NewsFinanzmarkt
Werbung

MÄRKTE USA/Verluste zum Start - Sorge wegen Tapering hält an

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Abwärts geht es an der Wall Street am Donnerstag zum Start. Die Anleger ziehen die absehbare Reduktion von Stimulusmaßnahmen und die steigenden Covid-19-Infektionen ins Kalkül. Der Dow-Jones-Index verliert 0,5 Prozent auf 34.796 Punkte, der S&P-500 und der Nasdaq-Composite geben 0,4 bzw 0,5 Prozent ab. Bereits am Vortag gerieten die Indizes mit der Publikation des Fed-Protokolls unter Druck. Die Mehrheit der Notenbanker hält es unter bestimmten Voraussetzungen für angemessen, schon in diesem Jahr damit zu beginnen, die monatlichen Anleihekäufe allmählich zu verringern, also das Tapering zu starten.

Vorbörsliche Wirtschaftsdaten zeichneten ein gemischtes Bild. Während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe niedriger waren als prognostiziert, fiel der Philadelphia-Fed-Index schwächer aus. Zwar bleibt ein großer Teil der Anleger Aktien gegenüber prinzipiell positiv gestimmt, vor allem ermutigt durch das kräftige Gewinnwachstum der Unternehmen. Aber angesichts der Corona-Pandemie und der drohenden strafferen Geldpolitik werden einige von ihnen skeptischer und nehmen Geld vom Tisch. Wegen der hohen Indexstände nahe an ihren Allzeithochs ist die Neigung zu Gewinnmitnahmen groß.

===
Cisco und Nvidia fest
===
Der Netzausrüster Cisco Systems und der Chiphersteller Nvidia haben am Mittwoch nachbörslich Quartalszahlen vorgelegt. Cisco (+0,9%) übertraf mit seinem Zahlenkranz für das vierte Quartal des Geschäftsjahres zwar die Erwartungen, der Ausblick überzeugte aber nicht in allen Punkten.

Nvidia legen dagegen um 1,8 Prozent zu. Der Grafikchiphersteller hatte bei Gewinn und Umsatz besser als erwartet abgeschnitten und Rekordumsätze in den Geschäftsbereichen Videospiele und Datencenter gemeldet. Die Kurse der Chipkonkurrenten Intel und AMD zeigten sich wenig bewegt und tendierten gut behauptet.

Die Aktien von Kreuzfahrtanbietern werden verkauft, gedrückt von den wieder anziehenden Infektionszahlen der Corona-Pandemie. Carnival verlieren 1,6 Prozent, Norwegian Cruise 1,7 Prozent und Royal Caribbean 1,6 Prozent.

===
Dollar weiter auf dem Vormarsch - Ölpreis sackt ab
===
Der Dollar profitiert weiter von der offenbar bald anstehenden Wende in der Geldpolitik. Bereits am Vortag hatte er kräftig gewonnen, nun legt der Dollarindex um weitere 0,2 Prozent zu. Der Goldpreis zeigt sich wenig bewegt. Während der feste Dollarkurs etwas lastet, stützt die gestiegene Unsicherheit. Gedrückt vom starken Dollar und coronabedingten Konjunktursorgen geht es mit den Ölpreisen steil abwärts, sie sinken um rund 3 Prozent und damit auf den tiefsten Stand seit Mai. US-Staatsanleihen sind als sicherer Hafen gefragt.

===
===
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.796,41 -0,5% -164,28 +13,7%
S&P-500 4.380,80 -0,4% -19,47 +16,6%
Nasdaq-Comp. 14.459,07 -0,5% -66,85 +12,2%
Nasdaq-100 14.810,38 -0,3% -47,55 +14,9%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,21 -0,4 0,21 8,8
5 Jahre 0,76 -1,0 0,77 39,8
7 Jahre 1,04 -0,1 1,04 39,0
10 Jahre 1,25 -1,3 1,26 33,0
30 Jahre 1,88 -1,7 1,90 23,3

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:40 Uhr Mi, 17:18 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1695 -0,1% 1,1677 1,1706 -4,3%
EUR/JPY 128,44 -0,1% 128,44 128,68 +1,9%
EUR/CHF 1,0735 +0,0% 1,0724 1,0757 -0,7%
EUR/GBP 0,8554 +0,5% 0,8520 0,8513 -4,2%
USD/JPY 109,83 +0,0% 109,99 109,93 +6,3%
GBP/USD 1,3679 -0,6% 1,3704 1,3752 +0,1%
USD/CNH (Offshore) 6,4952 +0,2% 6,5016 6,4851 -0,1%
Bitcoin
BTC/USD 44.641,51 +0,0% 44.443,51 45.291,26 +53,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 63,58 65,46 -2,9% -1,88 +31,9%
Brent/ICE 66,27 68,23 -2,9% -1,96 +30,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.786,58 1.787,85 -0,1% -1,27 -5,9%
Silber (Spot) 23,40 23,53 -0,5% -0,13 -11,4%
Platin (Spot) 976,00 998,85 -2,3% -22,85 -8,8%
Kupfer-Future 4,04 4,12 -2,0% -0,08 +14,5%
===
===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/err

END) Dow Jones Newswires

August 19, 2021 09:41 ET (13:41 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt
Werbung