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MÄRKTE EUROPA/Kleines Plus zum Wochenschluss - Sage schwach

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte sind mit einem kleinen Plus aus dem Handel am Freitag gegangen. Der kleine Verfalltermin am Terminmarkt ging vergleichsweise ruhig über die Bühne. Nach der starken Performance der ersten beiden Wochen im November sind die europäischen Aktienindizes zuletzt in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Die Berichtssaison ist nun nahezu vorüber, von hier sind keine größeren Impulse mehr zu erwarten. Die Banken fangen bereits an, ihre Prognosen für das kommende Jahr abzugeben. Mit der Ungewissheit über den Fortgang der Corona-Pandemie ist dies kein einfaches Unterfangen.

Historisch betrachtet stehen die letzten Wochen des Jahres für steigende Kurse am Aktienmarkt. Dies wäre wünschenswert, handeln doch die meisten Indizes in Europa auf Jahressicht noch im Minus. Der DAX legte um 0,4 Prozent zu auf 13.137 Punkte, der Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 3.468 Punkte. Hier halfen die Gewinne im Sektor der Öl- und Gaswerte sowie bei den Minenwerten.

Leicht positiv auf die Stimmung wirkte sich aus, dass Pfizer und Biontech bei der US-Gesundheitsbehörde einen Antrag auf Notfallzulassung für ihren Impfstoffkandidaten gegen Sars-CoV-2 eingereicht haben. Wie die Gesellschaften mitteilten, würde eine potenzielle Zulassung die Impfstoffversorgung von Hochrisiko-Populationen in den Vereinigten Staaten Mitte bis Ende Dezember 2020 ermöglichen. Die Einreichung basiere auf einem 95-prozentigen Impfschutz in Probanden ohne vorherige Sars-CoV-2-Infektion. Für die Aktie von Biontech ging es um 6,9 Prozent nach oben.

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Sage mit schwachem Ausblick unter Druck
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Sage Group fielen an der Londoner Börse um 13,4 Prozent. Die Geschäftszahlen des Software-Unternehmens bewegten sich im Rahmen der Erwartungen. Ursache für den Kurseinbruch lieferte der schwache Ausblick. Sage geht von einer operativen Marge für das kommende Geschäftsjahr aus, die bis zu 3 Prozent unter der aktuellen liegen soll.

Für die Aktie von Aryzta ging es an der Börse Zürich dagegen um 9,4 Prozent nach oben. Im Handel wird auf Spekulationen verwiesen, der Finanzinvestor Elliott könnte für das Unternehmen ein Gebot über 872 Millionen Dollar abgeben. Aryzta ist ein Tiefkühl- und Convenience-Backwaren-Konzern und beliefert unter anderem McDonald's.

Die bereits im Vorfeld des Capital Markets Day von Swiss Re am Morgen genannten Ziele bewegten sich nach Einschätzung aus dem Handel im Rahmen der Erwartungen. Negative Überraschungen seien ausgeblieben, so die Citigroup. Das neue Ziel einer Combined Ratio von mindestens 96 Prozent bei Property & Casualty bewege sich in Augenhöhe mit dem Konsens, heißt es. Swiss Re gewannen 0,7 Prozent.

Nach einer längeren Zeit der Herausforderungen und Gewinnwarnungen hat das Management bei Ascom mit dem Fokus auf regionale Entscheidungen, stärkeren Ausbau des Softwaregeschäftes und Kosteneinsparungen die entscheidenden Weichen gestellt. Die Analysten der UBS gehen davon aus, dass die Krankenhäuser auch in Folge von Covid-19 zunehmend in digitale Arbeitsabläufe investieren, um die Effizienz zu steigern. Davon werde Ascom profitieren und ebenso davon, dass stärker in das Gesundheitswesen investiert werden soll. Die Aktie verteuerte sich um 9,2 Prozent.

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Thyssenkrupp mit Erholung
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Thyssenkrupp erholten sich um 4,3 Prozent vom Kurssturz vom Vortag infolge schwacher Zahlen und eines enttäuschenden Ausblicks. Hier sei Liberty Steel weiter an der Stahlsparte interessiert, hieß es an der Börse. Unterstützung dürfte zudem die bestätigte Kaufempfehlung aus dem Hause Metzler liefern. Die Analysten attestieren Thyssenkrupp eine sich verbessernde Bilanz. Sie biete die Chance, Restrukturierungsmaßnahmen umzusetzen und verborgene Werte durch das Abstoßen von weiteren Geschäftsfeldern freizusetzen. Das Erreichen der Gewinnschwelle erwartet die Bank weiterhin für das Geschäftsjahr 2020/21.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.467,60 +15,63 +0,5% -7,4%
Stoxx-50 3.067,32 +13,64 +0,4% -9,9%
Stoxx-600 389,61 +2,01 +0,5% -6,3%
XETRA-DAX 13.137,25 +51,09 +0,4% -0,8%
FTSE-100 London 6.351,45 +17,10 +0,3% -16,0%
CAC-40 Paris 5.495,89 +21,23 +0,4% -8,1%
AEX Amsterdam 601,62 +5,61 +0,9% -0,5%
ATHEX-20 Athen 1.656,52 -0,08 -0,0% -27,9%
BEL-20 Bruessel 3.585,66 +12,97 +0,4% -9,4%
BUX Budapest 38.204,67 +41,06 +0,1% -17,1%
OMXH-25 Helsinki 4.491,45 +26,96 +0,6% +6,4%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.479,04 +8,26 +0,6% +6,5%
OMXC-20 Kopenhagen 1.409,55 +21,40 +1,5% +24,1%
PSI 20 Lissabon 4.367,51 +56,64 +1,3% -15,2%
IBEX-35 Madrid 7.977,90 +47,70 +0,6% -16,5%
FTSE-MIB Mailand 21.706,96 +170,72 +0,8% -8,4%
RTS Moskau 1.262,69 +3,78 +0,3% -18,5%
OBX Oslo 801,12 +3,64 +0,5% -5,0%
PX Prag 942,15 +3,64 +0,4% -15,6%
OMXS-30 Stockholm 1.926,47 +11,07 +0,6% +8,7%
WIG-20 Warschau 1.820,85 +31,06 +1,7% -15,3%
ATX Wien 2.502,67 -0,30 -0,0% -20,8%
SMI Zuerich 10.495,65 +4,88 +0,0% -1,1%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/raz

END) Dow Jones Newswires

November 20, 2020 12:14 ET (17:14 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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