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MÄRKTE USA/Börsen mit guten Berichtszahlen auf Erholungskurs

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen zeigen sich am Donnerstag mit deutlichen Aufschlägen. Im Fokus steht die an Fahrt gewinnende Berichtssaison. Die weiter anhaltenden Inflationssorgen der Anleger treten dabei etwas in den Hintergrund, bestehen gleichwohl weiter. Besser als erwartet ausgefallene Jobdaten stützen indessen das Sentiment.

Gegen Mittag (Ortszeit New York) notiert der Dow-Jones-Index 1,4 Prozent höher bei 34.865 Punkte, der S&P-500 gewinnt 1,5 Prozent. Für den technologielastigen Nasdaq-Composite geht es um ebenfalls 1,5 Prozent nach oben.

Unitedhealth (+4,4%) hat Umsatz- und Ergebnisschätzungen der Experten übertroffen und die Jahresprognose erhöht. Die Aktien der Drogerie- und Apothekenkette Walgreens Boots Alliance legen um 5,9 Prozent zu, nachdem die Prognosen geschlagen wurden.

Vor allem die besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen aus dem Bankensektor ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Vorgelegt haben von den großen Banken Citigroup (-0,1%), Bank of America (+2,7%), Morgan Stanley (+1,6%) und Wells Fargo (-1,6%). Die Gewinnprognosen der Analysten wurden regelmäßig übertroffen, auch die Einnahmen überraschten überwiegend positiv. Den Anlegern stößt jedoch etwas auf, dass die guten Ergebnisse teilweise durch die Auflösung der Risikovorsorge aufgepeppt wurden.

United Airlines (+0,8%) will 2022 im transatlantischen Verkehr umfangreich expandieren und von der erwarteten schnellen Erholung des internationalen Reiseverkehrs profitieren. United Parcel Service legen um 3,7 Prozent zu. Die Analysten von Stifel haben ihre Einstufung für die Aktie nach oben genommen.

Die Anleger achten in der Berichtssaison vor allem darauf, ob sich die unerwartet hohe Inflation auf die Erträge ausgewirkt hat und ob die Aussichten der Unternehmen durch steigende Energiepreise, Unterbrechungen der Lieferkette und erwartete Zinserhöhungen in den nächsten zwei Jahren getrübt sind. "Können die Unternehmen diesen Risiken trotzen, oder wurde die gesamte Rally nur durch die ultralockere Geldpolitik angeheizt", fragt Carsten Brzeski, Global Head of Macro Research der ING Groep. Die Anleger wollten "einen Einblick erhalten, wie solide die Erträge und Unternehmen in die Tapering-Phase und die Ära etwas höherer Zinssätze gehen."

Unter den Konjunkturdaten stiegen die US-Erzeugerpreise im September zwar deutlich um 0,5 Prozent zum Vormonat, jedoch hatte sich der Markt auf 0,6 Prozent eingestellt. Dies schürt etwas die Hoffnung, dass die Inflationsentwicklung ihr Hoch erreicht haben könnte. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen besser als prognostiziert aus.

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Dollar etwas leichter - Ölpreise weiter fest
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Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar nach den Gewinnmitnahmen vom Vortag moderat leichter. Eingesetzt hatten diese nach Bekanntgabe der Verbraucherpreise aus den USA am Mittwoch. Demnach hat sich die Inflation im September zwar beschleunigt, aber nicht sehr stark, so die Unicredit. Für den DXY-Dollar-Index geht es um knapp 0,1 Prozent nach unten.

Die Ölpreise bleiben auf hohem Niveau, legen aber nur minimal zu. Höhere Energiekosten sind einer der Haupttreiber der aktuellen Inflation. Die Internationale Energieagentur hat die Prognose für die Nachfrage nach oben genommen. Die US-Rohöllagerbestände sind indessen stärker als erwartet gestiegen, wie die staatliche Energy Information Administration mitgeteilt hat.

Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen tendiert erneut etwas leichter bei 1,52 Prozent. Der Goldpreis legt mit den anhaltenden Inflationserwartungen moderat zu. Auch die leicht fallenden Renditen stützen das unverzinsliche Edelmetall. Allerdings bremst die psychologische Marke bei 1.800 Dollar.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.864,48 +1,4% 486,67 +13,9%
S&P-500 4.428,76 +1,5% 64,96 +17,9%
Nasdaq-Comp. 14.795,94 +1,5% 224,30 +14,8%
Nasdaq-100 15.021,04 +1,7% 246,44 +16,6%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,35 -0,8 0,36 23,7
5 Jahre 1,05 -2,3 1,07 68,8
7 Jahre 1,34 -2,4 1,36 68,9
10 Jahre 1,52 -2,1 1,54 59,9
30 Jahre 2,02 -0,8 2,03 37,3

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:15 Uhr Mi, 17:16 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1590 -0,1% 1,1597 1,1573 -5,1%
EUR/JPY 131,60 +0,2% 131,57 131,22 +4,4%
EUR/CHF 1,0700 -0,2% 1,0700 1,0717 -1,0%
EUR/GBP 0,8469 -0,3% 0,8480 0,8481 -5,2%
USD/JPY 113,55 +0,3% 113,45 113,39 +9,9%
GBP/USD 1,3685 +0,2% 1,3676 1,3645 +0,1%
USD/CNH (Offshore) 6,4346 +0,1% 6,4353 6,4285 -1,1%
Bitcoin
BTC/USD 57.443,01 -0,2% 58.006,51 56.197,01 +97,7%


ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 80,50 80,44 +0,1% 0,06 +68,2%
Brent/ICE 83,31 83,18 +0,2% 0,13 +64,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.798,80 1.792,90 +0,3% +5,90 -5,2%
Silber (Spot) 23,45 23,08 +1,6% +0,38 -11,1%
Platin (Spot) 1.048,20 1.023,80 +2,4% +24,40 -2,1%
Kupfer-Future 4,61 4,52 +2,2% +0,10 +30,9%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/

END) Dow Jones Newswires

October 14, 2021 12:12 ET (16:12 GMT)

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