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MÄRKTE USA/Sorgen um geldpolitische Straffung und China belasten

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Mit Abgaben zeigt sich die Wall Street am Donnerstag, womit sich das Auf und Ab der vergangenen Tage fortsetzt. Nur kurz gestützt wurde der Aktienmarkt von zum Teil sehr guten Konjunkturdaten aus den USA. Doch die damit einhergehenden Spekulationen um eine zügigere Straffung der Geldpolitik belasten im Verlauf die Indizes. Hier rückt nun die Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche in den Fokus. Am Mittag (Ortszeit) verliert der Dow-Jones-Index 0,6 Prozent auf 34.613 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite büßen ebenfalls jeweils 0,6 Prozent ein.

Bremsend wirkt auch der Blick nach China, wo der wankende Immobilienriese Evergrande eine Krise des Immobiliensektors auslösen könnte. Auch der chinesische Bankensektor könnte davon betroffen sein, die Entwicklung empfindliche Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur nach sich ziehen, heißt es. Wegen des abgeschotteten Finanzmarktes in China drohten aber kaum Ansteckungsgefahren. "Evergrande zeigt, dass es so viele Schwachstellen im chinesischen System gibt und es schwer zu sagen ist, wo die chinesische Regierung eingreift. Das drückt einfach auf das Vertrauen", sagt Chefstrategin Seema Shah von Principal Global Investors.

Die US-Konjunkturdaten überzeugen mehrheitlich. Der Philadelphia-Fed-Index für September fiel signifikant besser als erwartet aus. Und der Einzelhandelsumsatz im August ist deutlich gestiegen, obwohl hier von sinkenden Erlösen ausgegangen worden war. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen leicht schwächer als prognostiziert aus, bewegten sich aber noch immer im Rahmen der Erwartung.

Verbrauchern geht es gemäß ihrer verfügbaren Mittel sehr gut, sie haben also die Möglichkeit, die Ausgaben zu erhöhen", sagt US-Chefvolkswirt Tom Porcelli von RBC. Der nationale Konsum stellt die entscheidende Kennziffer für das US-BIP. Die ausgabefreudigen US-Konsumenten stützen den Aktienterminmarkt kaum, weil die Fed schneller die Geldpolitik straffen könnte.

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Dollar legt kräftig zu - Gold unter Druck
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Am Devisenmarkt steigt der Dollar-Index mit den Daten auf ein Dreiwochenhoch um 0,4 Prozent zu. Händler verweisen vor allem auf die unerwartet gestiegenen Einzelhandelsumsätze. Die Daten heizen die Debatte um ein Vorziehen geldpolitischer Straffungen erneut an, was wiederum den Dollar stützt. Capital Economics sieht die Daten aber nicht so positiv. Ökonom Michael Pearce verweist auf die deutlichen Abwärtsrevisionen der Vormonate.

Am Anleihemarkt legen die Renditen mit den überraschend positiven Einzelhandelsdaten zu. Inflationsängste sind nach Ansicht einiger Ökonomen nach wie vor einer der Faktoren, die die Anleger von US-Staatsanleihen abhalten - und das angesichts der hohen Erwartungen an eine Reduzierung der monatlichen Anleihekäufe auf der kommenden Fed-Sitzung.

Der Goldpreis stürzt ab, lag aber bereits vor den Daten deutlich im Minus. Allerdings nimmt die Talfahrt mit der Aussicht auf geldpolitische Straffungen neue Fahrt auf. Die gedämpften Inflationserwartungen sorgten für Gegenwind, urteilen die ANZ-Analysten. Ihr Bewertungsmodell für Gold geht noch immer von einer Unterbewertung des Edelmetalls aus. Diese sei auf die Erwartung zurückzuführen, dass der Inflationsanstieg nur vorübergehend sei. Da sind die Experten aber skeptisch. Zudem plant China die Freigabe staatlicher Reserven bei Basismetallen. Der Preisverfall dieser Metalle wie Kupfer belastet auch den Goldpreis.

Nach der Vortagesrally auf die höchsten Stände seit Mitte Juli kommt es am Ölmarkt zu leichten Gewinnmitnahmen. Grundsätzlich spreche aktuell wenig für fallende Ölpreise. "Wirbelsturm Ida begrenzt noch immer einen wesentlichen Anstieg des US-Angebots. Und die Nachfrage in China belebt sich wieder, während die Lockerung der Beschränkungen in anderen Ländern die Aussichten für die Ölnachfrage stark hält", sagt Analyst Helge Andre Martinsen von DNB Markets.

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Cisco geben Gewinne wieder ab
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Unter den Einzelaktien fallen die Aktien von Cisco Systems nach anfänglichen Gewinnen um 0,3 Prozent. Der Netzwerkausrüster plant die Einführung neuer Finanzkennziffern und eine Überarbeitung der Bilanzierungsmethodik, um das Wachstum des Softwaregeschäfts besser zu verdeutlichen. Die Betreiberaktien von Spielkasinos geben nach der Ankündigung verschärfter Regulierungen in Macau weiter nach. Wynn Resorts (-3,8%) und Las Vegas Sands (-3,3%) fallen weiter.

Aktien von Blue Apron verlieren nach der Hausse des Vortages 9,3 Prozent. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen. Auslöser des Vortageskurssprungs war die Nachricht, dass der Kochboxenversender eine Kapitalerhöhung plant, an der sich Gründungsinvestor Joseph Sanberg und Mit-Gründer Matthew B. Salzberg maßgeblich beteiligen werden. Beide ziehen sich überdies aus dem Board des Unternehmens zurück.

Electronic Arts (-0,2%) rutschen ebenfalls leicht ins Minus nach den deutlichen Abgaben am Vortag. Die Aktie des Spieleentwicklers hatte unter Gerüchten gelitten, dass sich der Start des Spiels "Battlefield 2042" verzögern werde. Das Unternehmen bestätigte dies nun, doch bekräftigt der Spiele-Entwickler gleichzeitig seinen Ausblick, was die Gemüter beruhigt.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.612,70 -0,6% -201,69 +13,1%
S&P-500 4.452,69 -0,6% -28,01 +18,6%
Nasdaq-Comp. 15.077,22 -0,6% -84,31 +17,0%
Nasdaq-100 15.401,18 -0,7% -102,35 +19,5%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,22 0,4 0,21 10,0
5 Jahre 0,83 3,7 0,80 47,3
7 Jahre 1,13 4,1 1,09 48,0
10 Jahre 1,33 2,5 1,30 40,8
30 Jahre 1,88 1,6 1,86 23,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 10:52 Mi, 17:30 % YTD
EUR/USD 1,1762 -0,5% 1,1774 1,1816 -3,7%
EUR/JPY 129,00 -0,2% 128,79 129,27 +2,3%
EUR/CHF 1,0882 +0,1% 1,0875 1,0869 +0,7%
EUR/GBP 0,8533 -0,0% 0,8521 0,8537 -4,5%
USD/JPY 109,69 +0,3% 109,38 109,39 +6,2%
GBP/USD 1,3783 -0,4% 1,3818 1,3842 +0,9%
USD/CNH (Offshore) 6,4531 +0,4% 6,4435 6,4279 -0,8%
Bitcoin
BTC/USD 48.015,01 -0,3% 48.144,01 48.040,26 +65,3%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 72,18 72,61 -0,6% -0,43 +50,3%
Brent/ICE 75,19 75,46 -0,4% -0,27 +47,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.754,85 1.794,01 -2,2% -39,16 -7,5%
Silber (Spot) 22,79 23,83 -4,3% -1,04 -13,7%
Platin (Spot) 938,35 949,50 -1,2% -11,15 -12,3%
Kupfer-Future 4,28 4,40 -2,9% -0,13 +21,3%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

END) Dow Jones Newswires

September 16, 2021 12:21 ET (16:21 GMT)

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