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MÄRKTE EUROPA/US-Arbeitsmarktbericht sorgt für Abgaben

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Im Blick standen die US-Arbeitsmarktdaten für November. Der Stellenaufbau in den USA ist im November mit 210.000 weit unter der Erwartung von 573.000 geblieben. Auch der Anstieg der Stundenlöhne ist mit 0,26 Prozent gegenüber dem Vormonat unter der Erwartung von 0,40 Prozent geblieben. Allerdings ist die Arbeitslosenquote viel stärker als erwartet gesunken.

Die Daten waren mithin nicht leicht zu interpretieren. Allerdings setzte sich am Markt die Meinung durch, dass die Fed an ihrem zuletzt eingeschlagenen falkenhaften Kurs festhalten wird, und die Reduzierung der Wertpapierkäufe ab Dezember beschleunigen wird. Der DAX gab um 0,6 Prozent auf 15.170 Zähler nach, im Tageshoch stand der Index bei 15.423. Der Euro-Stoxx-50 schloss mit Abgaben von 0,7 Prozent auf 4.080 Punkte. Am Devisenmarkt reagierte der Euro kurz mit Aufschlägen, gab die Gewinne aber rasch wieder ab.

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Essenslieferanten droht schärfere Regulierung
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Der US-Jobreport enttäusche nur auf den ersten Blick, so Commerzbank-Ökonom Christoph Balz. Die Details des Berichts fielen nämlich besser aus. Insgesamt gehe die Erholung am Arbeitsmarkt weiter. Das Auftauchen der Omikron-Variante stelle zwar ein Risiko dar, der Aufschwung sollte aber nicht in Gefahr sein, denn die vergangenen Neuinfektionswellen hätten immer weniger Einfluss auf die Wirtschaft gehabt.

Die Aktien der Essenslieferanten Delivery Hero (-4,6%) und Deliveroo (-8%) standen auch am Freitag unter Druck. Im Handel verwies man auf einen Bericht, wonach selbständige Fahrer im Zuge einer möglichen neuen EU-Rechtsverordnung als Angestellte eingestuft werden könnten. Dadurch könnten die Kosten für die Plattformbetreiber, wie zum Beispiel auch von Uber und Bolt Technology, signifikant steigen und die Ergebnisse drücken, sollte die Regelung tatsächlich kommen, hieß es. Die Regelung könnte Millionen dieser Beschäftigten in der EU betreffen.

Bei Allianz ging es um 0,6 Prozent höher nach der Dividendenankündigung. Der Versicherer strebt an, die Dividende mindestens 5 Prozent über Vorjahr zu heben. Auch die Mittelfristziele zum EPS-Wachstum kommen gut an. Hier strebt Europas größter Versicherer ein jährliches Wachstum des Ergebnisses je Aktie von 5 bis 7 Prozent an.

Aurubis sprangen um 7,5 Prozent. Hier trieb vor allem die deutliche Anhebung der Dividende auf 1,60 Euro je Aktie. Analysten hatten im Schnitt nur 1,48 Euro gesehen.

Software AG haussierten mit Aufschlägen von 9,5 Prozent. Grund war ein Artikel der Nachrichtenagentur Bloomberg. Laut diesem sollen die Finanzinvestoren CVC Capital Partners, Silver Lake Management und Thoma Bravo Interesse an einer Übernahme des Softwarekonzerns bekundet haben. Erst vor wenigen Tagen sorgten Berichte für Bewegung in der Aktie, laut denen Software verschiedene strategische Optionen prüfe, darunter auch den eigenen Verkauf.

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Großauftrag für Dassault Aviation
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Dassault Aviation stiegen an der Pariser Börse um 6,5 Prozent. Hintergrund war der Abschluss eines Vertrags über die Lieferung von 80 Rafale F4-Kampfjets an die Vereinigten Arabischen Emirate. Dieser Auftrag ist der "größte, den die französische Kampfjetindustrie je erhalten hat", sagte CEO Eric Trappier. Der Auftrag kam im Rahmen eines größeren Auftrags für die französische Luftfahrtindustrie zustande der sich insgesamt auf mehr als 17 Milliarden Euro beläuft.

Die Aktien von Medios gewannen 0,1 Prozent auf 37,10 Euro. Das Pharmaunternehmen hat sich bei einer Kapitalerhöhung rund 72 Millionen Euro besorgt. Gut 2 Millionen neue Aktien wurden zu je 35,50 Euro bei institutionellen Investoren platziert. Aufgrund der starken Nachfrage sei die Upsize-Option in vollem Umfang ausgenutzt und platziert worden.

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Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
. stand absolut in % seit
. Jahresbeginn
Euro-Stoxx-50 4.080,15 -27,87 -0,7% +14,9%
Stoxx-50 3.613,81 -12,53 -0,3% +16,3%
Stoxx-600 462,77 -2,67 -0,6% +16,0%
XETRA-DAX 15.169,98 -93,13 -0,6% +10,6%
FTSE-100 London 7.110,65 -18,56 -0,3% +10,4%
CAC-40 Paris 6.765,52 -30,23 -0,4% +21,9%
AEX Amsterdam 772,22 -6,58 -0,8% +23,6%
ATHEX-20 Athen 2.111,31 +9,93 +0,5% +9,1%
BEL-20 Bruessel 4.123,99 -34,03 -0,8% +13,9%
BUX Budapest 50.904,91 -515,80 -1,0% +20,9%
OMXH-25 Helsinki 5.322,41 -58,55 -1,1% +16,1%
ISE NAT. 30 Istanbul 2.048,87 +28,97 +1,4% +25,2%
OMXC-20 Kopenhagen 1.753,72 -6,99 -0,4% +19,7%
PSI 20 Lissabon 5.423,80 -6,39 -0,1% +10,6%
IBEX-35 Madrid 8.241,70 -59,10 -0,7% +2,1%
FTSE-MIB Mailand 25.938,52 -66,88 -0,3% +17,0%
RTS Moskau 1.668,26 -21,87 -1,3% +20,2%
OBX Oslo 1.046,64 -2,94 -0,3% +21,9%
PX Prag 1.362,79 -0,43 -0,0% +32,7%
OMXS-30 Stockholm 2.240,83 -22,37 -1,0% +19,5%
WIG-20 Warschau 2.179,71 -22,15 -1,0% +9,9%
ATX Wien 3.697,77 +7,78 +0,2% +31,3%
SMI Zuerich 12.175,77 -1,75 -0,0% +13,8%

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:16 Uhr Do,17:20 % YTD
EUR/USD 1,1306 +0,0% 1,1285 1,1313 -7,4%
EUR/JPY 127,66 -0,2% 127,87 127,92 +1,2%
EUR/CHF 1,0387 -0,1% 1,0399 1,0407 -3,9%
EUR/GBP 0,8546 +0,6% 0,8497 0,8495 -4,3%
USD/JPY 112,92 -0,3% 113,33 113,07 +9,3%
GBP/USD 1,3230 -0,5% 1,3281 1,3315 -3,2%
USD/CNH (Offshore) 6,3769 +0,1% 6,3708 6,3713 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 54.930,72 -3,4% 56.815,50 56.365,77 +89,1%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 67,27 66,50 +1,2% 0,77 +41,7%
Brent/ICE 70,88 69,67 +1,7% 1,21 +39,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.781,12 1.767,72 +0,8% +13,40 -6,2%
Silber (Spot) 22,41 22,37 +0,2% +0,04 -15,1%
Platin (Spot) 929,55 939,95 -1,1% -10,40 -13,2%
Kupfer-Future 4,27 4,30 -0,6% -0,03 +21,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

END) Dow Jones Newswires

December 03, 2021 12:13 ET (17:13 GMT)

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