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MÄRKTE EUROPA/Börsen legen zu - Aufwärtspotenzial begrenzt

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Abverkauf am Vortag konnten sich Europas Börsen am Mittwoch leicht erholen. Stagflationsängste sowie die Sorge vor einem drohenden "Shutdown" in den USA machten aber weiter die Runde und sorgten für Zurückhaltung unter den Anlegern. US-Finanzministerin Janet Yellen rechnet damit, dass den USA ohne eine Anhebung der Schuldenobergrenze um den 18. Oktober das Geld ausgehen wird. Der DAX gewann 0,8 Prozent auf 15.365 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,5 Prozent auf 4.080 Punkte zu.

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Inflation wird zunehmend zum Problem für die Unternehmen
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Daneben bleibt die hohe Inflation ein Thema, wie etwa an den stark gestiegenen deutschen Importpreisen für August deutlich wurde. Die hohen Energiepreise werden sich zunehmend in die Ertragskennziffern der Unternehmen in Europa hineinfressen, wenn auch noch nicht in der Berichtssaison zum dritten Quartal, die ab kommender Woche ansteht. Hier dürften es eher die globalen Lieferengpässe sein, die die Umsätze der zweiten Jahreshälfte zu einem Teil in das kommende Jahr schieben dürften - und damit auch die Erträge.

Die niederländische ASML Holding hat die Mittelfristprognose angehoben. Das Unternehmen peilt angesichts der boomenden Nachfrage aus der Halbleiterindustrie nach ihren Lithographiesystemen bis 2025 einen jährlichen Umsatz von 24 bis 30 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge zwischen 54 und 56 Prozent an. An der Börse wurde teilweise mit einer höheren Bruttomarge gerechnet. Nach volatilem Verlauf schloss die Aktie 2,6 Prozent leichter. Für den Technologie-Sektor ging es angesichts der bestehenden Inflationssorgen 0,7 Prozent nach unten.

Nach einer erneuten Prognoseanhebung stiegen Next an der Londoner Börse um 3,9 Prozent. Es war die vierte Erhöhung in diesem Jahr. Wie Freetrade anmerkte, sei Next zwar nicht das innovativste Unternehmen Großbritanniens, die Online-Sparte habe sich aber langsam zum Kronjuwel der Gruppe gemausert.

Verbio zogen kräftig um 4,8 Prozent auf 56,90 Euro an. Bei 59,25 Euro wurde ein neues Allzeithoch markiert. Treiber war eine Kaufempfehlung von Hauck & Aufhäuser mit Kursziel 80 Euro. Verbio komme zugute, dass sich weltweit Regierungen ehrgeizige Ziele für die Verringerung der Treibhausgasemissionen setzten, so die Analysten. Der Dekarbonisierung des Transportsektors komme hierbei große Bedeutung zu. A.S. Creation büßten 9,1 Prozent ein - das Unternehmen wird entgegen der Erwartung im laufenden Jahr voraussichtlich keinen operativen Gewinn erzielen.

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Gea mit Kapitalmarkttag
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Der Anlagenbauer Gea (+2,1%) hat die Prognose für das laufende Jahr bekräftigt. Beim Umsatz wird 2021 mit einem organischen Wachstum von 5,0 bis 7,0 Prozent gerechnet, teilte der Konzern anlässlich des Kapitalmarkttages mit. Das Unternehmen hat zudem seine neuen strategischen Ziele für die nächsten fünf Jahre vorgestellt. Gea will organisch beim Umsatz um 4 bis 6 Prozent jährlich wachsen und strebt dazu eine EBITDA-Marge über der Marke von 15 Prozent bis dahin an.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 4.080,22 +21,40 +0,5% +14,9%
Stoxx-50 3.504,05 +29,50 +0,8% +12,7%
Stoxx-600 455,03 +2,68 +0,6% +14,0%
XETRA-DAX 15.365,27 +116,71 +0,8% +12,0%
FTSE-100 London 7.108,16 +80,06 +1,1% +8,8%
CAC-40 Paris 6.560,80 +54,30 +0,8% +18,2%
AEX Amsterdam 775,84 +2,13 +0,3% +24,2%
ATHEX-20 Athen 2.093,27 +16,35 +0,8% +8,2%
BEL-20 Brüssel 4.125,85 +1,78 +0,0% +13,9%
BUX Budapest 52.004,60 +558,40 +1,1% +23,5%
OMXH-25 Helsinki 5.332,34 +31,46 +0,6% +16,3%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.488,90 +10,13 +0,7% -9,0%
OMXC-20 Kopenhagen 1.732,00 +11,17 +0,6% +18,2%
PSI 20 Lissabon 5.388,36 +31,11 +0,6% +10,6%
IBEX-35 Madrid 8.879,40 +110,00 +1,3% +10,0%
FTSE-MIB Mailand 25.736,85 +163,60 +0,6% +15,0%
RTS Moskau 1.758,43 +2,17 +0,1% +26,7%
OBX Oslo 1.025,71 +1,66 +0,2% +19,4%
PX Prag 1.320,93 -1,47 -0,1% +28,6%
OMXS-30 Stockholm 2.255,55 +1,52 +0,1% +20,3%
WIG-20 Warschau 2.290,97 +15,29 +0,7% +15,5%
ATX Wien 3.650,47 +23,48 +0,6% +29,9%
SMI Zürich 11.628,33 +142,75 +1,2% +8,6%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:22 Uhr Di, 17:02 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1614 -0,6% 1,1681 1,1671 -4,9%
EUR/JPY 129,88 -0,3% 130,25 130,09 +3,0%
EUR/CHF 1,0841 -0,1% 1,0854 1,0841 +0,3%
EUR/GBP 0,8642 +0,1% 0,8625 0,8625 -3,2%
USD/JPY 111,83 +0,3% 111,46 111,44 +8,3%
GBP/USD 1,3439 -0,7% 1,3552 1,3534 -1,7%
USD/CNH (Offshore) 6,4747 +0,1% 6,4679 6,4621 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 41.768,01 -0,2% 42.201,75 41.474,26 +43,8%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 75,58 75,29 +0,4% 0,29 +58,0%
Brent/ICE 79,00 79,09 -0,1% -0,09 +55,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.729,89 1.733,95 -0,2% -4,07 -8,9%
Silber (Spot) 21,54 22,48 -4,2% -0,94 -18,4%
Platin (Spot) 953,45 971,70 -1,9% -18,25 -10,9%
Kupfer-Future 4,20 4,25 -1,1% -0,05 +19,2%
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

END) Dow Jones Newswires

September 29, 2021 12:11 ET (16:11 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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