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MÄRKTE USA/Vorsicht wegen Nahostkrise und vor Wochenende

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Geopolitische Risiken dürften den jüngsten Aufwärtstrend an der Wall Street am Freitag zunächst einmal abstoppen. Nach der von Zinssenkungshoffnungen geriebenen Rally in dieser Woche stehen vor dem Wochenende wohl Gewinnmitnahmen an. Am Vortag war der S&P-500 auf ein Allzeithoch gestiegen, und Teilnehmer sagen, dass eine Gegenbewegung daraufhin nichts Ungewöhnliches sei.

Es gibt indes auch einen aktuellen Belastungsfaktor mit der Krise im Nahen Osten, nachdem offenbar ein US-Angriff gegen Ziele in Iran kurzfristig gestoppt wurde. An den Märkten wird eine Eskalation befürchtet, was die sicheren Häfen attraktiv erscheinen lässt. So ist der Goldpreis am Donnerstag erstmals seit 2013 über 1.400 Dollar gestiegen.

Doch auch die Geldpolitik bleibt zumindest im Hintergrund ein Thema, und zwar mit Aussagen verschiedener Fed-Banker auf einem Treffen in Ohio. So hat sich unter anderem St.Louis-Fed-Chef James Bullard zu Wort gemeldet und einmal mehr Zinssenkungen gefordert. Weitere Notenbanker werden mit Reden folgen.

Beim Handelsstreit zwischen den USA und China richtet sich die gespannte Aufmerksamkeit bereits auf das G20-Treffen kommende Woche in Japan. Dort soll es zu einer Begegnung zwischen den Präsidenten beider Länder kommen, was die Hoffnung auf Ergebnisse schürt.

Daneben geht weiter der Blick auf den Zustand der Konjunktur, mit den Markit-Einkaufsmanagerindizes und Immobiliendaten kurz nach Handelsstart. Impulse könnten auch vom Verfalltag kommen.

Im Euro-Dollar-Paar kommt es zu einer Seitwärtsbewegung. Damit kann der Euro seine jüngsten Gewinn halten, die er wegen der angekündigten Lockerung der US-Geldpolitik gegen den schwächelnden Greenback erzielt hatte. Aktuell notiert die Gemeinschaftswährung knapp über 1,13 Dollar.

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Gold rückt erneut vor

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Mehr tut sich bei Gold. Der Preis ist zwar wieder unter die Marke von 1.400 Dollar je Unze gerutscht, zeigt aber weiter Stärke mit einem Tagesplus von 0,6 Prozent auf 1.397 Dollar. Der Preis profitiert sowohl von der Niedrigzinspolitik der großen Notenbanken wie von den drohenden Scharmützeln in der Nahostkrise.

Anders Anleihen, die nach dem jüngsten Anstieg stagnieren. Die Zehnjahresrendite steigt minimal um 0,3 Basispunkte auf 2,03 Prozent.

Öl ist wegen der Irankrise gesucht. Zudem kam es in einer Raffinerie in Philadelphia zu einer Explosion. Der Preis für ein Fass der Sorte WTI steigt um 0,4 Prozent auf 57,27 Dollar, Brent gewinnt 1,1 Prozent auf 65,14 Dollar.

Die Aktien von Unitedhealth könnten im Blick stehen, da der Konzern offenbar für rund 3,2 Milliarden US-Dollar die Equian LLC, einen Zahlungsdienstleister im US-Gesundheitssektor kaufen will.

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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 1,76 -1,8 1,78 56,0
5 Jahre 1,77 -0,5 1,78 -15,2
7 Jahre 1,90 0,7 1,89 -35,1
10 Jahre 2,03 0,3 2,02 -41,7
30 Jahre 2,54 -0,1 2,54 -53,2

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 9:00 Mi, 17:15 % YTD
EUR/USD 1,1317 +0,21% 1,1276 1,1219 -1,3%
EUR/JPY 121,65 +0,39% 121,33 121,57 -3,3%
EUR/CHF 1,1108 +0,22% 1,1154 1,1169 -1,3%
EUR/GBP 0,8942 +0,62% 0,8881 0,8879 -0,6%
USD/JPY 107,49 +0,18% 107,59 108,37 -2,0%
GBP/USD 1,2655 -0,41% 1,2698 1,2636 -0,9%
Bitcoin
BTC/USD 9.799,50 +3,00% 9.298,75 9.105,75 +163,5%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,27 57,07 +0,4% 0,00 +20,3%
Brent/ICE 65,14 64,45 +1,1% 0,69 +18,1%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.396,93 1.388,10 +0,6% +8,83 +8,9%
Silber (Spot) 15,32 15,43 -0,7% -0,11 -1,1%
Platin (Spot) 804,52 808,00 -0,4% -3,48 +1,0%
Kupfer-Future 2,70 2,71 -0,4% -0,01 +2,3%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/smh

END) Dow Jones Newswires

June 21, 2019 08:25 ET (12:25 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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