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MÄRKTE EUROPA/Seitwärts - Wachstumsdaten verpuffen

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen halten am Montagnachmittag an den kleinen Gewinnen vom Vormittag fest. Der erneut gesunkene und zugleich etwas unter den Erwartungen ausgefallene Ifo-Geschäftsklimaindex belastet genausowenig wie ein weiter abgeschwächter Chicago Fed National Activity Index (CFNAI). Auf der anderen Seite verpufft aber auch das unerwartet stabil gebliebene Geschäftsklima in Belgien. Von den US-Börsen kommen derweil kaum Impulse.

Der DAX liegt 0,3 Prozent im Plus bei 15.589 Punkten, der Euro-Stoxx-50 zeigt sich gut behauptet mit 4.190 Punkten - das Jahreshoch liegt mit 4.253 Punkte in nicht allzu weiter Ferne.

Die Märkte hätten eine gewisse Wirtschaftsabkühlung bereits eingepreist, so ein Händler. "Die Chancen auf eine Herbstrally sind weiterhin da", meint er. Die Commerzbank spricht derweil von einem Warnsignal. Die Unternehmen befürchteten, dass die Politik auf die stark steigenden Corona-Infektionen mit neuen Beschränkungen reagieren werde. Außerdem führe die neue Corona-Welle vor allem in Asien zu Fabrikschließungen, was den Materialmangel verschärfe.

In diesem Umfeld sind die Augen besonders auf die EZB-Ratssitzung am Donnerstag gerichtet. Die EZB dürfte sich darum bemühen, einerseits die Inflationssorgen zu zerstreuen und andererseits die Zinserhöhungsfantasie zu dämpfen, so die Erwartung im Handel.

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Ölpreise auf Siebenjahreshoch
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Mit dem weiteren Anstieg der Ölpreise legt der Sektor der Öl- und Gasaktien um 0,9 Prozent zu, der Rohstoffsektor um 1,4 Prozent. Sowohl Brent- wie auch US-Öl verteuern sich auf die höchsten Stände seit über sieben Jahren, nachdem sich Saudi-Arabien mit Verweis auf mögliche wirtschaftliche Rückschläge wegen der Pandemie gegen deutliche Produktionssteigerungen ausgesprochen hat.

Nach vorläufigen Zahlen und einer Senkung der Jahresprognose geben unter den Einzelwerten Continental um 0,5 Prozent nach. Laut Berenberg berücksichtigt das Unternehmen damit die Unsicherheiten wegen der Lieferkettenprobleme. Überraschend komme die Prognosesenkung nicht.

Airbus liegen schwach im Markt mit minus 2 Prozent. Händler verweisen auf Aussagen von Avolon und Aercap. Die beiden Leasing-Gesellschaften hätten vor zu hohen Produktionsplänen gewarnt, denn die Nachfrage nach neuen Flugzeugen bleibe zunächst noch dünn.

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Zooplus-Bieter machen gemeinsame Sache
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Im Bieterwettstreit um den Online-Tierbedarfshändler Zooplus verbünden sich die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und EQT und kündigten eine Partnerschaft zur Finanzierung des Übernahmeangebots "zu einer erhöhten, finalen Bargegenleistung" von 480 Euro je Zooplus-Aktie an. Zuletzt hatte Hellman & Friedman (H&F) die eigene Offerte auf 470 Euro beziehungsweise rund 3,6 Milliarden Euro erhöht. Zooplus steigen um 0,7 Prozent auf 478,60 Euro.

Adva Optical geben nach Vorlage der Geschäftszahlen um 2,4 Prozent nach. Das Unternehmen profitierte im dritten Quartal von einer stärkeren Nachfrage der Telekommunikationsdienstleister, Kosten für die geplanten Adtran-Fusion drückten jedoch das operative Ergebnis.

Bechtle notierten nach dem Zahlenausweis sehr fest. Der Kurs steigt um 4,4 Prozent. Der Umsatz ist etwas, der Gewinn deutlich stärker gestiegen als erwartet.

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HSBC steigert Gewinn und kündigt Aktienrückkaufprogramm an
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Für HSBC Holdings geht es um 1,5 Prozent nach oben, nachdem die Bank den Nettogewinn im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Das auf Asien fokussierte Kreditinstitut kündigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von bis zu 2 Milliarden Dollar an.

Nach dem Scheitern der Gespräche zwischen der italienischen Regierung und der Bank Unicredit (-0,6%) über den Verkauf der verstaatlichten Banca Monte dei Paschi di Siena an Unicredit, geht es für die Aktie der ältesten Bank der Welt um 2,2 Prozent nach unten. Verschiedene Medienberichte in den vergangenen Tagen hatten ein Scheitern bereits erwarten lassen.

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Euro schwächelt
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Am Devisenmarkt kommt der Euro nach dem neuerlichen Rückgang des Ifo-Index und im Vorfeld des EZB-Treffens zurück. Derweil fällt die Lira von Rekordtief zu Rekordtief. Nach der Abwertung auf ein Allzeittief in Reaktion auf eine unerwartet heftige und offensichtlich politisch motivierte Leitzinssenkung drücken nun die neuesten politischen Spannungen an. Der Dollar kletterte in der Spitze auf das Rekordniveau von 9,8519 Lira, nach der angedrohten Ausweisung von zehn Diplomaten westlicher Staaten aus der Türkei.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.187,89 -0,0% -0,92 +17,9%
Stoxx-50 3.638,96 +0,0% 1,78 +17,1%
DAX 15.584,85 +0,3% 41,87 +13,6%
MDAX 34.813,20 -0,0% -11,79 +13,0%
TecDAX 3.811,28 +0,4% 14,82 +18,6%
SDAX 16.898,13 -0,1% -10,98 +14,5%
FTSE 7.227,47 +0,3% 22,92 +11,5%
CAC 6.715,53 -0,3% -18,16 +21,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,11 -0,01 +0,46
US-Zehnjahresrendite 1,63 -0,00 +0,71


DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:25 Uhr Fr, 17:41 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1611 -0,2% 1,1654 1,1626 -4,9%
EUR/JPY 131,93 -0,2% 132,36 132,24 +4,6%
EUR/CHF 1,0666 -0,0% 1,0675 1,0667 -1,3%
EUR/GBP 0,8438 -0,3% 0,8463 0,8447 -5,5%
USD/JPY 113,63 +0,1% 113,57 113,70 +10,0%
GBP/USD 1,3760 +0,0% 1,3772 1,3766 +0,7%
USD/CNH (Offshore) 6,3830 +0,0% 6,3765 6,3869 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 63.166,51 +3,6% 61.933,76 60.852,76 +117,4%



ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 85,27 83,76 +1,8% 1,51 +78,8%
Brent/ICE 86,47 85,53 +1,1% 0,94 +70,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.808,99 1.792,36 +0,9% +16,63 -4,7%
Silber (Spot) 24,55 24,32 +0,9% +0,23 -7,0%
Platin (Spot) 1.059,00 1.044,30 +1,4% +14,70 -1,1%
Kupfer-Future 4,53 4,50 +0,6% +0,03 +28,4%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/gos

END) Dow Jones Newswires

October 25, 2021 10:11 ET (14:11 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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