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MÄRKTE EUROPA/Knappes Plus - Tech- und Rohstoffwerte gesucht

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit leichtem Plus zeigen sich Europas Aktienmärkte am Freitagnachmittag. Das Umfeld für Risiko-Assets bleibt nach der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Vortag freundlich - schließlich wird die Geldschwemme nur leicht zurückgefahren. Die kletternde Inflation rund um den Globus spielt derweil keine Rolle: So verzeichneten die deutschen Verbraucherpreise (CPI) im August einen Anstieg von 3,9 Prozent, in den USA legten die Erzeugerpreise (PPI) um 8,3 Prozent zum Vorjahr zu.

Der DAX steigt um 0,2 Prozent auf 15.636 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,1 Prozent auf 4.180 Punkte zu.

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EZB flutet Märkte weiter mit Geld
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Die EZB will das Volumen ihres Anleihekaufprogrammes PEPP nur leicht nach unten nehmen. Da im Schlussquartal aber sowieso weniger Staatsanleihen begeben werden, sind deren Käufe durch die Notenbank weiter gesichert. Für die kommenden drei Monate haben Aktien-Investoren damit erst einmal weitere Unterstützung seitens der EZB.

Die Strategen der DWS sprechen nur von einem ersten Warmlaufen der EZB. Und beim Vermögensverwalter Pimco denkt Fondsmanager Konstantin Veit, dass erst die Dezember-Sitzung interessant wird. Die EZB werde die Nettokäufe im Rahmen des PEPP wahrscheinlich im Jahr 2022 beenden.

Im Gegensatz zur US-Notenbank musste EZB-Präsidentin Christine Lagarde nicht betonen, dass die Zinsen in Europa noch lange niedrig bleiben. Denn der Markt preist hier eine erste Zinserhöhung um zehn Basispunkte erst für Dezember 2023 ein. Dies ist deutlich später als für die US-Notenbank oder die Bank of England.

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Inflation spiegelt sich in den Aktienbranchen
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Die EZB-Entscheidungen spiegeln sich in den Branchen wider: Sieger im DAX sind Infineon mit 2,7 Prozent Plus, in Amsterdam legen ASM International sogar 4,2 Prozent zu. Die zinssensiblen Technologiewerte profitieren vom Niedrigzinsumfeld. Der Sektor-Index ist mit 1,1 Prozent Plus zweitstärkster in Europa.

Ganz vorne sprinten jedoch die Rohstoffwerte mit 1,9 Prozent Plus. Sie gelten als Gewinner des Inflationsanstiegs.

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FMC-Aktie leidet unter negativen Analysten-Kommentaren
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Negative Analystenkommentare lassen Fresenius Medical Care (FMC) um 4,3 Prozent fallen. JP Morgan hat den Wert auf "Underweight" gesenkt und begründet dies laut Händlern mit der hohen Sterblichkeit der US-Dialysepatienten. Dazu hat auch noch Barclays die Aktie auf "Equalweight" zurückgestuft, da sie das Kursniveau vor der Gewinnwarnung wieder erreicht hat.

Für die Aktie der Mutter Fresenius geht es um 1,2 Prozent nach unten.

Auch Deutsche Telekom stehen mit 2,4 Prozent Minus kräftig unter Druck. Seit das Unternehmen den Verkauf seines Niederlande-Geschäfts vermeldet habe, gebe es kräftige Gewinnmitnahmen, heißt es im Handel. Dazu wurde auch der Aufwärtstrend seit Oktober 2020 gebrochen.

Bei BASF geht es zwar 0,3 Prozent nach oben. Allerdings warnen die Charttechniker der HSBC vor der Gefahr einer Kopf-Schulter-Formation. Dieses negative Chartmuster habe ein kalkulatorisches Abschlagspotential von knapp 10 Euro und könnte den seit Frühjahr 2020 laufenden Erholungstrend beenden.

Positive Kommentare von Bryan Garnier treiben indes Delivery Hero um 0,6 Prozent. Der Essenslieferer könnte zu einer "Super-App" werden, die demnächst auch Gemüse und andere Bedarfsgüter ausliefere.

Leicht positiv für Holcim (+0,3%) wird gewertet, dass der Schweizer Zementkonzern sich von seinem Brasilien-Geschäft trennt. Der erzielte Preis von 1,025 Milliarden Dollar liegt aber am unteren Rand der erwarteten Preisspanne.

Für den Small Cap Nexr geht es um 16 Prozent nach unten. Das Unternehmen hat die Prognose für 2021 aufgrund corona-bedingter Verzögerungen bei der Markteinführung von Produkten gesenkt.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.180,21 +0,1% 3,10 +17,7%
Stoxx-50 3.569,23 -0,0% -0,54 +14,8%
DAX 15.636,02 +0,1% 12,87 +14,0%
MDAX 36.190,56 +0,2% 70,03 +17,5%
TecDAX 3.953,20 +0,5% 18,10 +23,1%
SDAX 17.102,57 +0,2% 37,89 +15,8%
FTSE 7.032,63 +0,1% 8,42 +8,7%
CAC 6.681,20 -0,1% -3,52 +20,4%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,34 +0,02 +0,23
US-Zehnjahresrendite 1,32 +0,02 +0,41

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:14 Do, 17.25 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1835 +0,1% 1,1828 1,1816 -3,1%
EUR/JPY 130,02 +0,2% 129,99 129,72 +3,1%
EUR/CHF 1,0858 +0,2% 1,0840 1,0850 +0,4%
EUR/GBP 0,8533 -0,1% 0,8542 0,8537 -4,5%
USD/JPY 109,86 +0,1% 109,90 109,78 +6,4%
GBP/USD 1,3869 +0,2% 1,3848 1,3841 +1,5%
USD/CNH (Offshore) 6,4265 -0,4% 6,4394 6,4501 -1,2%
Bitcoin
BTC/USD 45.782,76 -1,5% 46.655,51 46.899,51 +57,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 69,64 68,14 +2,2% 1,50 +45,1%
Brent/ICE 72,86 71,45 +2,0% 1,41 +43,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.794,71 1.794,63 +0,0% +0,08 -5,4%
Silber (Spot) 24,13 24,03 +0,4% +0,11 -8,6%
Platin (Spot) 977,10 981,48 -0,4% -4,38 -8,7%
Kupfer-Future 4,42 4,28 +3,1% +0,13 +25,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

September 10, 2021 10:03 ET (14:03 GMT)

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