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MÄRKTE USA/Zeichen an Wall Street stehen auf Stagnation

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
NEW YORK (Dow Jones)--Nach einem erneut starken Börsentag scheint der Wall Street am Mittwoch etwas die Luft auszugehen. Der Aktienterminmarkt deutet auf einen nahezu unveränderten Handelsbeginn am Kassamarkt hin. Der marktbreite S&P-500 steht nur noch 0,38 Prozent unterhalb seines Allzeithochs vom 2. September.

Die Analysten von Fundstrat Global Advisors habe indes ihre Jahresendprognose für den S&P-500 auf 4.800 von zuvor 4.700 Punkten angehoben. Eine steigende Inflation und in der Folge anziehende Marktzinsen drückten aktuell die Stimmung am Aktienmarkt, heißt es. Vom Konjunkturbericht Beige Book der US-Notenbank im späten Verlauf erhoffen sich Anleger neue Erkenntnisse zu den wichtigen Problemfeldern Arbeitskräfte- bzw. Teilemangel sowie steigende Kosten.

Zudem warteten Anleger auf frische Impulse durch die Berichtsperiode der Unternehmen, die bislang erstaunlich positiv verläuft. "Die Märkte legen nach einem sehr starken Lauf eine kleine Verschnaufpause ein. Die Unternehmensergebnisse fallen bisher sehr gut aus - und zwar in einem ziemlich breiten Spektrum", kommentiert Marktstratege Kiran Ganesh von UBS Global Wealth Management. Im Fokus seien die Gewinnspannen und die Kommentare zu den Inputkosten. "Da haben wir noch nicht allzu viele Bedenken gesehen. Das ist es, was die Rally wirklich unterstützt hat",

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Netflix schwach
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Netflix verlieren vorbörslich 1,9 Prozent. Das Streaming-Unternehmen hat im dritten Quartal zwar mehr Abonnenten gewonnen als erwartet und Gewinn und Umsatz gesteigert. Im Handel wird aber darauf verwiesen, dass der aktuelle Aufschwung von kurzer Dauer sein könnte. Die Prognose des Unternehmens zu den Abonnenten für das vierte Quartal entsprach lediglich den Schätzungen der Wall Street. Vieles sei zudem bereits eingepreist.

Abbott Laboratories (+4,1%) hat im dritten Quartal von der hohen Nachfrage nach Coronatests profitiert. Der Konzern steigerte sowohl Umsatz als auch Ergebnis stärker als erwartet und hob den Gewinnausblick für das Geschäftsjahr an.

Verizon steigen um 1 Prozent, der Telekommunikationskonzern übertraf ebenfalls die Markterwartungen und profitierte von der 5G-Entwicklung.

United Airlines rücken um 1,9 Prozent vor. Die Fluggesellschaft hat für das dritte Quartal einen ordentlichen Nettogewinn verbucht - dank staatlicher Zuschüsse. Ohne diese wäre ein Verlust eingefahren worden. Der Gesamtumsatz übertraf die Analysten-Erwartungen. United sieht sich auf Kurs, ihre finanziellen Ziele für 2022 zu erreichen.

Die Aktien von WD-40 reduzieren sich um 9 Prozent, nachdem das Industriegüterunternehmen im vierten Geschäftsquartal höhere Kosten für Waren und Ausgaben verzeichnet hat. Der Gewinn sank trotz gestiegener Erlöse.

Am Devisenmarkt steigt der Dollarindex um 0,1 Prozent. Die Analysten von Westpac sehen kurzfristig aber eher Spielraum nach unten. Die Risikoneigung dürfte zulegen und eine Neubewertung der Erwartungen an die Geldpolitik der Zentralbanken weltweit könnte den Dollar in den kommenden Tagen auf Talfahrt schicken, heißt es.

Nachdem sich die Rentenrenditen am Vortag uneinheitlich gezeigt haben, geben sie zur Wochenmitte moderat über alle Laufzeiten nach. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen gibt einen kleinen Teil der Vortagesaufschläge wieder ab. Die Inflationsentwicklung spreche aber weiter für steigende Marktzinsen, heißt es.

Inflationssorgen treiben derweil auch den Goldpreis. Erdöl ist dagegen etwas billiger zu haben. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen vor den Daten zu den US-Lagerbeständen im frühen Sitzungsverlauf. Die Rohölvorräte in den USA sind in der zurückliegenden Woche laut Daten des privaten American Petroleum Institute (API) gestiegen.

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US-Anleihen
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,38 -1,6 0,39 25,8
5 Jahre 1,13 -2,8 1,16 77,2
7 Jahre 1,44 -2,5 1,47 79,6
10 Jahre 1,62 -1,7 1,64 70,3
30 Jahre 2,08 -0,8 2,09 43,3

DEVISEN zuletzt +/- % Mi, 8:03 Uhr Di, 17:32 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1640 +0,1% 1,1645 1,1637 -4,7%
EUR/JPY 132,91 -0,1% 133,39 132,93 +5,4%
EUR/CHF 1,0732 -0,0% 1,0763 1,0731 -0,7%
EUR/GBP 0,8449 +0,2% 0,8437 0,8431 -5,4%
USD/JPY 114,19 -0,2% 114,54 114,23 +10,6%
GBP/USD 1,3777 -0,1% 1,3801 1,3803 +0,8%
USD/CNH (Offshore) 6,3866 +0,2% 6,3808 6,3726 -1,8%
Bitcoin
BTC/USD 64.356,01 +0,4% 63.821,26 62.524,26 +121,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 81,98 82,96 -1,2% -0,98 +71,3%
Brent/ICE 84,29 85,08 -0,9% -0,79 +66,2%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.787,87 1.769,15 +1,1% +18,72 -5,8%
Silber (Spot) 24,18 23,68 +2,1% +0,51 -8,4%
Platin (Spot) 1.048,20 1.043,68 +0,4% +4,53 -2,1%
Kupfer-Future 4,66 4,70 -1,0% -0,05 +32,2%
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/smh

END) Dow Jones Newswires

October 20, 2021 09:00 ET (13:00 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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