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MÄRKTE EUROPA/Börsen kommen nach EZB etwas zurück - Euro steigt

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen geben nach der geldpolitischen Entscheidung der EZB einen Teil ihrer Gewinne ab. Die EZB hat wie erwartet die Geldpolitik bestätigt und zugleich ihre Forward Guidance angepasst. Der EZB-Rat geht ab jetzt davon aus, dass die EZB-Leitzinsen so lange auf ihrem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau bleiben, bis er einen Anstieg der Inflation auf ihr Ziel von 2 Prozent deutlich vor dem Ende des Projektionszeitraums und dauerhaft für den Rest dieses Zeitraums erkennen kann. Auch wird ein moderates temporäres Überschreiten des Inflationsziels von 2 Prozent akzeptiert.

Im Handel heißt es, dass einige Anleger auf einen noch taubenhafteren Ton gesetzt haben dürften. Für eine gewisse Enttäuschung habe gesorgt, dass es keine Änderungen bei den Wertpapierkäufen gegeben habe. Nach Einschätzung der DWS bleibe es im Prinzip dabei, dass die Geldschleusen der EZB noch für eine sehr lange Zeit offen bleiben werden. Die neue geldpolitische Strategie mit dem symmetrischen Inflationsziel von zwei Prozent gebe der EZB dazu den Raum und der werde genutzt. Mit der Betonung auf das dauerhafte Erreichen des Inflationsziels gebe sie sich den Rahmen, sogar noch länger auf dem Gaspedal zu bleiben.

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Berichtssaison läuft auf Hochtouren
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Der DAX klettert nur noch um 0,4 Prozent auf 15.480 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 0,6 Prozent auf 4.052 Punkte. Am Devisenmarkt hat der Euro volatil auf die Beschlüsse reagiert. Aktuell notiert die Einheitswährung mit 1,1820 Dollar aber über dem Niveau von vor Bekanntgabe der Beschlüsse. Auch an den Anleihemärkten kam es zu Schwankungen. Zehnjährige Bundesanleihen notieren aber in der Zwischenzeit wieder wenig verändert.

Für Verunsicherung sorge zwar weiter die Ausbreitung der Delta-Variante des Corona-Virus vor allem in Ländern, die ihre Restriktionen frühzeitig gestrichen hätten, zum Wochenstart seien diese Sorgen aber über Gebühr hochgespielt worden, heißt es im Handel. Schwächer sind derweil die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA ausgefallen.

Auf Unternehmensseite steht die Berichtssaison im Blick. Der Pharmakonzern Roche hat Halbjahreszahlen vorgelegt, die insgesamt als solide bezeichnet werden, auch wenn der Umsatz nur im erwarteten Rahmen gelegen habe. Das Momentum scheine etwas herauszugehen, heißt es. Der Kurs verliert 3 Prozent.

Beim Maschinenbauer ABB geht es um 1,2 Prozent nach oben, nachdem der Gewinn des Siemens-Wettbewerbers die Prognose um knapp 20 Prozent übertroffen hat, der Umsatz um etwa 3 Prozent. Aufgrund des stabilen Wachstumstrends und der hohen Dividendenrendite von über 4 Prozent sei die Aktie nicht hoch bewertet, so ein Händler.

In der Breite über den Erwartungen liegen die Geschäftszahlen von Givaudan. "Der freie Cashflow liegt allerdings mit 186 Millionen Franken deutlich unter der Schätzung von 311 Millionen", moniert ein Marktteilnehmer an den Zahlen des Symrise-Konkurrenten. Givaudan fallen um 1,9 Prozent, Symrise geben um 0,2 Prozent nach.

Nach guten Halbjahreszahlen rücken Rational 3,8 Prozent vor.

Beim Konsumgüterriesen Unilever geht es nach Zahlen gleich um 5,9 Prozent nach unten. Der Ausblick sei schwach ausgefallen, heißt es im Handel. Das Kursminus erscheine aber übertrieben.

Beim französischen Werbekonglomerat Publicis (+1,6%) hat sich derweil das organische Wachstum im zweiten Quartal noch einmal deutlich beschleunigt.

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Rücksetzer bei Alstria Office
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Mit einem Rücksetzer von 5,9 Prozent zeigen sich Alstria Office. Der Immobilienkonzern teilte mit, derzeit gebe es keine Verhandlungen mit dem Aktionär Brookfield Asset Management zu einem möglichen Übernahmeangebot. Berichte darüber hatten den Kurs um 9 Prozent zuvor getrieben.

Stratec ziehen um 3,8 Prozent an, nachdem der Hersteller vollautomatischer Analysensysteme im Bereich klinische Diagnostik und Biotechnologie die Umsatzprognose erhöht hat. Beim Personaldienstleister Amadeus Fire kommen die Zahlen besonders gut an, der Kurs steigt um 5,4 Prozent. Das operative Ergebnis im ersten Halbjahr übertraf das Niveau des ersten Halbjahres 2020 um knapp 70 Prozent und lag damit auch 68 Prozent über dem des ersten Halbjahrs 2019, also vor der Pandemie.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.058,70 +0,8% 32,02 +14,2%
Stoxx-50 3.509,84 -0,0% -1,24 +12,9%
DAX 15.508,40 +0,6% 85,90 +13,1%
MDAX 34.882,63 +1,1% 379,15 +13,3%
TecDAX 3.640,12 +1,3% 45,30 +13,3%
SDAX 16.222,81 +0,9% 146,28 +9,9%
FTSE 6.966,35 -0,5% -31,93 +8,3%
CAC 6.486,51 +0,3% 22,03 +16,8%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,41 -0,01 +0,17
US-Zehnjahresrendite 1,27 -0,02 +0,35

DEVISEN zuletzt +/- % Do,8:20 Mi, 17:16 % YTD
EUR/USD 1,1816 +0,2% 1,1793 1,1792 -3,3%
EUR/JPY 130,14 +0,0% 129,93 130,13 +3,2%
EUR/CHF 1,0828 +0,0% 1,0822 1,0832 +0,2%
EUR/GBP 0,8585 -0,2% 0,8592 0,8621 -3,9%
USD/JPY 110,14 -0,1% 110,18 110,35 +6,6%
GBP/USD 1,3765 +0,4% 1,3730 1,3679 +0,7%
USD/CNH (Offshore) 6,4702 +0,1% 6,4686 6,4673 -0,5%
Bitcoin
BTC/USD 32.047,76 +0,7% 32.046,76 31.859,26 +10,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 70,54 70,30 +0,3% 0,24 +46,4%
Brent/ICE 72,47 72,23 +0,3% 0,24 +41,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.800,97 1.803,55 -0,1% -2,58 -5,1%
Silber (Spot) 25,09 25,28 -0,7% -0,18 -4,9%
Platin (Spot) 1.081,55 1.083,43 -0,2% -1,88 +1,0%
Kupfer-Future 4,32 4,28 +1,0% +0,04 +22,4%
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

END) Dow Jones Newswires

July 22, 2021 10:07 ET (14:07 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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