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MÄRKTE USA/Energiewerte vorn - Technologietitel schwach

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Zweigeteilt hat sich die Wall Street am Dienstag präsentiert. Die am Vortag nach oben schießenden Technologiewerte wurden nun verkauft, nachdem im frühen Geschäft der technologielastige Nasdaq-Composite noch ein Allzeithoch markiert hatte. Dafür waren die Blue Chips im Dow gesucht, vor allem die am Montag schwachen Energie- und Konsumwerte. Chevron und Exxon rückten mit steigenden Ölpreisen um jeweils rund 7 bzw 5 Prozent vor. Allerdings kam auch der Dow im späten Verlauf von seinem Tageshoch deutlich zurück.

Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus 0,6 Prozent auf 26.840 Punkten aus dem Handel. Der S&P-500-Index schloss 0,2 Prozent höher, wogegen der Nasdaq-Composite um 0,8 Prozent nach unten lief. An der Nyse gab es 2.306 (Montag: 1.277) Kursgewinner und 701 (1.694) -verlierer. Unverändert schlossen 61 (98) Titel.

Teilnehmer sagten, dass im späten Geschäft Gewinne mitgenommen wurden. Einen Anlass lieferten Äußerungen des US-Außenministers Mike Pompeo, der forderte, die ganze Weltgemeinschaft müsse China die Stirn bieten. Dies weckte Sorgen, dass sich der Konflikt zwischen den USA und China in nächster Zeit wieder verschärfen könnte.

Zur zunächst guten Stimmung trug bei, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Montag zwar abermals über 60.000 lag, der Anstieg aber der geringste seit einer Woche war. Das wurde als Zeichen gewertet, dass die jüngst wieder verschärften Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in den USA Wirkung zeigen.

Daneben stützte die Hoffnung, dass bald ein Impfstoff gegen Covid-19 zur Verfügung stehen wird. Zuletzt hatten verschiedene Unternehmen Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffes gemeldet.

Beobachter verwiesen überdies auf die Einigung in der EU auf einen Wiederaufbaufonds und auf die laufenden Verhandlungen in den USA über weitere Hilfsmaßnahmen als Stützungsfaktoren hin. Im US-Kongress geht es vor allem um die zu Beginn der Coronakrise beschlossenen Zuschüsse zur Arbeitslosenhilfe, die demnächst auslaufen.

An Konjunkturdaten wurde nur der Chicago Fed National Activity Index veröffentlicht. Er erholte sich im Juni auf einen Stand von 4,11 nach 3,50 im Vormonat.

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Coca-Cola überzeugt mit Quartalsberichten
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Deutlich länger war die Liste der Quartalsausweise von Unternehmen. Schon am Montag nach Börsenschluss hatte IBM Zahlen veröffentlicht, die besser ausfielen als erwartet. IBM drehten mit dem schwachen Techsektor 0,3 Prozent ins Minus, nachdem sie im frühen Geschäft noch 3 Prozent zugelegt hatten.

Vor der Startglocke am Dienstag hatten mit Coca-Cola und Philip Morris zwei weitere Schwergewichte der US-Unternehmenslandschaft über den Verlauf des zweiten Geschäftsquartals berichtet. Coca-Cola hat ergebnisseitig etwas besser abgeschnitten als befürchtet, die Aktie legte um 2,3 Prozent zu. Auch bei Philip Morris schrumpften Umsatz und Gewinn nicht so stark wie erwartet. Das wurde mit einem Kursplus von 4,2 Prozent honoriert.

Überraschend gut hat auch Lockheed Martin im zweiten Quartal abgeschnitten. Das Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen hat überdies seine Ertragsziele erhöht, was die Aktie um 2,6 Prozent nach oben trieb.

Nach Handelsende werden Zahlen von Texas Instruments und United Airlines erwartet.

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Euro über 1,15 Dollar - Hausse in Silber
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Der Euro marschierte schnurstracks nach oben, befördert von der Einigung beim EU-Gipfel auf ein Corona-Hilfspaket und die Finanzplanung für die nächsten sieben Jahre in der EU. Mizuho rechnet damit, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen wird: "Der Euro ist im Steigen. Er ist nicht mehr das hässliche Entlein, er steht nicht mehr vor dem endgültigen Scheitern und wird eine glaubhafte Währung, geprägt von Stabilität und Vertrauen werden". Die Gemeinschaftswährung stieg erstmals seit Januar 2019 über 1,15 Dollar und notierte im späten Geschäft bei 1,1523 Dollar.

Die Kursgewinne an den Aktienmärkten und die Hoffnung auf eine Nachfragebelebung trieben derweil die Ölpreise nach oben. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl der Sorte WTI stieg zum Settlement um 2,8 Prozent auf 41,96 Dollar. Brentöl verteuerte sich um 2,1 Prozent auf 44,21 Dollar. Beobachter verwiesen auf das Konjunkturpaket, das die EU in der Nacht von Montag auf Dienstag beschlossen hat. Außerdem habe die Befürchtung neuer Lockdown-Maßnahmen die Ölpreise zuletzt belastet, so dass diese nun Spielraum nach oben hätten, meinte Bjornar Tonhaugen von Rystad Energy.

Gold blieb ebenfalls gefragt. Marktteilnehmer erklärten das Kaufinteresse der Anleger mit Angst vor einer Geldentwertung als Folge der enormen Schulden, die viele Staaten zur Bewältigung der Corona-Krise anhäuften. Auch der schwache Dollar trieb Gold nach oben. Der Preis für eine Feinunze Gold steigt um 1,3 Prozent auf 1.840 Dollar. Der eigentliche Star am Edelmetallmarkt war aber Silber. Das weiße Metall verteuerte sich um 6,5 Prozent auf 21,16 Dollar je Feinunze.

Staatsanleihen stießen auf ein moderates Kaufinteresse. Die Zehnjahresrendite verlor 1,2 Basispunkte auf 0,60 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 26.840,40 0,60 159,53 -5,95
S&P-500 3.257,30 0,17 5,46 0,82
Nasdaq-Comp. 10.680,36 -0,81 -86,73 19,03
Nasdaq-100 10.833,07 -1,09 -119,00 24,05

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,14 -2,8 0,17 -106,5
5 Jahre 0,26 -2,1 0,28 -166,6
7 Jahre 0,45 -1,5 0,47 -179,7
10 Jahre 0,60 -1,2 0,61 -184,3
30 Jahre 1,31 -0,3 1,31 -175,8

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:36 Mo, 17:20 % YTD
EUR/USD 1,1523 +0,69% 1,1440 1,1443 +2,7%
EUR/JPY 123,07 +0,28% 122,82 122,70 +1,0%
EUR/CHF 1,0753 +0,02% 1,0739 1,0746 -1,0%
EUR/GBP 0,9047 +0,07% 0,9018 0,9053 +6,9%
USD/JPY 106,80 -0,42% 107,35 107,22 -1,8%
GBP/USD 1,2737 +0,65% 1,2686 1,2640 -3,9%
USD/CNH (Offshore) 6,9739 -0,21% 6,9891 6,9902 +0,1%
Bitcoin
BTC/USD 9.368,01 +2,17% 9.178,76 9.167,26 +29,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 41,76 40,81 +2,3% 0,95 -28,4%
Brent/ICE 44,21 43,28 +2,1% 0,93 -29,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.840,26 1.816,83 +1,3% +23,43 +21,3%
Silber (Spot) 21,13 19,88 +6,3% +1,25 +18,4%
Platin (Spot) 879,65 850,50 +3,4% +29,15 -8,8%
Kupfer-Future 2,96 2,91 +1,9% +0,06 +5,1%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz

END) Dow Jones Newswires

July 21, 2020 16:11 ET (20:11 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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