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MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Rohstoff- und Technologiewerte gesucht

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit leichtem Minus haben sich Europas Aktienmärkte am Freitag aus dem Handel verabschiedet. Nachdem die Kurse über weite Strecken etwas fester tendiert hatten, setzten im späten Handel Gewinnmitnahmen wegen des bevorstehenden Wochenendes ein. Das Umfeld für Risiko-Assets bleibt nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Vortag gleichwohl freundlich - schließlich wird die Geldschwemme nur leicht zurückgefahren. Die kletternde Inflation rund um den Globus spielte derweil keine Rolle: So verzeichneten die deutschen Verbraucherpreise (CPI) im August einen Anstieg von 3,9 Prozent, in den USA legten die Erzeugerpreise (PPI) um 8,3 Prozent zum Vorjahr zu.

Der DAX sank um 0,1 Prozent auf 15.610 Punkte, der Euro-Stoxx-50 gab um 0,2 Prozent nach auf 4.170 Punkte.

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EZB flutet Märkte weiter mit Geld
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Die EZB will das Volumen ihres Anleihekaufprogrammes PEPP nur leicht nach unten nehmen. Da im Schlussquartal aber sowieso weniger Staatsanleihen begeben werden, sind deren Käufe durch die Notenbank weiter gesichert. In den kommenden drei Monaten bleibt den Aktien-Investoren die Unterstützung seitens der EZB erst einmal erhalten.

Die Strategen der DWS sprachen nur von einem ersten Warmlaufen der Zentralbank. Und beim Vermögensverwalter Pimco prognostizierte Fondsmanager Konstantin Veit, dass erst die Dezember-Sitzung interessant wird. Die EZB werde die Nettokäufe im Rahmen des PEPP wahrscheinlich im Jahr 2022 beenden.

Im Gegensatz zur US-Notenbank musste EZB-Präsidentin Christine Lagarde nicht betonen, dass die Zinsen in Europa noch lange niedrig bleiben. Denn der Markt preist hier eine erste Zinserhöhung um 10 Basispunkte erst für Dezember 2023 ein. Dies ist deutlich später als für die US-Notenbank oder die Bank of England.

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Inflation spiegelt sich in den Aktienbranchen
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Die EZB-Entscheidungen spiegelten sich in den Branchen wider: Sieger im DAX waren Infineon mit 1,9 Prozent Plus, in Amsterdam legten ASM International 4,0 Prozent zu. Die zinssensiblen Technologiewerte profitieren vom Niedrigzinsumfeld. Der Sektor-Index war mit 0,7 Prozent Plus zweitstärkster in Europa.

Ganz vorne rangierten jedoch die Rohstoffwerte mit 1,1 Prozent Plus. Sie gelten als Gewinner des Inflationsanstiegs.

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FMC-Aktie leidet unter negativen Analysten-Kommentaren
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Negative Analystenkommentare ließen den Kurs von Fresenius Medical Care (FMC) um 4,8 Prozent fallen. JP Morgan hatte den Wert auf "Underweight" gesenkt und begründete dies laut Händlern mit der hohen Sterblichkeit der US-Dialysepatienten. Dazu hatte auch noch Barclays die Aktie auf "Equalweight" zurückgestuft, da sie das Kursniveau vor der Gewinnwarnung wieder erreicht habe.

Für die Aktie der Mutter Fresenius ging es um 1,5 Prozent nach unten.

Auch Deutsche Telekom standen mit minus 2,2 Prozent kräftig unter Druck. Seit das Unternehmen den Verkauf seines Niederlande-Geschäfts vermeldet habe, gebe es kräftige Gewinnmitnahmen, hieß es im Handel. Dazu wurde auch der Aufwärtstrend seit Oktober 2020 gebrochen.

Bei BASF ging es im Einklang mit dem Markt 0,1 Prozent nach unten. Allerdings warnten die Charttechniker der HSBC vor der Gefahr einer Kopf-Schulter-Formation. Dieses negative Chartmuster habe ein kalkulatorisches Abschlagspotential von knapp 10 Euro und könnte den seit Frühjahr 2020 laufenden Erholungstrend beenden.

Positive Kommentare von Bryan Garnier stützten Delivery Hero (unverändert). Der Essenslieferer könnte zu einer "Super-App" werden, die demnächst auch Gemüse und andere Bedarfsgüter ausliefere.

Leicht positiv für Holcim (-0,1%) wurde gewertet, dass der Schweizer Zementkonzern sich von seinem Brasilien-Geschäft trennt. Der erzielte Preis von 1,025 Milliarden Dollar liege aber am unteren Rand der erwarteten Preisspanne.

Für den Small Cap Nexr ging es um 10 Prozent nach unten. Das Unternehmen hatte die Prognose für 2021 aufgrund corona-bedingter Verzögerungen bei der Markteinführung von Produkten gesenkt.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 4.170,35 -6,76 -0,2% +17,4%
Stoxx-50 3.563,30 -6,47 -0,2% +14,6%
Stoxx-600 466,34 -1,23 -0,3% +16,9%
XETRA-DAX 15.609,81 -13,34 -0,1% +13,8%
FTSE-100 London 7.028,94 +4,73 +0,1% +8,7%
CAC-40 Paris 6.663,77 -20,95 -0,3% +20,0%
AEX Amsterdam 788,49 +1,32 +0,2% +26,2%
ATHEX-20 Athen 2.168,13 +5,26 +0,2% +12,1%
BEL-20 Bruessel 4.178,00 -37,88 -0,9% +15,4%
BUX Budapest 52.755,68 -259,99 -0,5% +25,3%
OMXH-25 Helsinki 5.656,77 -27,34 -0,5% +23,3%
ISE NAT. 30 Istanbul 1.536,16 -18,26 -1,2% -6,1%
OMXC-20 Kopenhagen 1.788,35 -13,75 -0,8% +22,1%
PSI 20 Lissabon 5.339,36 -32,49 -0,6% +8,3%
IBEX-35 Madrid 8.695,30 -105,30 -1,2% +7,7%
FTSE-MIB Mailand 25.686,47 -223,36 -0,9% +16,5%
RTS Moskau 1.725,25 -1,12 -0,1% +24,4%
OBX Oslo 1.016,40 -0,05 -0,0% +18,3%
PX Prag 1.284,48 -1,68 -0,1% +25,1%
OMXS-30 Stockholm 2.349,67 -3,72 -0,2% +25,3%
WIG-20 Warschau 2.360,70 +4,31 +0,2% +19,0%
ATX Wien 3.609,97 -27,73 -0,8% +30,5%
SMI Zuerich 12.060,64 -55,79 -0,5% +12,7%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,33 +0,03 +0,24
US-Zehnjahresrendite 1,34 +0,04 +0,42

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:14 Do, 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1820 -0,0% 1,1828 1,1816 -3,2%
EUR/JPY 129,94 +0,1% 129,99 129,72 +3,1%
EUR/CHF 1,0851 +0,1% 1,0840 1,0850 +0,4%
EUR/GBP 0,8536 -0,1% 0,8542 0,8537 -4,4%
USD/JPY 109,94 +0,2% 109,90 109,78 +6,4%
GBP/USD 1,3846 +0,1% 1,3848 1,3841 +1,3%
USD/CNH (Offshore) 6,4396 -0,2% 6,4394 6,4501 -1,0%
Bitcoin
BTC/USD 45.407,01 -2,3% 46.655,51 46.899,51 +56,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 69,68 68,14 +2,3% 1,54 +45,1%
Brent/ICE 72,74 71,45 +1,8% 1,29 +42,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.791,45 1.794,63 -0,2% -3,18 -5,6%
Silber (Spot) 23,84 24,03 -0,8% -0,18 -9,7%
Platin (Spot) 967,05 981,48 -1,5% -14,43 -9,7%
Kupfer-Future 4,44 4,28 +3,7% +0,16 +26,0%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln

END) Dow Jones Newswires

September 10, 2021 12:05 ET (16:05 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
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