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MÄRKTE USA/Wall Street von Corona-Hoffnungsschimmer befeuert

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Mit kräftigen Gewinnen zeigen sich die US-Aktienbörsen zu Wochenanfang. Hoffnung machen erste Anzeichen, dass das Herunterfahren des öffentlichen Lebens zu einer allmählichen Verlangsamung bei der Coronavirus-Ausbreitung führt. Allerdings steht gerade den Amerikanern noch eine schwere Woche mit neuen Rekordständen bei den Infektionen bevor. Immerhin wurde aus New York, dem Epizentrum in den USA, erstmals bei der Zahl der Toten ein Rückgang zum Vortag vermeldet. Allerdings warnte Gouverneur Andrew Cuomo vor eiligen Rückschlüssen. Aktuell ist mindestens ein Viertel der US-Wirtschaft stillgelegt.

Der Dow-Jones-Index springt gegen Mittag (Ortszeit New York) um 5,2 Prozent nach oben auf 22.145 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 5,1 Prozent und der Nasdaq-Composite legt 5,0 Prozent zu.

Vor allem die Entwicklung in Europa stimmt Anleger optimistisch und könnte ein Vorreiter für die USA sein. In den stark betroffenen Ländern Italien und Spanien zeigen sich Hoffnungszeichen einer Verlangsamung. "Der Markt wird von dem heftigen Verlangen getrieben, Zeichen einer Wende bei der Ausbreitung des Virus zu erkennen", sagt Govinda Finn von Aberdeen Standard Investments. Im Übrigen bleiben viele Investoren vorsichtig, und es ist mit andauernd hoher Volatilität zu rechnen.

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Öl leichter - Gold fester
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Nach der jüngsten Rally gibt der Ölpreis deutlich nach. Der Opec-Krisengipfel ist zunächst auf Donnerstag verschoben worden, was die Ölpreise aktuell belastet. Die Opec wollte ursprünglich am Montag per Videokonferenz mit Partnerstaaten wie Aserbaidschan und Russland über die Folgen der Coronavirus-Pandemie beraten. Die Notierungen bewegten sich zuletzt auf dem niedrigsten Stand seit 18 Jahren. Grund waren die im Zuge der Coronavirus-Pandemie weltweit eingebrochene Ölnachfrage sowie ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien, dem größten Produzenten in der Opec. Zuletzt trieb die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Saudi-Arabien und Russland die Preise. Für das Fass Öl der US-Sorte WTI geht es um 6,1 Prozent auf 26,61 Dollar nach unten. Die europäische Sorte Brent gibt 4,7 Prozent nach auf 32,50 Dollar.

Der Goldpreis legt zu. In den vergangenen Wochen lief er oftmals parallel zum Aktienmarkt, weil viele Teilnehmer bei stark fallenden Aktienmärkten auch andere Assets verkaufen mussten, etwa um Nachschusspflichten nachkommen zu können. Gegenwärtig geht es mit den steigenden Aktienkursen um 1,8 Prozent auf 1.648 Dollar je Feinunze aufwärts.

Nach den jüngsten kräftigen Bewegungen ist am Devisenmarkt erst einmal mehr Ruhe eingekehrt. Der Dollar-Index notiert nahezu unverändert auf Vortagesniveau. Der Euro werde zum Dollar weiter schwach tendieren, wenn sich die einzelnen EU-Länder in der Coronavirus-Krise nicht auf die Ausgabe gemeinsamer Anleihen einigen könnten, sagt Analyst Kit Juckes von der Societe Generale. Wenn sich abzeichne, dass irgendeine Form sogenannter Corona-Bonds beschlossen werde, dürfte sich das Blatt für die Gemeinschaftswährung wenden, meint Juckes. Ohne diese Unterstützung seitens der Politik habe der Euro wenig Potenzial nach oben. Zuletzt zeigte sich der Euro bei 1,0811 Dollar nach 1,0821 am Montagmorgen.

Anleihen werden angesichts der Fokussierung auf Aktien verkauft. Die Rendite der zehnjährigen Treasurys steigt mit fallenden Notierungen um 5,1 Basispunkte auf 0,65 Prozent.

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Aktien von Fluglinien leichter erwartet
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Im Blick bei den Einzelwerten stehen Fluggesellschaften, die am Freitag ihre Anträge auf Staatshilfen einreichten. Sie warnten dabei, dass die Finanzhilfen in vielen Fällen nicht reichen würden, um das Überleben der Unternehmen zu sichern. Daneben teilte die Fluggesellschaft United Airlines mit, dass sie die ursprünglich für April geplanten Kapazitäten um 80 Prozent kürzen werde. Im Mai sei mit noch drastischeren Kürzungen zu rechnen. Im vierten Geschäftsquartal dürften die Einnahmen um mindestens 30 Prozent zurückgehen. Bis sich eine Erholung abzeichne, werde man die Kapazitätsplanungen täglich auf Sicht von 90 Tagen anpassen. Die Aktien von United Airlines steigen in dem positiven Handelsumfeld um 4,3 Prozent.

Unter den übrigen Branchenvertretern sackten Delta Air Lines zunächst 5 Prozent ab und notieren aktuell noch mit 1,6 Prozent im Minusbereich. In einem Brief an die Mitarbeiter hatte CEO Ed Bastian geschrieben, dass der Boden noch nicht erreicht sei.

Die Intel-Aktie zeigt sich 5,2 Prozent im Aufwind, nachdem Raymond James den Wert auf Marketperform hochgestuft hat. Maxlinear springen um 17,7 Prozent nach oben. Das Technologie-Unternehmen kauft von Intel die Home Gateway Platform Division für 150 Millionen Dollar in bar kaufen.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 22.144,63 5,19 1092,10 -22,40
S&P-500 2.615,85 5,11 127,20 -19,03
Nasdaq-Comp. 7.742,32 5,01 369,23 -13,71
Nasdaq-100 7.895,80 4,88 367,68 -9,59

US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,24 2,4 0,22 -95,8
5 Jahre 0,42 3,0 0,39 -150,8
7 Jahre 0,55 3,9 0,51 -169,5
10 Jahre 0,65 5,1 0,59 -179,9
30 Jahre 1,24 3,1 1,21 -182,2

DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:24 Fr, 17:09 Uhr % YTD
EUR/USD 1,0811 -0,01% 1,0821 1,0800 -3,6%
EUR/JPY 117,93 +0,59% 117,91 117,15 -3,3%
EUR/CHF 1,0560 +0,02% 1,0568 1,0557 -2,7%
EUR/GBP 0,8794 -0,52% 0,8816 0,8816 +3,9%
USD/JPY 109,10 +0,61% 108,97 108,49 +0,3%
GBP/USD 1,2292 +0,51% 1,2271 1,2249 -7,2%
USD/CNH (Offshore) 7,1061 -0,09% 7,1009 7,1135 +2,0%
Bitcoin
BTC/USD 7.142,51 +5,66% 7.013,61 6.782,51 -0,9%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 26,61 28,34 -6,1% -1,73 -55,6%
Brent/ICE 32,50 34,11 -4,7% -1,61 -49,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.647,87 1.618,22 +1,8% +29,65 +8,6%
Silber (Spot) 14,77 14,42 +2,4% +0,35 -17,3%
Platin (Spot) 734,00 721,00 +1,8% +13,00 -23,9%
Kupfer-Future 2,24 2,21 +1,3% +0,03 -20,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/raz

END) Dow Jones Newswires

April 06, 2020 12:18 ET (16:18 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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