NewsFinanzmarkt
Werbung

MÄRKTE EUROPA/Kleines Plus zum Wochenstart - Philips überzeugt

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkte ist es am Montag ein paar Punkte nach oben gegangen. "Der Markt wartet vor allem auf den Verlauf der Berichtssaison", so ein Händler. Daneben warfen bereits die Notenbanksitzungen in den USA und Europa ihre Schatten voraus. Am Donnerstag treffen sich die Notenbanker aus Europa, hier gehen die Erwartungen der Marktteilnehmer weit auseinander. Während die einen erwarten, dass die EZB eine Zinssenkung für die nächste Sitzung im September vorbereiten werde, gehen andere von einer Senkung des Einlagensatzes um 10 oder sogar um 20 Basispunkte aus. Die Spekulation auf eine lockerere Geldpolitik sollte die Aktienmärkte weiter stabilisieren. Etwas gedrückt wurde die Stimmung dagegen von der Sorge um die Eskalation der Iran-Krise.

Der DAX stieg um 0,2 Prozent auf 12.289 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 ging es um 0,3 Prozent auf 3.490 Stellen nach oben. Der Euro handelte wenig verändert bei 1,1221 Dollar, nachdem er zum Wochenschluss unter Druck geraten war. Die Erwartung einer taubenhaft gestimmten EZB lastete grundsätzlich auf der Gemeinschaftswährung. Bundesanleihen tendierten gut behauptet, während Gold mit 1.426 Dollar je Unze leicht zulegte.

===

Philips übertrifft die Erwartungen

===
Positiv kamen die Geschäftszahlen von Philips (plus 5,7 Prozent) an. Der niederländische Technologiekonzern hatte im zweiten Quartal von einem Wachstum in allen Bereichen und Kostensenkungen profitiert. Umsatz und Ergebnis legten stärker als von Analysten erwartet zu. Die Ziele bestätigte CEO Frans van Houten. Die Analysten der ING sprachen von einem gesunden Auftragseingang, der nach einem schwächeren ersten Quartal um 8 Prozent gewachsen sei.

Ted Baker sprangen um 13,5 Prozent nach oben. Damit profitierte der Kurs von einem Bericht, Unternehmensgründer Ray Kelvin sei offen für einen Kauf durch Beteiligungsgesellschaften. Kevin hält laut einem Marktteilnehmer etwa 35 Prozent der Aktien des britischen Bekleidungsunternehmens.

Schwächster Wert im DAX waren Munich Re mit einem Minus von 1,1 Prozent, nachdem die Jefferies-Analysten die Titel des Rückversicherers auf "Underperform" gesenkt hatten. Dem Rückversicherer sei im zweiten Quartal eine geringe Zahl an Naturkatastrophen ebenso zugute gekommen wie zahlreiche Kapitalgewinne. Allerdings lasse der Gewinnausblick noch eine Menge zu wünschen übrig, hieß es.

===

Wieder jede Menge Gewinnwarnungen

===
Modern Times Group litten unter einer Gewinnwarnung. Der Kurs des Medienkonzerns sackte um 12,7 Prozent ab. Das Unternehmen hatte den Ausblick gesenkt - vor allem wegen eines langsameren Wachstums im Bereich E-Sport.

Die Gewinnwarnung von Klöckner kam nicht überraschend. Nach einem enttäuschenden zweiten Quartal erwartete der Stahlhändler das EBITDA bei 140 bis 160 Millionen Euro nach 180 bis 200 Millionen zuvor. Die Aktie verlor 3,7 Prozent. An der Börse wurde nicht ausgeschlossen, dass auch Thyssenkrupp diesen Weg noch werde gehen müssen - die Titel büßten 0,5 Prozent ein. Eine Minute vor Handelsschluss kam dann auch noch Dürr (minus 2,7 Prozent) mit einer Warnung um die Ecke.

Ein möglicher Handelsstreit zwischen den USA und Europa lastete seit Längerem auf dem Sentiment für den Automobilsektor. Daher ließ die Nachricht aufhorchen, dass sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier dafür einsetzt, die Zölle bei wichtigen Industrieprodukten - wie Autos - auf null zu senken. "Zwar wissen wir nicht, was am Ende dabei herauskommt", so Analyst Arndt Ellinghorst von Evercore. Ein solches Abkommen nähme aber das Schlagzeilenrisiko für die gesamte Branche. Der Sektor der europäischen Automobilwerte notierte 0,7 Prozent im Plus. Ölaktien gewannen 0,6 Prozent. Die Ölpreise zogen weiter an, nachdem sich die Spannungen in der Golf-Region über das Wochenende verschärft hatten.

===
===
Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 3.489,92 +9,74 +0,3% +16,3%
Stoxx-50 3.191,25 +4,62 +0,1% +15,6%
Stoxx-600 387,74 +0,49 +0,1% +14,8%
XETRA-DAX 12.289,40 +29,33 +0,2% +16,4%
FTSE-100 London 7.514,93 +6,23 +0,1% +11,6%
CAC-40 Paris 5.567,02 +14,69 +0,3% +17,7%
AEX Amsterdam 576,00 +4,16 +0,7% +18,1%
ATHEX-20 Athen 2.140,75 -10,37 -0,5% +33,1%
BEL-20 Brüssel 3.680,49 +28,07 +0,8% +13,5%
BUX Budapest 41.338,01 -369,25 -0,9% +5,6%
OMXH-25 Helsinki 3.915,01 +3,70 +0,1% +6,2%
ISE NAT. 30 Istanbul 127.444,17 -1174,25 -0,9% +11,5%
OMXC-20 Kopenhagen 1.001,70 +3,53 +0,4% +12,4%
PSI 20 Lissabon 5.202,23 -20,85 -0,4% +9,5%
IBEX-35 Madrid 9.163,50 -7,00 -0,1% +7,3%
FTSE-MIB Mailand 21.735,70 +94,24 +0,4% +18,1%
RTS Moskau 1.341,17 -9,52 -0,7% +25,8%
OBX Oslo 799,19 +1,21 +0,2% +8,1%
PX Prag 1.069,58 +2,17 +0,2% +8,4%
OMXS-30 Stockholm 1.600,88 -4,54 -0,3% +13,6%
WIG-20 Warschau 2.342,51 -1,52 -0,1% +2,9%
ATX Wien 2.974,72 +25,85 +0,9% +7,6%
SMI Zürich 9.922,37 -14,66 -0,1% +17,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,35 -0,02 -0,59
US-Zehnjahresrendite 2,03 -0,02 -0,65

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:27 Uhr Do, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1213 -0,05% -0,0250 1,1222 -2,2%
EUR/JPY 120,99 +0,10% 0,20 120,99 -3,8%
EUR/CHF 1,1007 -0,12% 0,0998 1,1074 -2,2%
EUR/GBP 0,8991 +0,25% 0,0693 0,8987 -0,1%
USD/JPY 107,91 +0,15% 0,23 107,81 -1,6%
GBP/USD 1,2472 -0,30% -0,1043 1,2488 -2,3%
Bitcoin
BTC/USD 10.262,25 -2,81% 0,46 10.406,81 +175,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 56,25 55,63 +1,1% 0,62 +18,2%
Brent/ICE 63,42 62,47 +1,5% 0,95 +14,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.426,09 1.425,27 +0,1% +0,83 +11,2%
Silber (Spot) 16,38 16,21 +1,1% +0,17 +5,7%
Platin (Spot) 847,50 848,25 -0,1% -0,75 +6,4%
Kupfer-Future 2,72 2,75 -1,1% -0,03 +2,9%
===
===
Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

July 22, 2019 12:14 ET (16:14 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt
Werbung