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MÄRKTE USA/Aktien steigen mit politischer Entspannung

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Der Optimismus der Anleger weitet sich am Dienstag an der Wall Street im Verlauf aus. Der Dow-Jones-Index gewinnt 1,3 Prozent auf 25.379 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen um 1,2 bzw. 1,4 Prozent. Ein Grund sind Meldungen, wonach die US-Parteien im Haushaltsstreit eine Einigung erzielt haben. Zu der Vereinbarung gehört offenbar die Zustimmung der Republikaner zu einer weitaus günstigeren Variante der Grenzsicherung zu Mexiko. US-Präsident Donald Trump zeigt sich nicht sehr glücklich über den Kompromiss, spricht aber immerhin von Fortschritten.

Daneben hoffen die Teilnehmer weiter auf eine Annäherung der Kontrahenten im US-chinesischen Handelskonflikt, wo ab Donnerstag Gespräche auf Ministerebene in Peking stattfinden. Aktuell verhandeln die Unterhändler bereits. Laut informierten Kreisen konzentrieren sich die Verhandlungsführer in dieser Woche darauf, den groben Rahmen für ein Handelsabkommen für ihre Präsidenten zu erstellen, das diese auf einem möglichen Gipfel abschließen könnten.

Der Glaube an eine Abwendung eines weiteren Regierungstillstandes und Spekulationen, dass etwas mit China passiert, helfen dem Markt nach oben. Ich bin von dieser Reaktion überrascht, denn Trump hat noch nicht bestätigt, dass er den Deal unterschreiben wird", sagt CEO Larry Benedict vom Werpapierhändler Opportunistic Trader mit Blick auf den Kompromiss im Haushaltsstreit. Anleihe-Experte David Zahn von Franklin Templeton sieht den Handelsstreit noch lange schwelen: "Dies wird ein Thema für voraussichtlich eine Dekade oder so sein." Die Märkte müssten lernen, damit zu leben.

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Under Armour nach Zahlen schwach

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Der Sportartikelhersteller Under Armour hat im vierten Quartal dank der Auslandsnachfrage mehr verdient und umgesetzt als erwartet und seinen Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt. Die Aktie zieht um 6,7 Prozent an.

Die Amazon-Aktie legt 2,4 Prozent zu. Der Konzern übernimmt das Unternehmen Eero, den Anbieter eines Wifi-Systems, das ohne traditionelle Router auskommt. Es wurden keine finanziellen Details genannt. In einer privaten Finanzierungsrunde im Jahr 2016 war Eero mit 251 Millionen Dollar bewertet worden, wie aus einer Schätzung von Sand Hill Econometrics hervorgeht.

Die Investmentholding JAB der deutschen Unternehmerfamilie Reimann will die Beteiligung an dem US-Kosmetikunternehmen Coty ausweiten. Der Preis entspricht einem Aufschlag von 21 Prozent gegenüber dem Schlusskurs des Vortages. Die Aktie verteuert sich um 14,7 Prozent.

Für die Papiere von Livent geht es um 7,7 Prozent abwärts, nachdem der Lithium-Hersteller mit den Ergebnissen für das vierte Quartal unter den Erwartungen des Marktes geblieben ist. Dagegen präsentieren sich die Titel von Radiant Logistics nach starken Geschäftszahlen mit Aufschlägen von 8,9 Prozent.

Aktien des Pharmaunternehmens Gilead Sciences geben 5,2 Prozent nach und reagieren damit auf einen mit Interesse begleiteten Medikamententest, der nicht überzeugte. Die Papiere von Molson Coors Brewing geben 9,2 Prozent ab, die Brauerei verschreckt mit der Ankündigung einer Überprüfung der Bilanzen für 2016 und 2017 wegen möglicher Bilanzierungsfehler. Auch die Umsatzentwicklung im vierten Quartal überzeugt nicht.

Das Softwareunternehmen Ellie Mae wird von der Beteiligungsgesellschaft Thoma Bravo in einem 3,7 Milliarden Dollar schweren Deal geschluckt. Der Titel haussiert um 21 Prozent. Electronic Arts ziehen um 4,7 Prozent an, nachdem der Videospieleentwicklung vom großen Erfolg seines neuen Spiels "Apex Legends" berichtet hat.

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Dollar konsolidiert Gewinne

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Am Devisenmarkt kann der Dollar seine jüngsten Gewinne weitgehend halten, der ICE-Dollarindex zeigt sich weitgehend unbewegt. Der Euro erholt sich aber und springt wieder über die Marke von 1,13. Marktbeobachter glauben indes nicht an eine nachhaltige Euro-Stärke. Die sich immer weiter nach hinten verschiebenden Zinserhöhungserwartungen für die Eurozone nach zuletzt schwachen Konjunkturdaten dürften den Euro belasten, heißt es.

Am Ölmarkt kommt es zu einer größeren Erholung. Dabei stützt der jüngste Opec-Bericht, demzufolge es zu einer beträchtlichen Fördersenkung im Januar gekommen ist. Auch die US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela stützen die Preise. Ein Barrel WTI geht 2,5 Prozent höher um bei 53,73 Dollar, Brent steigert sich um 2,4 Prozent auf 62,99 Dollar.

Gold kann nur einen Teil der Vortagesverluste wieder aufholen. Nach dem monatelangen Aufwärtstrend sehen viele Teilnehmer das Edelmetall als weiterhin aussichtsreiches Investment. Die zahlreichen Unwägbarkeiten aus Politik und Wirtschaft spielen Gold in die Hände. Die Feinunze steigt um 0,1 Prozent auf 1.309 Dollar.

Anleihen sind dagegen nicht gefragt. Die Anleger gingen in aktuell lohnendere Vermögenswerte, heißt es. Die Rendite der zehnjährigen Staatspapiere steigt um 3,1 Basispunkte auf 2,69 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 25.378,98 1,30 325,87 8,79
S&P-500 2.742,51 1,21 32,71 9,40
Nasdaq-Comp. 7.406,34 1,35 98,44 11,62
Nasdaq-100 7.006,00 1,40 96,82 10,68

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 2,50 1,2 2,49 130,2
5 Jahre 2,50 2,4 2,47 57,2
7 Jahre 2,59 3,2 2,55 33,9
10 Jahre 2,69 3,1 2,65 24,1
30 Jahre 3,03 3,7 2,99 -3,9


DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:46 Mo, 18:38 % YTD
EUR/USD 1,1317 +0,36% 1,1280 1,1276 -1,3%
EUR/JPY 125,05 +0,45% 124,74 124,51 -0,6%
EUR/CHF 1,1396 +0,63% 1,1332 1,1323 +1,2%
EUR/GBP 0,8785 +0,19% 0,8769 0,8767 -2,4%
USD/JPY 110,49 +0,09% 110,59 110,43 +0,8%
GBP/USD 1,2879 +0,14% 1,2865 1,2861 +0,9%
Bitcoin
BTC/USD 3.581,49 -0,44% 3.577,25 3.589,75 -3,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 53,67 52,41 +2,4% 1,26 +17,4%
Brent/ICE 62,99 61,51 +2,4% 1,48 +15,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.309,31 1.308,12 +0,1% +1,19 +2,1%
Silber (Spot) 15,68 15,71 -0,2% -0,03 +1,2%
Platin (Spot) 789,96 786,50 +0,4% +3,46 -0,8%
Kupfer-Future 2,77 2,79 -0,6% -0,02 +5,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/raz

END) Dow Jones Newswires

February 12, 2019 12:22 ET (17:22 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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