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MÄRKTE EUROPA/Zahlenflut von Arcelor bis Zalando - DAX fester

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit leichten Gewinne zeigen sich Europas Börsen am Donnerstag. Der Markt blickt vor allem auf die auf Hochtouren laufende Berichtssaison. Die vorgelegten Unternehmenszahlen sind überwiegend gut ausgefallen und ziehen auch die Indizes mit nach oben. Dazu kommen wieder einmal gute Konjunkturdaten, vor allem bei den Aufträgen für die deutsche Industrie. Der DAX steigt um 0,6 Prozent auf 15.268 Punkte, der Euro-Stoxx-50 klettert um 0,5 Prozent auf 4.022 Punkte.

Während die abnehmenden Corona-Infektionszahlen die Konjunkturerwartungen stützen, bleiben auch die Spannungen um die aggressive chinesische Außenpolitik ein Damoklesschwert über den Märkten. Am Berichtstag gaben die Börsen in Schanghai und Sydney aufgrund der zunehmenden Spannungen leicht nach. "Deutschland ist stark China-lastig, China der größte Handelspartner", so ein Händler.

Übergeordnet wartet der Markt auf Freitag und ob sich die Tapering-Diskussion auch nach dem US-Arbeitsmarktbericht fortsetzt. Am Mittag steht zudem die Sitzung der Bank of England auf der Agenda.

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Starke Konjunkturdaten - Corona-Aktien werden verkauft
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Gleich mit zwei starken Konjunkturdaten kann Deutschland aufwarten. So meldet der VDMA-Verband der Maschinenbauer für März ein Plus von 34 Prozent bei den Aufträgen aus dem Ausland. Die gesamte Industrie konnte ein Auftragsplus von 3 Prozent verbuchen, was knapp doppelt so hoch wie erwartet war.

Die weltweite Besserung der Konjunkturlage treibt daher immer mehr Anleger hinein in Zykliker und raus den ehemaligen Corona-Gewinneraktien quer durch alle Branchen. In den USA waren am Vorabend Peloton um 14 Prozent eingebrochen. Hierzulande fallen Shop Apotheke um 7,2 Prozent. Selbst Zalando können nach einem erhöhten Ausblick nur noch magere 0,2 Prozent zulegen. Just Eat Takeaway geben in Amsterdam 0,9 Prozent ab.

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Zahlenflut aus allen Branchen
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Gute Nachrichten kommen aus rohstoffnahen Branchen. So vom Stahlhersteller Arcelormittal. "Das ist aber auch erwartet worden", so der Marktteilnehmer, der auf die Zahlen der Konkurrenten aus dem Stahlbereich verweist. Entsprechend setzen hier mit 0,8 Prozent Minus Gewinnmitnahmen ein.

Brillenhersteller EssilorLuxottica gefällt mit seinen Umsatzzahlen, die Aktie legt um 1,0 Prozent zu. Anders bei Air France-KLM, die angesichts der verlängerten Lockdowns noch keine Belebung in der Buchungstätigkeit vermelden konnten. Die Aktien fallen sogar gegen die Branche um 1,9 Prozent, während Lufthansa 0,9 Prozent steigen.

Bei den Zahlen zum ersten Quartal liegt VW im erwarteten Rahmen. Allerdings klinge der Jahresausblick auf den erwarteten Cashflow sehr gut, die Aktien verbessern sich um 0,3 Prozent. Bei Autozulieferer Continental liegen die Quartalsdaten im erwarteten Rahmen, hier geht es 0,3 Prozent nach unten.

Auch im Rüstungsgeschäft läuft es rund: Rheinmetall hat die Marge gut steigern können und sitzt auf vollen Auftragsbüchern. Entsprechend geht es hier um 0,7 Prozent höher. Für Thales in Paris geht es nach starkem ersten Quartal um 3,5 Prozent höher.

Munich Re gewinnen 1,4 Prozent nach Zahlen. Bei Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC) sehen Händler keine Auffälligkeiten in den Quartalsdaten. Die Aktien legen leicht zu.

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Auto1 Group ersetzen Grenke im SDAX
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Der SDAX ist für Auto1 Group (-1,6%) voraussichtlich nur Zwischenstation. Gerade mit der Aufnahme in den SDAX dürfte die Liquidität zunehmen, so dass der Aufstieg in den MDAX im Juni noch wahrscheinlicher werden dürfte, heißt es. Grenke (-1,9%) werden aufgrund des neuen Kriteriums "Verletzung der Basiskriterien" kurzfristig zum Montag aus dem SDAX entnommen. Auto1 geben 0,8 Prozent nach, Grenke um 0,6 Prozent.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 4.021,60 0,47 18,81 13,20
Stoxx-50 3.431,56 0,39 13,46 10,40
DAX 15.268,40 0,64 97,62 11,30
MDAX 32.636,95 0,31 100,21 5,98
TecDAX 3.434,87 -0,03 -0,97 6,91
SDAX 16.047,59 -0,13 -21,25 8,69
FTSE 7.062,16 0,32 22,86 8,96
CAC 6.372,61 0,52 33,14 14,79

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite -0,23 0,00 -0,47
US-Zehnjahresrendite 1,58 0,00 -1,11

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:31 Uhr Mi, 17:33 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2023 +0,14% 1,2010 1,2002 -1,6%
EUR/JPY 131,44 +0,25% 131,31 131,12 +4,2%
EUR/CHF 1,0965 +0,03% 1,0964 1,0961 +1,4%
EUR/GBP 0,8644 +0,13% 0,8641 0,8625 -3,2%
USD/JPY 109,32 +0,11% 109,37 109,25 +5,8%
GBP/USD 1,3908 -0,00% 1,3899 1,3916 +1,8%
USD/CNH (Offshore) 6,4775 -0,15% 6,4794 6,4835 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 56.799,01 -0,10% 56.890,64 57.257,26 +95,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 65,84 65,63 +0,3% 0,21 +35,4%
Brent/ICE 69,25 68,96 +0,4% 0,29 +34,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.792,56 1.785,60 +0,4% +6,96 -5,6%
Silber (Spot) 26,72 26,47 +1,0% +0,25 +1,2%
Platin (Spot) 1.237,33 1.228,08 +0,8% +9,25 +15,6%
Kupfer-Future 4,57 4,54 +0,7% +0,03 +29,7%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

May 06, 2021 03:51 ET (07:51 GMT)

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