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MÄRKTE EUROPA/Abwartend - Software AG nach Prognosesenkung schwach

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte treten am Dienstagmittag mehr oder weniger auf der Stelle. Damit ändert sich weiterhin nichts an der übergeordneten Konsolidierung an den Börsen. "Der Markt dürfte seitwärts laufen, bis klare Tendenzen aus der Berichtssaison erkennbar sind", sagt ein Händler. Die zentralen Fragen, auf die sich der Markt Antworten erhoffe, seien der Umgang mit den Problemen der Lieferketten und der Inflation und deren Auswirkung auf die Erträge.

Hier wolle man hören, dass die Preissetzungsmacht der Unternehmen stark genug sei und der Kostenschub durch Energiepreise auf den Kunden umgelegt werden könne. Zumindest in den USA sehe dies bisher ordentlich aus, dort hätten über 80 Prozent der bisher berichteten Unternehmen die Gewinnerwartungen übertreffen können. Der DAX steigt um 0,2 Prozent auf 15.500 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 4.164 nach oben.

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Software AG senkt die Prognose
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Nach einer gesenkten Prognose stürzen Software AG um 13 Prozent ab. "Das dürfte viele auf dem falschen Fuß erwischen", kommentiert ein Händler die Warnung vom Vorabend. Die Auftragseingänge der Software AG liegen im dritten Quartal unter den Erwartungen der Analysten von Bryan Garnier. Trotz des zweistelligen Wachstums wirkten die Order bei Digital enttäuschend, da sie zum unteren Rand der vorherigen Prognosespanne hin korrigiert worden seien.

Die Flut an Abstufungen für Teamviewer scheint indes kein Ende zu nehmen, für den Wert geht es um weitere 6,3 Prozent nach unten. Die jüngst gesenkten Margenerwartungen und der trübe Ausblick haben auch bei Berenberg eine veränderte Einschätzung zum Unternehmen und zur Aktie bewirkt.

Leicht positiv wertet ein Händler die Beteiligung von Delivery Hero (+1,5%) an Gorillas. In die Aktie könne man dies aber nicht konkret einpreisen. "Das sind strategische Maßnahmen, um überall den Fuß in der Tür zu haben, auch bei möglichen Konsolidierungen im Sektor", so der Händler. Gorillas habe sich in der aktuellen Finanzierungsrunde rund 1 Milliarde Dollar besorgt, Delivery Hero habe sich mit rund 8 Prozent oder 200 Millionen Euro daran beteiligt.

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Ericsson nach Zahlen im Minus
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Nach Zahlenausweis geht es für Ericsson um 1 Prozent nach unten. Laut Citigroup sind die Umsätze der Schweden im dritten Quartal etwa 3 Prozent hinter den Konsenserwartungen zurückgeblieben, da die kräftige Nachfrage ohne China und höhere Beiträge für Patente durch Lieferkettenbeschränkungen kompensiert worden seien. Die Lieferkettenbeschränkungen könnten für 2022 Potenzial nach oben eröffnen, da die Nachfragetrends weiter unterstützten.

Nach Geschäftszahlen fallen Tele2 um 4,5 Prozent. Im Blick steht der Ausblick - dieser wird im Handel als konservativ eingestuft. Wie Jefferies anmerkt, hat das Unternehmen den Ausblick nur bestätigt, während am Markt über eine mögliche Anhebung des EBITDA-Ziels diskutiert worden sei.

BHP steigen trotz eines schwächeren Produktionsberichts um 1,6 Prozent. Analysten zeigen sich relativ entspannt: So heißt es von Macquarie, während Kohle, Kupfer und Eisenerz etwas schwächer ausgefallen seien, sei dies vom Energiebereich aufgefangen worden. Dazu gehe die geringere Produktion nicht auf Nachfragerückgänge, sondern auf Wartungsaktiviäten zurück. Bei Jefferies sieht man zudem Unterstützung durch steigende Preise für die wichtigsten Rohstoffe bei BHP.

Etwas überrascht über das vermeintliche Ausmaß der Probleme in Österreich äußert sich ein Händler zu Bet-at-Home: "Dass es da Kundenklagen gibt, war bekannt, aber dass man sich gleich aus dem Land zurückzieht, hat doch eine andere Dimension". Noch belastender sei aber, dass das EBITDA wegen Rückstellungen dafür in den negativen Bereich falle und die Vorlage der Quartalszahlen verschoben werde. Die Aktien brechen um mehr als 16 Prozent ein.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.164,07 +0,3% 12,67 +17,2%
Stoxx-50 3.610,90 +0,1% 3,73 +16,2%
DAX 15.499,93 +0,2% 25,46 +13,0%
MDAX 34.463,84 +0,2% 74,19 +11,9%
TecDAX 3.715,14 -0,2% -6,52 +15,6%
SDAX 16.718,54 +0,3% 57,90 +13,2%
FTSE 7.210,39 +0,1% 6,56 +11,5%
CAC 6.675,96 +0,0% 2,86 +20,3%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,13 +0,02 +0,44
US-Zehnjahresrendite 1,60 +0,00 +0,68

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:10 Uhr Mo, 17:34 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1662 +0,4% 1,1654 1,1604 -4,5%
EUR/JPY 133,08 +0,3% 132,96 132,59 +5,5%
EUR/CHF 1,0717 -0,1% 1,0728 1,0719 -0,9%
EUR/GBP 0,8436 -0,2% 0,8458 0,8458 -5,5%
USD/JPY 114,12 -0,2% 114,09 114,26 +10,5%
GBP/USD 1,3825 +0,7% 1,3779 1,3719 +1,2%
USD/CNH (Offshore) 6,3829 -0,7% 6,3972 6,4277 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 62.088,01 +0,5% 62.346,25 61.855,01 +113,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 83,49 82,44 +1,3% 1,05 +74,5%
Brent/ICE 84,94 84,33 +0,7% 0,61 +67,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.777,78 1.764,88 +0,7% +12,91 -6,3%
Silber (Spot) 23,73 23,18 +2,4% +0,56 -10,1%
Platin (Spot) 1.055,45 1.038,98 +1,6% +16,48 -1,4%
Kupfer-Future 4,78 4,73 +1,2% +0,06 +35,7%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

October 19, 2021 06:51 ET (10:51 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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