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MÄRKTE EUROPA/Vorsichtig aufwärts - Munich Re überzeugt mit Gewinn

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--An den europäischen Aktienmärkte geht es am Dienstagnachmittag langsam aufwärts. Damit ändert sich weiterhin nichts an der übergeordneten Konsolidierung an den Börsen. "Der Markt dürfte seitwärts laufen, bis klare Tendenzen aus der Berichtssaison erkennbar sind", sagt ein Händler. Die zentralen Fragen, auf die sich der Markt Antworten erhoffe, seien der Umgang mit den Problemen der Lieferketten und der Inflation und deren Auswirkung auf die Erträge.

Hier wolle man hören, dass die Preissetzungsmacht der Unternehmen stark genug sei und der Kostenschub durch Energiepreise auf den Kunden umgelegt werden könne. Zumindest in den USA sehe dies bisher ordentlich aus, dort hätten über 80 Prozent der bisher berichteten Unternehmen die Gewinnerwartungen übertreffen können, heißt es. Der DAX steigt um 0,3 Prozent auf 15.520 Punkte, hier stellt die Aktie der Munich Re nach Zahlenausweis den Tagesgewinner. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 4.163 nach oben. Erstaunlich ist, dass die Zinsen ebenfalls steigen, die der zehnjährigen Bundesanleihe um 4 Basispunkte auf minus 0,105 Prozent.

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Munich Re überrascht mit Gewinn
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Für die Aktie der Munich Re geht es nach Zahlenausweis um 3,1 Prozent nach oben. Sowohl der Gewinn von 400 Millionen Euro im dritten Quartal und in Folge die Bestätigung des Ausblicks liegen über der Erwartung der Jefferies-Analysten. Zudem überraschend für sie sei, dass das Unternehmen ein hohes Währungsergebnis und Veräußerungsgewinne bei den Kapitalanlagen habe verbuchen können.

Nach einer gesenkten Prognose stürzen Software AG um 11,6 Prozent ab. "Das dürfte viele auf dem falschen Fuß erwischen", kommentiert ein Händler die Warnung vom Vorabend. Die Auftragseingänge der Software AG liegen im dritten Quartal unter den Erwartungen der Analysten von Bryan Garnier. Trotz des zweistelligen Wachstums wirkten die Order bei Digital enttäuschend, da sie zum unteren Rand der vorherigen Prognosespanne hin korrigiert worden seien.

Leicht positiv wertet ein Händler die Beteiligung von Delivery Hero (+1,6%) an Gorillas. In die Aktie könne man dies aber nicht konkret einpreisen. "Das sind strategische Maßnahmen, um überall den Fuß in der Tür zu haben, auch bei möglichen Konsolidierungen im Sektor", so der Händler. Gorillas habe sich in der aktuellen Finanzierungsrunde rund 1 Milliarde Dollar besorgt, Delivery Hero habe sich mit rund 8 Prozent oder 200 Millionen Euro daran beteiligt.

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Ericsson nach Zahlen im Minus
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Nach Zahlenvorlage geht es für Ericsson um 3,8 Prozent nach unten. Laut Citigroup sind die Umsätze der Schweden im dritten Quartal etwa 3 Prozent hinter den Konsenserwartungen zurückgeblieben, da die kräftige Nachfrage ohne China und höhere Beiträge für Patente durch Lieferkettenbeschränkungen kompensiert worden seien. Die Lieferkettenbeschränkungen könnten für 2022 Potenzial nach oben eröffnen, da die Nachfragetrends weiter unterstützten.

Nach Geschäftszahlen fallen Tele2 um 4,2 Prozent. Im Blick steht der Ausblick - dieser wird im Handel als konservativ eingestuft. Wie Jefferies anmerkt, hat das Unternehmen den Ausblick nur bestätigt, während am Markt über eine mögliche Anhebung des EBITDA-Ziels diskutiert worden sei.

BHP steigen trotz eines schwächeren Produktionsberichts um 0,7 Prozent. Analysten zeigen sich relativ entspannt: So heißt es von Macquarie, während Kohle, Kupfer und Eisenerz etwas schwächer ausgefallen seien, sei dies vom Energiebereich aufgefangen worden. Dazu gehe die geringere Produktion nicht auf Nachfragerückgänge, sondern auf Wartungsaktiviäten zurück. Bei Jefferies sieht man zudem Unterstützung durch steigende Preise für die wichtigsten Rohstoffe bei BHP.

Die Margenprognose von Danone (-2,1%) für 2021 ist für die Citi-Aanlysten keine Überraschung, doch werde 2022 aufgrund möglicherweise noch höherer Inflationsraten kritisch werden.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.163,12 +0,3% 11,72 +17,2%
Stoxx-50 3.607,11 -0,0% -0,06 +16,1%
DAX 15.520,14 +0,3% 45,67 +13,1%
MDAX 34.580,43 +0,6% 190,78 +12,3%
TecDAX 3.738,12 +0,4% 16,46 +16,4%
SDAX 16.759,18 +0,6% 98,54 +13,5%
FTSE 7.209,88 +0,1% 6,05 +11,5%
CAC 6.661,93 -0,2% -11,17 +20,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,11 +0,04 +0,47
US-Zehnjahresrendite 1,62 +0,02 +0,70

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:10 Uhr Mo, 17:34 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1654 +0,4% 1,1654 1,1604 -4,6%
EUR/JPY 133,13 +0,3% 132,96 132,59 +5,6%
EUR/CHF 1,0721 -0,1% 1,0728 1,0719 -0,8%
EUR/GBP 0,8440 -0,2% 0,8458 0,8458 -5,5%
USD/JPY 114,25 -0,1% 114,09 114,26 +10,6%
GBP/USD 1,3809 +0,6% 1,3779 1,3719 +1,1%
USD/CNH (Offshore) 6,3783 -0,8% 6,3972 6,4277 -1,9%
Bitcoin
BTC/USD 62.503,01 +1,1% 62.346,25 61.855,01 +115,2%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 82,32 82,44 -0,1% -0,12 +72,0%
Brent/ICE 84,44 84,33 +0,1% 0,11 +66,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.772,47 1.764,88 +0,4% +7,60 -6,6%
Silber (Spot) 23,98 23,18 +3,5% +0,81 -9,1%
Platin (Spot) 1.047,95 1.038,98 +0,9% +8,98 -2,1%
Kupfer-Future 4,72 4,73 -0,1% -0,01 +33,9%
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Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

END) Dow Jones Newswires

October 19, 2021 10:22 ET (14:22 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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