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MÄRKTE USA/Fed-Sitzung sorgt an Wall Street für Zurückhaltung

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Wenig verändert hat die Wall Street am Dienstag den Handel beendet. Mit Beginn der zweitägigen US-Notenbanksitzung ging der lustlose Handel des Vortages weiter, hieß es. Zwar dürfte die Fed am Mittwoch keine Änderungen an ihrem geldpolitischen Kurs vornehmen, doch angesichts steigender Konjunktur- und Inflationserwartungen blieben Anleger skeptisch. Die US-Notenbank könnte früher als geplant zu einer Straffung gezwungen sein, so ein Beobachter.

Zudem stehen die Quartalszahlen einer ganzen Reihe wichtiger Technologiekonzerne an, die richtungsweisenden Charakter haben könnten. So legen nach der Schlussglocke unter anderem Microsoft, die Google-Mutter Alphabet, Advanced Micro Devices und Texas Instruments ihre Zahlen vor. Am Mittwoch folgen dann Apple, Ebay und Facebook. "Wir haben einen wichtigen Teil der Berichtssaison erreicht, in dem starke Berichte auf noch höhere Erwartungen treffen werden", merkte Lauren Goodwin, Ökonomin und Portfolio-Strategin bei New York Life Investments an.

Der Dow-Jones-Index gewann drei Punkte auf 33.985. Der S&P-500 reduzierte sich dagegen um einen Punkt auf 4.187. Der Nasdaq-Composite fiel um 0,3 Prozent auf 14.090 Punkte. Auf 1.647 (Montag: 2.074) Kursgewinner an der Nyse kamen dabei 1.675 (1.230) - verlierer. Unverändert gingen 102 (158) Titel aus dem Handel. Auch deutlich besser als erwartete Daten zur US-Verbraucherstimmung stützen das Sentiment nicht. Dieses ist auf das höchste Niveau seit Februar 2020 gestiegen.

Mit den erneuten Allzeithochs am Vortag riefen die hohen Bewertungen auch immer mehr Mahner auf den Plan. Diese verwiesen auf die anziehende Inflation sowie die dramatische Corona-Lage in Indien, aber auch in anderen Staaten. In vielen Schwellenländern gebe es überhaupt keine ernst zu nehmenden Impfkampagnen. Gleichwohl scheint die Berichtssaison die hohen Bewertungen zu rechtfertigen, allein am Montag hatten 132 im breiten S&P-500 gelistete Unternehmen Zahlen vorgelegt, 87 Prozent der Unternehmen schlugen dabei die Analystenschätzungen.

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Tesla schwach nach Zahlen
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Tesla erzielte im ersten Quartal zwar einen Rekordgewinn, blieb beim Umsatz allerdings knapp hinter den Erwartungen zurück. Der Kurs gab um 4,5 Prozent nach. Das Ergebnis sei durch den Verkauf von Emissionszertifikaten deutlicher als gedacht aufgeplustert worden, merkte Jefferies an.

General Electric sanken um 0,6 Prozent. Das Industriekonglomerat hat im ersten Quartal aufgrund von Restrukturierungsaufwendungen rote Zahlen geschrieben. 3M (-2,6%) hat dank höherer Umsätze in allen Segmenten den Gewinn im ersten Quartal gesteigert. Der Mischkonzern übertraf die Markterwartungen auf bereinigter Basis, bestätigte allerdings den Ausblick trotz der positiven Geschäftsentwicklung nur.

Gamestop schossen um weitere 5,2 Prozent nach oben, nachdem der Kurs schon im regulären Vortageshandel um 11,5 Prozent gestiegen war. Der Computerspiele- und Software-Einzelhändler, dessen Aktie zu Jahresbeginn mit gewaltigen spekulativen Kursbewegungen in die Schlagzeilen geraten war, hat schon länger angekündigte Pläne, eigene Aktien zum stark erhöhten Kurs zu verkaufen, nun umgesetzt.

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UPS liefert mehr Pakete und gute Zahlen ab
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United Parcel Service (+10,4%) schnitt in der ersten Periode klar besser als prognostiziert ab. Lyft fielen nach anfänglichen Gewinnen um 1,5 Prozent. im Fokus stand der Verkauf des Geschäftsbereichs autonomes Fahren für 550 Millionen Dollar an Toyota. Der Fahrdienstleister will dadurch früher als bisher erwartet in die Gewinnzone kommen.

Für die Aktie von Novavax ging es um 16,3 Prozent nach oben. US-Präsident Joe Biden hat erklärt, dass das experimentelle Covid-19-Vakzin des Unternehmens möglicherweise kurz vor einer Notfallzulassung in den USA steht.

Snap stiegen nach anfänglichen Verlusten um 0,8 Prozent. Der App-Betreiber will eine Wandelanleihe im Volumen von 1 Milliarde Dollar begeben.

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Devisen treten vor Fed auf der Stelle
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Im Vorfeld der Fed-Beschlüsse hielten sich die Bewegungen am Devisenmarkt in engen Grenzen. Der Dollar-Index stieg um 0,1 Prozent. Der Goldpreis gab dagegen leicht nach.

Am Anleihemarkt erhöhten sich die Renditen kräftiger. Auch hier waren die Blicke auf die US-Notenbank gerichtet, hieß es. Teilnehmer verwiesen auf Spekulationen, dass die Fed doch eine Änderung der Geldpolitik vornehmen könnte. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg um 5,1 Basispunkte auf 1,62 Prozent.

Dagegen legten die Ölpreise kräftig zu. Die Opec+ hält an ihren Plänen zur Erhöhung der Fördermenge ab Mai fest. Dies wurde auf der um einen Tag vorverlegten Sitzung beschlossen. Angesichts der schlimmen Corona-Lage in Indien hatte es Sorgen gegeben, die Förderausweitungen könnten verschoben werden, hieß es. Das Land stelle immerhin den drittgrößten Rohölimporteur der Welt.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 33.984,93 0,01 3,36 11,04
S&P-500 4.186,72 -0,02 -0,90 11,47
Nasdaq-Comp. 14.090,22 -0,34 -48,56 9,33
Nasdaq-100 13.960,28 -0,47 -65,88 8,32

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,18 1,0 0,17 5,9
5 Jahre 0,89 5,5 0,83 52,5
7 Jahre 1,31 4,9 1,26 65,9
10 Jahre 1,62 5,1 1,57 70,6
30 Jahre 2,30 5,4 2,25 65,1

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:35 Uhr Mo, 17:32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,2089 +0,01% 1,2072 1,2075 -1,0%
EUR/JPY 131,46 +0,61% 130,62 130,60 +4,3%
EUR/CHF 1,1048 -0,02% 1,1056 1,1050 +2,2%
EUR/GBP 0,8694 -0,02% 0,8689 0,8697 -2,7%
USD/JPY 108,74 +0,60% 108,21 108,15 +5,3%
GBP/USD 1,3905 +0,04% 1,3892 1,3885 +1,8%
USD/CNH (Offshore) 6,4801 +0,11% 6,4791 6,4768 -0,4%
Bitcoin
BTC/USD 54.876,25 +2,81% 53.932,76 53.547,00 +88,9%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,23 61,91 +2,1% 1,32 +30,0%
Brent/ICE 66,74 65,65 +1,7% 1,09 +29,4%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.776,63 1.780,40 -0,2% -3,77 -6,4%
Silber (Spot) 26,29 26,23 +0,2% +0,07 -0,4%
Platin (Spot) 1.230,85 1.247,33 -1,3% -16,48 +15,0%
Kupfer-Future 4,49 4,44 +1,1% +0,05 +27,4%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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END) Dow Jones Newswires

April 27, 2021 16:20 ET (20:20 GMT)

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