NewsFinanzmarkt
Werbung

MARKT USA/Etwas fester erwartet - Sorgen um Evergrande schwinden

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
Mit Aufschlägen wird die Wall Street am Mittwoch zum Handelsstart erwartet. Die Besorgnis rund um den chinesischen Immobilienentwickler China Evergrande Group hat sich vermindert. Im Blick steht zudem das Ergebnis der Zinssitzung der US-Notenbank.

Eine Tochter der in Zahlungsnöten befindlichen Evergrande sagte am Mittwoch, dass sie in dieser Woche eine Anleihekuponzahlung pünktlich leisten werde. Damit verschafft sich das Unternehmen bei der Neuordnung der Kapitalstruktur eine kleine Atempause. Die Anleger erwarten überdies, dass die chinesische Regierung eingreifen wird, um Folgeeffekte zu verhindern, die das Wachstum des Landes beeinträchtigen und die Erholung der Weltwirtschaft belasten könnten.

Wir wissen noch nicht, wie dieser Versuch, die Ansteckung zu begrenzen, aussehen wird, aber der Markt erwartet, dass Peking handeln wird", sagt Susannah Streeter, leitende Investment- und Marktanalystin beim britischen Vermögensverwalter und Börsenmakler Hargreaves Lansdown.

Die Anleger warten auch auf eine Aktualisierung der geldpolitischen und wirtschaftlichen Prognosen der Fed. Die Erwartungen, dass der Fed-Vorsitzende Jerome Powell eine Verringerung der Anleihekäufe in diesem Jahr ankündigt, sind laut Geldmanagern aufgrund der Sorgen wegen Evergrande und wegen des Tempos der Erholung des US-Arbeitsmarktes geschwunden. Die Anleger gehen zudem davon aus, dass eine solche Reduzierung in moderaten Schritten erfolgen würde.

Der US-Logistikkonzern Fedex hat im ersten Geschäftsquartal wegen deutlich höherer Arbeitskosten weniger verdient. Den Ausblick für das Geschäftsjahr 2021/2022 senkte das Unternehmen. In der Folge geht es für die Aktie vorbörslich um 5,6 Prozent abwärts. Die Adobe-Aktie verliert 3,1 Prozent. Der Softwarekonzern hat im dritten Quartal mehr umgesetzt und verdient als erwartet. Zu verdanken war dies dem durch die Corona-Pandemie verstärkten Trend zur Digitalisierung. Beobachter verwiesen allerdings darauf, dass die wiederkehrenden Umsätze nur geringfügig über dem Analystenkonsens lagen.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/ros

END) Dow Jones Newswires

September 22, 2021 05:50 ET (09:50 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt
Werbung