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MÄRKTE USA/Wall Street mit Konjunktursorgen im Minus

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Nach einem freundlichen Tag an der Wall Street mit neuen Rekorden zeigt sich der Mittwoch mit Abgaben. Schwache Arbeitsmarktdaten belasten die US-Börsen. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für den Service-Bereich in China stützt nicht, denn zu groß sind die Sorgen über die Corona-Lage dort. Die Neuinfektionen in China haben die höchsten Stände des Jahres erreicht. Es drohen neue drastische Maßnahmen. Für etwas Beunruhigung sorgen auch nachgebende Impfraten in vielen westlichen Ländern. Der Dow-Jones-Index sinkt um 0,5 Prozent auf 34.947 Punkte, der S&P-500 gibt um 0,3 Prozent nach und der Nasdaq-Composite liegt hauchdünn im Minus.

Zwar bleibe die Konjunkturerholung in der Spur, doch das Tempo dürfte langsamer ausfallen als erhofft, heißt es. Der Höhepunkt des kurzfristigen Wachstums gilt als überschritten. "Wir treten in eine Phase ein, in der das Wachstum immer noch stark ist, aber nicht mehr so stark wie in der Anfangsphase des Aufschwungs", sagt Fondsverwalter Sebastian Mackay von Invesco. Auch die Gewinnentwicklung der Unternehmen dürfte in eine neue Zyklusphase eintreten und der Schwung nachlassen. Darunter könnte mittelfristig auch die Dynamik am Aktienmarkt leiden, heißt es weiter. Ob der konjunkturelle Schwung anhält, darf angesichts des ADP-Arbeitsmarktberichts in Frage gestellt werden. Denn der Privatsektor schaffte weitaus weniger Stellen als vorausgesagt.

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GM fallen trotz guter Geschäftszahlen
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Der US-Autobauer General Motors (GM) hat im zweiten Quartal zwar die Erwartungen übertroffen und die Prognose für 2021 erhöht. Analysten hatten sich allerdings einen noch optimistischeren Ausblick erhofft. Im frühen US-Handel rutschen GM um 7 Prozent ab, die Titel sind in diesem Jahr überdurchschnittlich gelaufen.

Kraft Heinz verlieren 3,9 Prozent - trotz Geschäftszahlen über Markterwartung. Der Lebensmittelkonzern warnte vor einer anhaltenden Kosteninflation. Die Drogeriekette CVS Health verbuchte dank der Corona-Pandemie höhere Umsätze. Die Gesellschaft musste jedoch zur Personalgewinnung die Mindestlöhne anheben. Die Titel sinken um 3 Prozent.

Amgen fallen um 3,2 Prozent, nachdem das Biotechnologie-Unternehmen die Jahresgewinnprognose gesenkt hat. Im zweiten Quartal verzeichnete Amgen einen Gewinnrückgang, der Umsatz übertraf jedoch die Erwartungen. Lyft stürzen um 7 Prozent ab, nachdem der Fahrdienstvermittler und Uber-Konkurrent auf bereinigter Basis seinen ersten Quartalsgewinn vermeldet hat - ein Quartal früher als erwartet. Allerdings belasten Sorgen um neue coronabedingte Reisebeschränkungen - Uber verlieren 2,2 Prozent.

Für Activision Blizzard geht es um 1,5 Prozent aufwärts. Der Anbieter von Videospielen hat nicht nur überraschend gute Geschäftszahlen veröffentlicht, sondern auch seine Ertragsziele angehoben. Die Geschäftszahlen von Akamai (-7%) liegen dagegen nur im Rahmen der Erwartungen. Avis Budget brechen um 13 Prozent ein, obwohl der Autovermieter im zweiten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt ist und sein Aktienrückkaufprogramm abermals aufgestockt hat. Wie bei Lyft belastet die Furcht vor neuen Lockdowns.

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Dollar schwächelt mit Daten - Sichere Häfen gesucht
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Der Dollar gibt mit den schwachen Arbeitsmarktdaten nach, der Dollarindex sinkt um 0,3 Prozent. Die vermeintlich sicheren Häfen Gold und US-Staatsanleihen sind mit den Konjunktur- und Corona-Sorgen dagegen gesucht. Die gleichen Sorgen belasten indes den Erdölmarkt, wo Nachfrageängste die Ölpreise unter Druck setzen. Selbst neue Meldungen über mögliche Angriffe auf Öltanker im Persischen Golf stützen die Mineralölpreise nicht.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 34.947,47 -0,5% -168,93 +14,2%
S&P-500 4.408,88 -0,3% -14,27 +17,4%
Nasdaq-Comp. 14.755,17 -0,0% -6,13 +14,5%
Nasdaq-100 15.037,20 -0,2% -24,22 +16,7%

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,16 -0,8 0,17 4,7
5 Jahre 0,61 -3,4 0,65 25,3
7 Jahre 0,91 -3,4 0,94 26,2
10 Jahre 1,15 -2,5 1,17 23,1
30 Jahre 1,82 -2,0 1,84 17,5

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:25 Uhr Di, 17:34 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1892 +0,2% 1,1870 1,1858 -2,6%
EUR/JPY 129,47 +0,1% 129,53 129,34 +2,7%
EUR/CHF 1,0734 +0,1% 1,0728 1,0727 -0,7%
EUR/GBP 0,8524 -0,0% 0,8525 0,8533 -4,6%
USD/JPY 108,86 -0,2% 109,12 109,08 +5,4%
GBP/USD 1,3950 +0,3% 1,3924 1,3897 +2,1%
USD/CNH (Offshore) 6,4544 -0,2% 6,4591 6,4673 -0,7%
Bitcoin
BTC/USD 39.079,51 +2,0% 37.872,01 38.115,76 +34,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 68,76 70,56 -2,6% -1,80 +42,7%
Brent/ICE 70,61 72,41 -2,5% -1,80 +38,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.829,32 1.810,65 +1,0% +18,67 -3,6%
Silber (Spot) 25,89 25,53 +1,4% +0,37 -1,9%
Platin (Spot) 1.056,80 1.051,35 +0,5% +5,45 -1,3%
Kupfer-Future 4,36 4,39 -0,7% -0,03 +23,5%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/raz

END) Dow Jones Newswires

August 04, 2021 10:04 ET (14:04 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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