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MÄRKTE USA/Corona-Handel treibt Nasdaq auf Rekordhoch

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street tendiert am Freitag uneinheitlich. Während sich bei den Technologiewerten Aufschläge zeigen, liegt der Dow-Jones-Index im Minus. Angesichts der neuen Corona-Beschränkungen in vielen Teilen der Welt sprechen Händler von einem Wiederaufleben des Corona-Handels, bei dem vor allem Technologietitel gefragt sind. Der technologielastige Nasdaq-Composite hat denn auch ein Rekordhoch erreicht. Auch sonst zeigt die Sorge vor neuen Restriktionen Wirkung, Händler sprechen von einer Flucht in vermeintliche Sicherheit. So ziehen US-Renten an - ebenso der Dollar. Gegen Mittag New Yorker Ortszeit gibt der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent auf 35.686 Punkte ab, der S&P-500 liegt knapp im Plus und der Nasdaq-Composite gewinnt 0,7 Prozent.

Ich denke, wir sehen eine reflexartige Reaktion auf die Ankündigung des österreichischen Lockdowns, die eher die Angst als die Realität widerspiegelt", sagt Marktanalyst Craig Erlam von Oanda. Auch andere Teilnehmer bleiben angesichts der explodierenden Neuinfektionen und der beschlossenen Maßnahmen in den USA und Europa (noch) gelassen. "Man hat das Gefühl, dass komplette Lockdowns und Schließungen das letzte Mittel sind und wir vielleicht nicht mehr über die Schließung der Welt nachdenken müssen. Es wird bestimmte Maßnahmen geben, aber das ändert nicht die gesamten Aussichten für den Unternehmenssektor", sagt Fondsverwalterin Georgina Taylor von Invesco.

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Geschäftszahlen machen weiter Kurse
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Neben den Corona-Schlagzeilen müssen Anleger auch Geschäftszahlen am Aktienmarkt verarbeiten. Für Applied Materials geht es um 2,8 Prozent südwärts, für Workday um 1,3 Prozent. Applied Materials verfehlte wegen Problemen in der Lieferkette trotz deutlicher Gewinne und Umsätze die Analystenerwartungen. Auch der Ausblick enttäuschte. Bei Workday agiert der Markt dagegen offenbar nach dem Motto, dass gut nicht gut genug ist, denn hier übertrafen die Geschäftszahlen die Markterwartungen. Daneben erhöhte Workday auch den Ausblick. Das Unternehmen teilte daneben aber auch eine Übernahme im Wert von 510 Millionen Dollar mit.

Bei der Softwareaktie Intuit werden klar über den Erwartungen ausgefallene Gewinn- und Umsatzzahlen mit einem Plus von 10,1 Prozent honoriert. Palo Alto Networks geben 0,2 Prozent nach. Der Experte für Cybersicherheit hat zwar über einen besser als erwartet ausgefallenen Umsatz berichtet, den Verlust aber zugleich ausgeweitet. Allerdings fiel das Ergebnis damit auch exakt im Rahmen der Markterwartung aus. Die Titel des Modeanbieters Farfetch brechen nach schwachen Geschäftszahlen um 11,4 Prozent ein.

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Anleger auf der Flucht
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Am Devisenmarkt steigt der Dollar auf breiter Front, der Dollarindex legt um 0,3 Prozent zu. Hintergrund sind Fluchtbewegungen in vermeintlich "sichere" Häfen, zu denen neben dem Yen auch der Greenback zählt. Auch der japanische Yen zieht an.

Gefragt sind daher auch US-Renten, die Renditen kommen in der Folge stark unter Druck. Beim Goldpreis halten sich Dollarrally und sinkende Marktzinsen die Waage. Während der feste Dollar belastet, stützen fallende Renditen das zinslos gehaltene Edelmetall. Der Goldpreis steigt mit den Coronasorgen daher nur leicht.

Die Schlagzeilen aus Österreich, Deutschland und anderen Regionen der Welt über drastisch Verschärfungen der Corona-Maßnahmen schüren am Erdölmarkt Konjunktur- und damit Nachfrageängste - die Preise fallen massiv.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 35.686,12 -0,5% -184,83 +16,6%
S&P-500 4.708,63 +0,1% 4,09 +25,4%
Nasdaq-Comp. 16.104,07 +0,7% 110,36 +25,0%
Nasdaq-100 16.610,01 +0,8% 127,04 +28,9%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,46 -3,6 0,50 34,7
5 Jahre 1,18 -4,6 1,22 81,6
7 Jahre 1,42 -5,3 1,47 77,0
10 Jahre 1,53 -6,1 1,59 61,0
30 Jahre 1,91 -6,5 1,97 25,9

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:23 Uhr Do., 17:32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1317 -0,5% 1,1353 1,1351 -7,3%
EUR/JPY 128,75 -0,9% 129,83 129,69 +2,1%
EUR/CHF 1,0483 -0,5% 1,0515 1,0517 -3,0%
EUR/GBP 0,8399 -0,3% 0,8407 0,8422 -6,0%
USD/JPY 113,73 -0,5% 114,33 114,26 +10,1%
GBP/USD 1,3473 -0,2% 1,3486 1,3480 -1,4%
USD/CNH (Offshore) 6,3859 +0,1% 6,3860 6,3828 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 57.980,51 +2,5% 56.264,51 57.477,26 +99,6%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 75,50 79,01 -4,4% -3,51 +58,4%
Brent/ICE 78,36 81,24 -3,5% -2,88 n.def.

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.858,18 1.858,89 -0,0% -0,72 -2,1%
Silber (Spot) 24,90 24,83 +0,3% +0,08 -5,7%
Platin (Spot) 1.038,95 1.051,19 -1,2% -12,24 -2,9%
Kupfer-Future 4,39 4,30 +2,1% +0,09 +24,7%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/jhe

END) Dow Jones Newswires

November 19, 2021 12:11 ET (17:11 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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