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MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Evergrande-Talfahrt setzt sich fort

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Zum Wochenausklang war an den Börsen in Ostasien und Australien keine einheitliche Tendenz auszumachen. Vielerorts verhinderten Konjunktursorgen eine Erholung von den jüngsten Kursverlusten, sagten Marktteilnehmer. Die Vorgaben aus den USA waren leicht negativ. Dort hatten es selbst überraschend starke Einzelhandelsdaten nicht geschafft, die Stimmung unter den Anlegern aufzuhellen, weil sie zugleich Inflationsspekulationen schürten.

Zur Zurückhaltung in Asien trug bei, dass viele Börsen der Region vor einem langen Feiertagswochenende stehen. In Japan findet am Montag und Donnerstag kein Handel statt, in Schanghai bleibt die Börse am Montag und Dienstag geschlossen, in Hongkong am Mittwoch. In Südkorea ruht der Börsenhandel von Montag bis einschließlich Mittwoch.

In Tokio legte der Nikkei-225-Index um 0,6 Prozent zu. Der japanische Aktienmarkt habe von der Hoffnung auf weitere Wirtschaftsstimuli profitiert, hieß es. Der Kurs von Nippon Steel fiel um rund 6 Prozent, nachdem der Stahlkonzern die Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung angekündigt hatte.

In Schanghai (plus 0,2 Prozent) schafften die Kurse kurz vor Handelsschuss den Dreh ins Plus, doch lasteten noch immer die schwachen chinesischen Konjunkturdaten vom Mittwoch, die Zweifel am Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt geweckt hatten.

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HSI leicht erholt - Evergrande setzen Talfahrt fort
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Dagegen machte der Hang-Seng-Index (HSI) in Hongkong nach der Verlustserie der vergangenen Tage im späten Handel 0,6 Prozent gut. Der Index war zuletzt vom immer restriktiveren Vorgehen der chinesischen Behörden gegen heimische Internetunternehmen belastet worden.

Dazu kam die Sorge, der finanziell schwer angeschlagene Immobilienriese China Evergrande könnte endgültig zahlungsunfähig werden und damit einen Crash des Immobilienmarkts auslösen, aber auch Banken in Mitleidenschaft ziehen. Am Mittwoch hatte die chinesische Regierung gewarnt, dass der Konzern fällige Kreditzinsen nicht zahlen könne.

Evergrande standen auch am Freitag unter Druck. Zeitweise verloren die Titel fast 12 Prozent, im späten Handel reduzierte sich das Minus auf 4,5 Prozent. Aktien der vier größten chinesischen Banken, die auch von einem Evergrande-Zahlungsausfall betroffen sein könnten, verbuchten moderatere Verluste, hatten aber ebenfalls am Vortag schon Abgaben verzeichnet. ICBC sanken um 1,6 Prozent, China Construction Bank um 1,4 Prozent, Agricultural Bank of China um 1,9 Prozent und Bank of China 1,4 Prozent.

Marktteilnehmer fürchten, dass ein Zusammenbruch des Unternehmens weite Kreise ziehen und neben Banken auch Bauunternehmen und Zulieferer belasten und nicht zuletzt das Verbrauchervertrauen in China beschädigen könnte. Die Preise für Baustahl gaben am Futures-Markt in Schanghai um über 2 Prozent nach.

Fallende Rohstoffpreise drückten den australischen Aktienmarkt um 0,8 Prozent. Rohstoffwerte verloren im Schnitt 4 Prozent, belastet vor allem vom Rückgang der Eisenerzpreise. Fortescue brachen um 11 Prozent ein, nachdem die UBS die Aktie des Bergbaukonzerns, der vorwiegend Eisenerz abbaut, zum Verkauf empfohlen hatte. BHP und Rio Tinto verbilligten sich um 3,7 und 4,7 Prozent.

Der südkoreanische Aktienmarkt schloss 0,3 Prozent höher. Berichte, dass Korean Air Lines (plus 2,7 Prozent) im Oktober den Kerosinzuschlag auf internationalen Flügen senken wolle, gaben Auftrieb. An ihrem ersten Handelstag sprang die Aktie des Werftbetreibers Hyundai Heavy Industries um 86 Prozent.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende
S&P/ASX 200 (Sydney) 7.403,70 -0,8% +12,4% 08:00
Nikkei-225 (Tokio) 30.500,05 +0,6% +10,5% 08:00
Kospi (Seoul) 3.140,51 +0,3% +9,3% 08:00
Schanghai-Comp. 3.613,97 +0,2% +4,1% 09:00
Hang-Seng (Hongk.) 24.822,67 +0,6% -9,4% 10:00
Taiex (Taiwan) 17.276,79 -0,0% +17,3% 07:30
Straits-Times (Sing.) 3.057,84 -0,2% +7,8% 11:00
KLCI (Malaysia) 1.545,44 -0,6% -4,4% 11:00
BSE (Mumbai) 59.573,17 +0,7% +24,5% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 9:15 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1783 +0,1% 1,1769 1,1788 -3,5%
EUR/JPY 129,41 +0,2% 129,13 128,93 +2,6%
EUR/GBP 0,8539 +0,1% 0,8531 0,8529 -4,4%
GBP/USD 1,3799 +0,0% 1,3794 1,3822 +0,9%
USD/JPY 109,84 +0,1% 109,73 109,37 +6,4%
USD/KRW 1.176,85 +0,1% 1.175,38 1.173,32 +8,4%
USD/CNY 6,4506 -0,1% 6,4578 6,4405 -1,2%
USD/CNH 6,4474 -0,1% 6,4538 6,4388 -0,9%
USD/HKD 7,7829 +0,0% 7,7827 7,7837 +0,4%
AUD/USD 0,7316 +0,3% 0,7294 0,7317 -5,0%
NZD/USD 0,7080 +0,1% 0,7072 0,7110 -1,4%
Bitcoin
BTC/USD 47.950,76 +0,6% 47.679,51 48.414,51 +65,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 72,28 72,61 -0,5% -0,33 +50,6%
Brent/ICE 75,42 75,67 -0,3% -0,25 +48,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.763,88 1.753,65 +0,6% +10,23 -7,1%
Silber (Spot) 23,00 22,98 +0,1% +0,02 -12,9%
Platin (Spot) 945,63 937,00 +0,9% +8,63 -11,7%
Kupfer-Future 4,28 4,28 +0,1% +0,00 +21,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

September 17, 2021 03:39 ET (07:39 GMT)

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