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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Valneva haussieren

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen am Montagnachmittag die Verluste aus. Im Handel ist von Gewinnmitnahmen nach der kleinen Rally der Vorwoche die Rede. Die Konsolidierung sei begrüßenswert, heißt es. Charttechnisch stelle diese kein Risiko dar. Fundamental belasten enttäuschende Wachstumszahlen aus China bei zugleich weiter anziehenden Rohstoffpreisen. Der DAX gibt 0,8 Prozent nach auf 15.456 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt 0,9 Prozent auf 4.144 Zähler.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt leidet unter den jüngsten Lockdowns sowie galoppierenden Strompreisen. Das chinesische BIP-Wachstum hat sich daher im dritten Quartal mit 4,9 Prozent stärker verlangsamt als mit 5,1 Prozent erhofft. Die Industrieproduktion ging mit 3,9 Prozent noch stärker zurück als Volkswirte prognostiziert hatten. Auch die Daten zur US-Industrieproduktion und -Kapazitätsauslastung im September sind unter den Erwartungen ausgefallen.

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Berichtssaison im Blick - Philips senkt den Ausblick
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In den kommenden Tagen nimmt die Berichtssaison in Europa weiter Fahrt auf. Für die Konzerne im breiten Stoxx-600-Index erwarten Analysten eine deutliche Erholung der Gewinne vom Corona-Dämpfer des Vorjahresquartals. Allerdings schätzen sie, dass die Gewinne rund 10 Prozent niedriger ausgefallen sein könnten als im zweiten Quartal. Der stärkste Rückgang wird bei Autoherstellern und Finanzunternehmen erwartet. Für den Autosektor geht es europaweit im Schnitt um 2 Prozent nach unten.

Auch die Aktien von Luxusgüterherstellern liegen zu Wochenbeginn sehr schwach im Markt. Hintergrund sind die enttäuschende Wirtschaftsdaten aus China. China war in den vergangenen Jahr der mit Abstand wichtigste Wachstumsmarkt für die Branche. LVMH geben 2,3 Prozent nach, Kering 2,8 Prozent, Hugo Boss 2,2 Prozent oder Burberry 2,1 Prozent.

Geschäftszahlen zum dritten Quartal hat der niederländische Medizinkonzern Philips vorgelegt. Die Aktien geben 3,8 Prozent ab. Im Blick steht der gesenkte Ausblick. Philips erwartet nun wegen der Lieferkettenprobleme einen geringeren Umsatzanstieg als zuvor. Nach Ansicht von Jefferies kommt die Prognosesenkung nicht ganz überraschend. Die Umsatzeinbußen gingen vornehmlich auf die Probleme mit dem Beatmungsprodukt zurück, aber auch auf hohe Basiseffekte.

Playtech haussieren an der Börse in London um fast 60 Prozent auf 679 Pence und notieren damit knapp unter den gebotenen 680 Pence. Das Unternehmen hatte am Sonntag der Übernahme in Höhe von 2,1 Milliarden Pfund durch das an der australischen Börse notierten Unternehmens für Spielinhalte und -technologie, Aristocrat Leisure, zugestimmt. Damit hält die Konsolidierung im Sektor weiter an. Playtech ist Marktführer bei B2B-Lösungen und Plattformen für Sportwetten.

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Valneva mit vielversprechenden Ergebnissen der Phase-3-Studie seines Impfstoffkandidaten
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Auch Valneva haussieren mit Aufschlägen von 36 Prozent. Das Biotechnologie-Unternehmen hat vielversprechende Ergebnisse der Phase-3-Studie seines Impfstoffkandidaten veröffentlicht. Dieser habe beide primäre Endziele erreicht. Der Impfstoffkandidat weise einen höheren Wirkungsgrad als der von Astrazeneca auf bei zugleich weniger Nebenwirkungen. Astrazeneca verlieren 1,2 Prozent.

Für die Aktie von Umicore geht es um 5 Prozent nach unten. Das Unternehmen wird beim Ausblick vorsichtiger und erwartet nun beim 2021er bereinigten EBIT rund 1 Milliarde Euro. Dies liegt im Rahmen der Erwartungen, der Konsens geht aktuell von 1,01 Milliarden aus. Grund seien die gedrosselte Automobilproduktion gepaart mit höheren Transport- und Energiekosten, heißt es von Markteilnehmern. Zudem verschiebe sich der Start der Produktion in Polen nochmals und werde nun für das zweite Quartal 2022 erwartet.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.143,94 -0,9% -38,97 +16,6%
Stoxx-50 3.601,54 -0,7% -26,51 +15,9%
DAX 15.455,63 -0,8% -131,73 +12,7%
MDAX 34.293,54 -0,2% -64,87 +11,4%
TecDAX 3.710,23 -0,4% -16,01 +15,5%
SDAX 16.624,68 +0,0% 1,75 +12,6%
FTSE 7.189,88 -0,6% -44,15 +12,0%
CAC 6.661,61 -1,0% -65,91 +20,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,15 +0,02 +0,43
US-Zehnjahresrendite 1,60 +0,03 +0,68

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:10 Uhr Fr, 17:21 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1603 +0,0% 1,1579 1,1603 -5,0%
EUR/JPY 132,53 -0,0% 132,29 132,47 +5,1%
EUR/CHF 1,0723 +0,0% 1,0713 1,0714 -0,8%
EUR/GBP 0,8450 +0,2% 0,8438 0,8432 -5,4%
USD/JPY 114,22 -0,1% 114,24 114,17 +10,6%
GBP/USD 1,3732 -0,2% 1,3724 1,3761 +0,5%
USD/CNH (Offshore) 6,4284 -0,1% 6,4357 6,4333 -1,1%
Bitcoin
BTC/USD 61.787,51 +1,8% 62.391,76 59.798,01 +112,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 82,95 82,28 +0,8% 0,67 +73,4%
Brent/ICE 85,34 84,86 +0,6% 0,48 +68,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.768,63 1.767,61 +0,1% +1,02 -6,8%
Silber (Spot) 23,17 23,31 -0,6% -0,14 -12,2%
Platin (Spot) 1.039,33 1.059,95 -1,9% -20,63 -2,9%
Kupfer-Future 4,71 4,73 -0,4% -0,02 +33,6%
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

END) Dow Jones Newswires

October 18, 2021 10:07 ET (14:07 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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