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MÄRKTE EUROPA/Freundlich - Eurozone-Industrie erholt sich wieder

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit kräftigen Aufschlägen haben Europas Börsen zur Wochenmitte den Handel beendet. Die gut erholte Eurozone-Industrieproduktion im Juni sorgte für einen erhöhten Konjunkturoptimismus, denn sie sprang um 9,1 Prozent an. Entsprechend gesucht waren konjunkturnahe Branchen wie Chemie- und Finanzwerte. Dazu stützten zumeist gute Unternehmenszahlen aus Europa. Der Euro-Stoxx-50-Index legte um 0,9 Prozent zu auf 3.363 Punkte, der DAX stieg um 0,9 Prozent auf 13.059 Punkte.

Stützend wirkte auch die positive Reaktion der US-Börsen auf die Benennung von Kamala Harris als Vizepräsidentenkandidatin. Kritisch wurde indes der deutliche Anstieg der US-Inflation gesehen. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was deutlich stärker als die erwarteten 1,2 Prozent war.

Das Inflationsziel der US-Notenbank von 2 Prozent rückt damit schneller als erwartet in den Blick. Der Markt blickt daher auf Reden von Fed-Mitgliedern am Abend: Nach Boston-Fed-Präsident Rosengren sprechen noch Dallas-Fed-Präsident Kaplan und San-Francisco-Fed-Präsidentin Daly auf verschiedenen Veranstaltungen.

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Hausse bei Freenet
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Die Aktien von Freenet schossen um 16,8 Prozent nach oben, nachdem ihre Schweizer Telekom-Tochter Sunrise für 1,216 Milliarden Franken an Liberty verkauft wird. Damit könnten sie den Verschuldungsgrad senken, der die Aktie in der Vergangenheit belastet hatte. Zudem hofft die Börse nun auf Aktienrückkäufe. Sunrise erhöhten sich um 26,8 Prozent.

Im DAX schlossen fast alle Titel im Plus, besonders gesucht waren Konjunkturaktien. BASF stiegen um 1,7 Prozent, bei den Finanzwerten kletterten Allianz um 0,8 Prozent und Deutsche Börse um 2,5 Prozent. Bei den Stahlwerten stiegen Salzgitter um 4,1 Prozent, hier haben die Analysten der DZ Bank zudem den fairen Wert erhöht.

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Eon leiden unter weniger Stromnachfrage
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Eon legten um 0,3 Prozent zu, obwohl die Jahresprognose gesenkt wurde. Durch die wegen Corona stillgelegten Industriekapazitäten sank der Stromverbrauch im zweiten Quartal um 10 Prozent. Analysten hatten dies aber erwartet und hoffen, dass Corona-Effekte nun bilanziell verarbeitet sind. Die Mittelfristziele bestätigte der Versorger.

Volatil zeigte sich die Tui-Aktie: Nach bis zu 5 Prozent Plus schlossen sie 4,1 Prozent tiefer, obwohl sie weitere 1,2 Milliarden Euro Staatshilfe erhalten. Allerdings könne man damit noch lange keine Kunden gewinnen, hieß es im Handel. Nur Aussagen zur Buchung oder Wiedereröffnung von Destinationen stünden im Fokus. Der Sektor litt allerdings unter kräftigen Gewinnmitnahmen: Die Aktien der Kreuzfahrt-Reederei Carnival fielen um 5,1 Prozent.

Carrefour stiegen um 2,9 Prozent dank starker Einzelhandelsdaten aus Brasilien. Der Umsatz im zweitwichtigsten Markt für die französische Hypermarche-Kette sprang im Juni um 8,0 Prozent an und damit stärker als die Erwartung von 5,5 Prozent. Dies könne zu Aufwärtsrevisionen bei den Gewinnschätzungen führen.

ABN Amro legten dank starker Zahlen um 8,1 Prozent zu. Vor allem der Gewinn sei besser als erwartet ausgefallen, hieß es. Zudem lag das Eigenkapital deutlich über den Schätzungen.

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Online-Geschäft läuft rund
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Just Eat Takeaway stiegen um 3,7 Prozent. Die UBS sprach von starken Halbjahreszahlen. Positiv hoben die Analysten die Verbesserung der Gewinnmarge hervor. Beim britischen Online-Modehändler Asos ging es nach einem erhöhten Ausblick sogar um 13,3 Prozent nach oben.

Leoni rutschten nach einem Zwischenspurt 4,5 Prozent ins Minus. Der Auto-Zulieferer hat wie erwartet schwache Zweitquartalszahlen vorgelegt. Um 54 Prozent haussierten die Aktien des Online-Reifenhändlers Delticom. Hier überraschte ein erhöhter Gewinnausblick.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.363,18 +31,06 +0,9% -10,2%
Stoxx-50 3.041,38 +38,79 +1,3% -10,6%
Stoxx-600 374,88 +4,12 +1,1% -9,9%
XETRA-DAX 13.058,63 +111,74 +0,9% -1,4%
FTSE-100 London 6.289,62 +135,28 +2,2% -18,4%
CAC-40 Paris 5.073,31 +45,32 +0,9% -15,1%
AEX Amsterdam 575,06 +9,50 +1,7% -4,9%
ATHEX-20 Athen 1.527,85 +22,31 +1,5% -33,5%
BEL-20 Brüssel 3.466,87 +33,27 +1,0% -12,4%
BUX Budapest 36.785,28 +421,45 +1,2% -20,2%
OMXH-25 Helsinki 4.258,48 +41,40 +1,0% +0,9%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.255,05 +6,37 +0,5% -9,6%
OMXC-20 Kopenhagen 1.328,36 +10,07 +0,8% +17,0%
PSI 20 Lissabon 4.434,06 +47,63 +1,1% -14,1%
IBEX-35 Madrid 7.296,00 +32,50 +0,4% -23,6%
FTSE-MIB Mailand 20.437,36 +228,25 +1,1% -14,0%
RTS Moskau 1.302,91 +6,90 +0,5% -15,9%
OBX Oslo 775,36 +5,83 +0,8% -8,1%
PX Prag 927,53 -1,55 -0,2% -16,9%
OMXS-30 Stockholm 1.788,99 +2,71 +0,2% +1,0%
WIG-20 Warschau 1.855,86 +8,13 +0,4% -13,7%
ATX Wien 2.287,58 +15,19 +0,7% -27,8%
SMI Zürich 10.278,66 +125,42 +1,2% -3,2%

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:55 Uhr Di, 17:11 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1793 +0,43% 1,1732 1,1778 +5,2%
EUR/JPY 126,03 +0,75% 125,27 125,35 +3,4%
EUR/CHF 1,0745 -0,22% 1,0764 1,0781 -1,0%
EUR/GBP 0,9040 +0,49% 0,8995 0,8992 +6,8%
USD/JPY 106,86 +0,32% 106,78 106,47 -1,8%
GBP/USD 1,3045 -0,05% 1,3043 1,3096 -1,6%
USD/CNH (Offshore) 6,9343 -0,11% 6,9471 6,9408 -0,5%
Bitcoin
BTC/USD 11.603,76 +2,70% 11.337,76 11.526,47 +60,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,38 41,61 +1,9% 0,77 -26,6%
Brent/ICE 45,17 44,50 +1,5% 0,67 -27,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.944,72 1.912,40 +1,7% +32,32 +28,2%
Silber (Spot) 25,94 24,83 +4,5% +1,11 +45,3%
Platin (Spot) 945,98 933,50 +1,3% +12,48 -2,0%
Kupfer-Future 2,89 2,88 +0,6% +0,02 +2,6%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

END) Dow Jones Newswires

August 12, 2020 12:13 ET (16:13 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt
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