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MÄRKTE EUROPA/Aktien erwischen guten Start in die Woche

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte starten freundlich in die neue Woche. Der DAX gewinnt am Mittag 0,9 Prozent auf 15.750 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,8 Prozent auf 4.203 Punkte. Die Nachrichtenlage ist zum Start in die Woche dünn. Nachdem die EZB in der Vorwoche einen leicht positiven Impuls für die Risikoassets geliefert hatte und die europäischen Staatsanleihen weiterhin keine positive Rendite liefern, werden auch im Hinblick auf die jüngsten Inflationsdaten Aktien gekauft. Hier sollen die Werte aus dem Immobiliensektor einen gewissen Inflationsschutz bieten, heißt es an der Börse. In Deutschland legt der Immobilien-Index im Gleichklang mit den DAX um 0,8 Prozent zu.

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Richtungswahl für Deutschland, nicht für den Aktienmarkt
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Die zukünftige Regierung dürfte, egal in welcher Zusammensetzung, eher den Weg des geringsten Widerstands gehen und mit gezielten Ausgabenprogrammen und Subventionen den klimaneutralen Umbau der Wirtschaft und des privaten Verbrauchs voranbringen. Ein solches massive Konjunkturprogramm dürften nach Einschätzung von Eckhard Schulte, Manager des MainSky Macro Allocation Fund, von der Wirtschaft und dem Aktienmarkt positiv aufgenommen werden, auch wenn zunächst die Unsicherheit über die neue Regierung für eine kurzfristige Belastung sorgen könnte.

Schäubles "schwarze Null" dürfte mit einer Ampel-Koalition endgültig der Vergangenheit angehören. Die Finanzierung der neuen Schulden würde weiterhin die Europäische Zentralbank ganz im Sinne der Modern Monetary Theory übernehmen. Nach dem "offiziellen" Auslaufen des Pandemie-Notkaufprogramms (PPP) im März dürfte die Notenbank entweder das bestehende Anleihekaufprogramm (APP) aufstocken oder ein neues Anleihekaufprogramm auf den Weg bringen. Die dadurch ausgelöste Deckelung der Renditen am Anleihemarkt wäre ein weiterer positiver Faktor für Sachanlagen, zu denen auch Aktien gehörten.

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Zooplus springen nach erhöhtem Gebot nach oben
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Zooplus steigen um 8,5 Prozent auf 471 Euro. Hier hatte über Nacht Hellmann & Friedmann das Übernahmeangebot von 390 auf 460 Euro je Aktie erhöht. Da es weitere Interessenten gibt, spekulieren Marktteilnehmer offensichtlich auf noch höhere Gebote. Deshalb wird die Aktie an der Börse mit einem Aufschlag zu dem erhöhten Gebot gehandelt.

Fraport ziehen um 1,2 Prozent an. Zum einen zeigten die Verkehrszahlen von Fraport, wie stark die Nach-Corona-Erholung verlaufe. Hier stiegen die Passagierzahlen um 123 Prozent im August zum Vorjahr. Gleichzeitig geht die Nachfrage im Cargo-Geschäft weiter ungebremst nach oben. "Dazu kommen auch neue Bewertungsspielräume", kommentiert ein Händler mit Blick auf Sydney. Der dortige Flughafen hat zum dritten Mal ein erhöhtes Übernahmeangebot durch ein Infrastruktur-Konsortium erhalten. "Das untermauert, wie attraktiv der konstante Cashflow von einem Flugplatzbetreiber in normalen Zeiten ist", so der Händler.

Auf der anderen Seite geben United Internet 2,2 Prozent ab. Der Telekom-Konzern beendet sein Aktienrückkaufprogramm vorzeitig. Als Grund für die plötzliche Vorstandsentscheidung nannte eine Sprecherin die "derzeit geringen Handelsvolumina" in der United-Internet-Aktie. Man werde zu gegebener Zeit entscheiden, ob das Programm noch einmal neu aufgesetzt werde oder ob es Alternativen dazu gebe, sagte sie auf Anfrage.

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Crash in Valneva - Großbritannien kündigt Vertrag
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Einen Kurs-Crash legen die Aktien vom französischen Impfstoffhersteller Valneva hin. In Paris sackt der Kurs um 36 Prozent ab, nachdem die britische Regierung dem französischen Biotech-Unternehmen den vereinbarten Liefervertrag für seinen Covid-19-Impfstoff-Kandidaten VLA2001 gekündigt hat. Die Regierung habe behauptet, dass Valneva gegen seine Verpflichtungen aus dem Vertrag verstoßen habe. Valneva bestreite dies jedoch vehement. Trotz des Rückschlags soll das Entwicklungsprogramm für den Impfstoff fortgesetzt werden. Im vierten Quartal werden Ergebnisse aus der klinischen Phase 3 erwartet, noch Ende 2021 rechne Valneva mit einer Zulassung.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.206,32 +0,9% 35,97 +18,4%
Stoxx-50 3.590,21 +0,8% 26,91 +15,5%
DAX 15.764,24 +1,0% 154,43 +14,9%
MDAX 36.024,39 -0,2% -67,73 +17,0%
TecDAX 3.914,35 -0,7% -28,97 +21,8%
SDAX 17.120,75 +0,5% 80,58 +16,0%
FTSE 7.075,27 +0,7% 46,07 +8,8%
CAC 6.714,90 +0,8% 51,13 +21,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,33 0 +0,24
US-Zehnjahresrendite 1,33 -0,01 +0,42

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:04 Fr, 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1786 -0,2% 1,1795 1,1829 -3,5%
EUR/JPY 129,78 -0,0% 129,79 129,96 +2,9%
EUR/CHF 1,0873 +0,2% 1,0842 1,0855 +0,6%
EUR/GBP 0,8525 -0,2% 0,8531 0,8542 -4,6%
USD/JPY 110,11 +0,2% 110,04 109,88 +6,6%
GBP/USD 1,3826 -0,1% 1,3827 1,3848 +1,2%
USD/CNH (Offshore) 6,4511 +0,1% 6,4491 6,4374 -0,8%
Bitcoin
BTC/USD 44.659,01 -1,4% 44.694,76 45.143,26 +53,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 70,64 69,72 +1,3% 0,92 +47,1%
Brent/ICE 73,83 72,92 +1,2% 0,91 +45,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.788,79 1.787,66 +0,1% +1,13 -5,8%
Silber (Spot) 23,66 23,74 -0,3% -0,07 -10,3%
Platin (Spot) 956,90 961,65 -0,5% -4,75 -10,6%
Kupfer-Future 4,44 4,45 -0,3% -0,01 +25,8%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

September 13, 2021 06:39 ET (10:39 GMT)

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