai) 38.398,78 +0,23% -7,04% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 09:54 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1804 -0,1% 1,1815 1,1824 +5,3%
EUR/JPY 126,01 -0,3% 126,35 126,14 +3,4%
EUR/GBP 0,9029 -0,2% 0,9043 0,9047 +6,7%
GBP/USD 1,3074 +0,0% 1,3067 1,3073 -1,4%
USD/JPY 106,74 -0,2% 106,94 106,66 -1,8%
USD/KRW 1185,13 +0,0% 1185,12 1183,78 +2,6%
USD/CNY 6,9478 +0,0% 6,9451 6,9447 -0,2%
USD/CNH 6,9453 -0,1% 6,9498 6,9416 -0,3%
USD/HKD 7,7504 -0,0% 7,7505 7,7504 -0,5%
AUD/USD 0,7153 +0,1% 0,7147 0,7163 +2,1%
NZD/USD 0,6541 -0,1% 0,6547 0,6569 -2,8%
Bitcoin
BTC/USD 11.741,01 +0,4% 11.697,51 11.511,76 +62,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 41,98 42,24 -0,6% -0,26 -27,3%
Brent/ICE 44,67 44,96 -0,6% -0,29 -28,0%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.949,09 1.953,70 -0,2% -4,61 +28,5%
Silber (Spot) 26,83 27,58 -2,7% -0,75 +50,3%
Platin (Spot) 958,95 961,28 -0,2% -2,33 -0,6%
Kupfer-Future 2,83 2,81 +0,7% +0,02 +0,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

August 14, 2020 04:24 ET (08:24 GMT)

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