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MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -3-

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte

Der Markt-Überblick am Mittag, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

FREITAG: In Schweden findet ein bis 13:00 Uhr verkürzter Handel wegen Allerheiligen am 31.10. statt.

+++++ AKTIENMÄRKTE (13:07 Uhr) +++++

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INDEX Stand +-% +-% YTD
S&P-500-Future 3.282,50 +0,23% +1,52%
Euro-Stoxx-50 2.956,74 -0,11% -21,05%
Stoxx-50 2.696,02 -0,24% -20,78%
DAX 11.556,10 -0,36% -12,78%
FTSE 5.566,54 -0,27% -26,00%
CAC 4.578,20 +0,19% -23,42%
Nikkei-225 22.977,13 -1,52% -2,87%
EUREX Stand +/- Punkte
Bund-Future 176,23% -0,08

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+++++ ROHSTOFFMÄRKTE +++++

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ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 36,02 36,17 -0,4% -0,15 -36,2%
Brent/ICE 37,58 37,65 -0,2% -0,07 -38,7%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.878,23 1.866,87 +0,6% +11,37 +23,8%
Silber (Spot) 23,54 23,26 +1,2% +0,28 +31,9%
Platin (Spot) 856,75 851,00 +0,7% +5,80 -11,2%
Kupfer-Future 3,04 3,06 -0,3% -0,01 +7,7%

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+++++ AUSBLICK AKTIEN USA +++++

Nach einem Tag Verschnaufpause droht am Freitag bereits die nächste Talfahrt an der Wall Street. Der Aktienterminmarkt erholt sich allerdings schon wieder deutlich - auch der Technologiesektor. Von dort kommen aber Belastungsfaktoren für den Gesamtmarkt. Der erneute Verzicht auf einen Ausblick des Technologieriesen Apple drückt die Stimmung. Denn die Geschäftsentwicklung bei Apple wird von Marktteilnehmern als eine Art Konjunkturindikator interpretiert. Zwar lieferte Apple trotz zum Teil rückläufiger Kennziffern Gewinn- und Umsatzzahlen über Markterwartung ab, doch der fehlende Ausblick verunsichert Anleger auch mit Blick auf den Gesamtmarkt. Vorbörslich büßt der Wert 3,7 Prozent ein.

Aber auch die Sektorschwergewichte Amazon und Facebook liegen nach durchaus gefälligen Geschäftsausweisen bis zu 2 Prozent im Minus. Twitter brechen gar um 14 Prozent ein. Hier verschreckt das Nutzerwachstum. Deutlich besser ergeht es Alphabet mit einem Aufschlag von knapp 6 Prozent. Die Google-Mutter hat im dritten Quartal wieder zu einem Wachstum bei den Werbeeinnahmen zurückgefunden. Der Gesamtumsatz stieg um 14 Prozent, Gewinn und Erlöse übertrafen die Marktprognosen.

Händler führen für die schlechte Marktstimmung aber auch die altbekannten Gründe wie die steigenden Corona-Infektionen und die Unsicherheit um die US-Präsidentschaftswahl an. Das händeringend herbeigesehnte Konjunkturparket wird es wohl erst nach der Wahl in den USA geben. Immer mehr Staaten streichen indes angesichts der neuerlichen Coronakrise ihre Wachstumsprojektionen zusammen.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

13:00 DE/Villeroy & Boch AG (V&B), Online-HV

Außerdem im Tagesverlauf:

- US/Honeywell International Inc, Ergebnis 3Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR ++++++

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- US
13:30 Arbeitskostenindex 3Q
PROGNOSE: +0,5% gg Vq
2. Quartal: +0,5% gg Vq

13:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen September
Persönliche Ausgaben
PROGNOSE: +1,0% gg Vm
zuvor: +1,0% gg Vm
Persönliche Einkommen
PROGNOSE: +0,5% gg Vm
zuvor: -2,7% gg Vm

14:45 Index Einkaufsmanager Chicago Oktober
PROGNOSE: 57,9
zuvor: 62,4

15:00 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan
Oktober (2. Umfrage)
PROGNOSE: 81,2
1. Umfrage: 81,2
zuvor: 80,4

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+++++ FINANZMÄRKTE EUROPA +++++

Die europäischen Aktienmärkten präsentieren sich nach einer katastrophalen Woche am Freitag stabil. Auf Wochensicht notiert der DAX mehr als 1.000 Zähler tiefer. Die weiter massiv steigende Zahl an Neuinfektionen und die damit verbundenen steigenden wirtschaftlichen Risiken sorgen für Zurückhaltung unter Anlegern. Zunehmend zum Thema wird die US-Wahl in der kommenden Woche - vor allem ein unklarer Wahlausgang würde die Börsen belasten. Das BIP der Eurozone legte im dritten Quartal mit einer rekordhohen Wachstumsrate gegenüber dem Vorquartal zu. Allerdings droht im vierten Quartal mit den neuen Lockdowns schon wieder eine Rezession. Gut kommen die Geschäftszahlen von Lafargeholcim (plus 1 Prozent) an. Das Unternehmen zeigte sich nach einem starken Quartal auch für das vierte Quartal optimistisch. Auch Saint-Gobain (plus 4,5 Prozent) hat gute Kennziffern abgeliefert und den Gewinnausblick erhöht. Swiss Re steigen um 2,5 Prozent. Zwar lastete die Coronakrise auf den Geschäftszahlen, Analysten hatten aber mit noch höheren Belastungen gerechnet. Keine Überraschung stellten die schwachen Geschäftszahlen von Air-France-KLM (minus 2,3 Prozent) dar, heißt es im Handel. Da der neue Lockdown besonders in Frankreich drastisch ausfalle, sei für das vierte Quartal sogar noch mit einer Verschlechterung zu rechnen, so mahnende Stimmen im Handel.

+++++ DEVISEN +++++

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DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 08:03 Uhr Do, 17:07 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1674 +0,04% 1,1683 1,1659 +4,1%
EUR/JPY 121,88 -0,16% 121,83 121,99 -0,0%
EUR/CHF 1,0696 +0,07% 1,0679 1,0686 -1,5%
EUR/GBP 0,8995 -0,35% 0,9049 0,9036 +6,3%
USD/JPY 104,41 -0,19% 104,35 104,65 -4,0%
GBP/USD 1,2976 +0,37% 1,2902 1,2902 -2,1%
USD/CNH (Offshore) 6,6865 -0,35% 6,6954 6,7195 -4,0%
Bitcoin
BTC/USD 13.305,75 -0,75% 13.189,50 13.422,25 +84,5%

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+++++ FINANZMÄRKTE OSTASIEN +++++

Nach einer Stimmungseintrübung im Späthandel haben die Börsen deutlich im Minus geschlossen. Die Erholung an der Wall Street vom Vorabend war zuvor bereits weitgehend ignoriert worden, ehe es dann mit den Indizes noch deutlicher nach unten ging. Händler führten die altbekannten Gründe wie die steigenden Corona-Infektionszahlen und die Unsicherheit um die US-Präsidentschaftswahl dafür an, dass die Anleger vor dem Wochenende in den Verkaufsmodus wechselten. Davor hatte bereits der erneute Verzicht auf einen Ausblick des Technologieriesen Apple die Stimmung etwas getrübt. Der Kurs des Apple-Konkurrenten Samsung Electronics gab um 2,6 Prozent nach. In Sydney ging der S&P-ASX-200, der anfangs noch etwas deutlicher zugelegt hatte, leichter aus dem Tag. Die chinesischen Börsen, die lange knapp im Minus gelegen hatten, verloren deutlicher. In Seoul kam der Index am stärksten zurück. In Tokio büßte der Nikkei ebenfalls nach einem Schwächeanfall im Schlussgeschäft deutlich ein. Dass die japanische Industrieproduktion im September stärker gestiegen war als erwartet, stützte nicht. Die Daten gelten als volatil und sind zudem deutlich zurückgerichtet. Nach Quartalsausweis verloren Takeda Pharmaceutical 5,9 Prozent. Das Unternehmen verbuchte einen Gewinneinbruch. Dies galt auch für Kyocera, der Kurs sackte um 9,9 Prozent ab. Anders bei Advantest. Hier ging es nach einer Anhebung des Ausblicks um 9,2 Prozent nach oben. Jeweils nach Vorlage der Geschäftszahlen gingen Astellas Pharma 1,8 Prozent und Mitsui & Co 6,2 Prozent schwächer aus dem Tag. AMP schlossen dagegen knapp 20 Prozent höher. Für den Sprung sorgte ein Übernahmeangebot des US-Unternehmens Ares.

+++++ CREDIT +++++

Die Risikoprämien am europäischen Kreditmarkt weiten sich leicht aus. Und das, obgleich die BIP-Zahlen für das dritte Quartal aus Frankreich und Deutschland besser als erwartet ausgefallen sind. Die Anleger sehen in den Daten aber vermutlich nur eine Momentaufnahme, droht doch im vierten Quartal angesichts der neuen Lockdowns wieder ein Rückfall in die Rezession. Grundsätzlich belastend für das Sentiment wirken die weiter massiv steigenden Infiziertenzahlen in Europa und den USA. Auch die sehr taubenhafte geldpolitische Sitzung der EZB wirkt sich nicht unmittelbar stützend bei Credits aus. Das dürfte sich aber bald ändern. Wie die Commerzbank anmerkt, lasse sich die Sitzung als "Forward Lockerung" beschreiben. Die Analysten rechnen mit einem großen Maßnahmepaket im Dezember.

+++++ UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 7.30 UHR +++++

Continental-Chef Degenhart tritt nach elf Jahren abrupt zurück

Der Autozulieferer Continental verliert inmitten des umfassenden Konzernumbaus abrupt den Chef. Elmar Degenhart, seit über elf Jahren CEO der DAX-Konzerns, gibt den Posten bereits Ende November aus persönlichen Gründen ab. Ausschlaggebender Anlass sei "unmittelbar notwendige, gesundheitliche Vorsorge", so die Continental AG. Wer Nachfolger von Degenhart werden soll, ist noch unklar. Conti-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle kündigte eine kurzfristige Entscheidung an.

SAP-AR-Chef Plattner finanziert Aktienkäufe über Kreditlinie

Der SAP-Aufsichtsratsvorsitzende und -Mitgründer Hasso Plattner hat den Kauf von Aktien des Softwarekonzerns für rund 300 Millionen Euro in dieser Woche über eine Kreditlinie finanziert. Zur Besicherung der Transaktion seien SAP-Aktien aus seinem Bestand genutzt worden, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter der Hasso Plattner Foundation auf Anfrage von Dow Jones Newswires.

Volkswagen Kernmarke bekräftigt Ausblick für 2020

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 30, 2020 08:11 ET (12:11 GMT)

DJ MIDDAY BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-

Beflügelt von guten Autoverkäufen besonders im September ist Volkswagen mit der Kernmarke im dritten Quartal in die Gewinnzone zurückgekehrt und erwartet auch im Gesamtjahr operativ schwarze Zahlen. Der Absatz und der Umsatz werden wie angekündigt 2020 deutlich unter dem Vorjahresnivau liegen, wie das Unternehmen mitteilte. Im dritten Quartal wurde ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 522 Millionen erzielt.

Audi erwartet 2020 weiterhin schwarze Zahlen

Audi rechnet dieses Jahr wegen geringerer Autoverkäufe mit einem deutlichen Gewinneinbruch. Das Ergebnis werde aber "klar positiv" sein, kündigte der Premiumautohersteller bei Vorlage der Geschäftszahlen für die ersten neun Monate an. Der Umsatz soll wie die Verkäufe "erheblich" unter Vorjahr liegen, der Netto-Cashflow dagegen auf dem Niveau von 2019. Derzeit sei die Volkswagen-Tochter "vorsichtig optimistisch" für das Schlussquartal.

Porsche plant 2020 mit zweistelliger Marge

Der Sportwagenhersteller Porsche wird dieses Jahr sein Renditeziel von 15 Prozent wie erwartet verpassen, peilt aber eine zweistellige Marge an. Grundsätzlich bleibe aber eine Rendite von 15 Prozent, die Porsche in den vergangenen Jahren teils klar übertroffen hat, das strategische Ziel. Bei einem Umsatz von 19,4 (Vorjahr: 20,5) Milliarden Euro betrug die Umsatzrendite in den neun Monaten 10,4 (16,3) Prozent. Grund für den Erlösrückgang, sind die um 5 Prozent geringeren Autoverkäufe. Das operative Ergebnis brach im Vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent auf ein.

SNP wieder mit Gewinn im 3Q - Ausblick bestätigt

Die SNP SE hat im dritten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben, aber operativ und unter dem Strich weniger verdient und weniger umgesetzt als im Vorjahr. Der Quartalsgewinn reichte allerdings nicht aus, um nach den roten Zahlen im ersten Halbjahr auch im Neunmonatszeitraum unter dem Strich wieder in die Gewinnzone zu gelangen. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte das Softwareunternehmen aus Heidelberg, das im SDAX notiert ist.

RIB Software verdient weniger bei stabilem Umsatz

RIB Software hat im dritten Quartal weniger verdient, aber den Umsatz nahezu stabil gehalten. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Softwarekonzern. Im dritten Quartal sank der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um knapp 3 Prozent auf 14,0 Millionen Euro von 14,4 Millionen. Nach Steuern und Dritten betrug der Gewinn 2,1 Millionen Euro, im Vorjahresquartal hatte der Konzern 4,3 Millionen Euro verdient. Der Umsatz war mit 58,4 Millionen Euro nahezu stabil.

Voltabox weitet Verlust aus und senkt Prognose

Der Batteriehersteller ist im dritten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht und hat seine Prognose gesenkt. Das Geschäft werde weiterhin von der Corona-Pandemie gebremst und der Vorstand erwarte, auch im vierten Quartal nur in begrenztem Umfang Erlöse realisieren zu können. Der Umsatz werde daher im laufenden Jahr nun bei 25 Millionen Euro erwartet, am unteren Rand der bisher prognostizierten Spanne von 25 bis 45 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge sieht Voltabox nun bei minus 60 Prozent statt minus 6 Prozent.

Axel Springer kauft Mehrheit am Newsletter-Anbieter Morning Brew

Der Medienkonzern Axel Springer und seine US-Tochter Insider haben die Mehrheitsbeteiligung an dem Newsletter-Anbieter Morning Brew erworben. Die Akquisition setze den Wachstumskurs von Insider fort und sei ein weiterer Schritt in der strategischen Expansion von Axel Springer, teilten die Unternehmen mit. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Flixbus stellt Busgeschäft im November wegen Corona vorübergehend ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt wegen der Corona-Pandemie sein Geschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab November vorübergehend ein. Auch Flixtrain werde ab dem 3. November nicht mehr fahren, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Air France-KLM senkt nach hohem 3Q-Verlust die Winterkapazität

Der Airlinekonzern Air France-KLM hat auch im dritten Quartal wegen der Corona-Krise einen herben Verlust eingefahren und warnt angesichts der Senkung seiner Kapazität vor einem massiven Gewinneinbruch im Schlussquartal. Der Nettoverlust lag in den drei Monaten bei 1,67 Milliarden Euro, verglichen mit einem Nettogewinn von 362 Millionen Euro im Vorjahresquartal, wie das französisch-niederländische Unternehmen mitteilte. Der operative Verlust belief sich auf 1,05 Milliarden Euro.

Astrazeneca verkauft Rechte an Bludrucksenkern für 400 Mio Dollar

Astrazeneca verkauft seine kommerziellen Rechte an den Bluthochdruck-Medikamenten Atacand und Atacand Plus in rund 70 Ländern für 400 Millionen Dollar an die Cheplapharm Arzneimittel GmbH. Das Unternehmen aus Greifswald hat sich darauf spezialisiert, Markenarzneimittel aufzukaufen.

Banco de Sabadell kündigt Restrukturierungsplan nach Gewinnrückgang an

Banco de Sabadell hat im dritten Quartal coronabedingt signifikant weniger verdient und will ab dem vierten Quartal einen Restrukturierungs- und Kostensenkungsplan beginnen, der auch den Abbau von Stellen vorsieht. Die Tochter TSB wird laut Mitteilung ihre Restrukturierung beschleunigen und soll bereits 2021 die Gewinnschwelle erreichen. Der Nettogewinn der spanischen Bank sank im dritten Quartal auf 57 Millionen Euro von 251 Millionen im Vorjahresquartal.

BBVA 3Q-Nettogewinn übertrifft Erwartungen

Die spanische Bank Banco Bilbao Vizcaya Argentaria hat im dritten Quartal weniger verdient, aber der Gewinnrückgang war weniger stark als von Analysten geschätzt. Der Nettogewinn sank im Quartal um knapp 7 Prozent auf 1,14 Milliarden Euro. Die Bruttoerträge insgesamt sanken um 7,5 Prozent auf 5,66 Milliarden Euro. Hierbei gingen die Nettozinserträge um 8,1 Prozent zurück, die Provisionserträge um 10 Prozent.

Caixabank verringert 3Q-Nettogewinn nach Corona-Risikovorsorge

Caixabank hat im dritten Quartal weniger verdient, unter anderem wegen einer coronabedingt erhöhten Kreditrisikovorsorge, die die spanische Bank im Neunmonatszeitraum vorgenommen hat. Der Nettogewinn sank auf 522 Millionen Euro von 644 Millionen im Vorjahresquartal. Im Zeitraum Januar bis September verbuchte die Bank eine zusätzliche Kreditrisikovorsorge in Höhe von 1,16 Milliarden Euro, um sich gegen mögliche wirtschaftliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu wappnen. Im dritten Quartal stand die Rückstellung laut Mitteilung unverändert bei 1,15 Milliarden Euro.

Glencore senkt Kohleförderungsprognose wegen Streiks in Kolumbien

Der Rohstoffkonzern Glencore hat sein Jahresziel für die Kohleproduktion wegen Streiks in der Cerrejon-Mine in Kolumbien um 4 Prozent gesenkt. Im dritten Quartal produzierte der britisch-schweizerische Konzern 25,4 Millionen Tonnen Kohle, verglichen mit 35,8 Millionen Tonnen im Vorjahreszeitraum. Glencore machte die Streiks für den Rückgang verantwortlich und senkte die Jahresprognose für die Produktion auf 106 Millionen bis 112 Millionen Tonnen von zuvor 111 Millionen bis 117 Millionen Tonnen.

IAG sieht nach Kapazitätsrückgang im 4Q keinen Cashflow-Break-Even

Die Kapazität der International Consolidated Airlines Group (IAG) ist im dritten Quartal wegen der Pandemie auf 78,6 Prozent gesunken und für das vierte Quartal erwartet der Konzern keinen ausgeglichenen Cashflow mehr. Dank der Maßnahmen zur Kostensenkung konnten die Cash-Betriebskosten in Höhe um 54 Prozent auf 205 Millionen Euro pro Woche gesenkt werden, teilte der Mutterkonzern von British Airways, Iberia und Aer Lingus und anderen mit. Mit den meisten Arbeitnehmergruppen bei British Airways seien Vereinbarungen getroffen worden.

Prosus will für 5 Mrd Dollar eigene und Naspers-Aktien zurückkaufen

Die niederländische Beteiligungsgesellschaft Prosus will für bis zu 5 Milliarden US-Dollar eigene Aktien und die seiner südafrikanischen Muttergesellschaft Naspers am Markt erwerben. Konkret beabsichtigt Prosus, ein Programm zum Kauf von Prosus-N-Aktien im Wert von bis zu 1,37 Milliarden Dollar und eines zum Kauf von Naspers-N-Stammaktien im Wert von bis zu 3,63 Milliarden Dollar zu starten. Starten sollen die Programme, nachdem Prosus am 23. November die Halbjahreszahlen seines Geschäftsjahres 2020/21 veröffentlicht hat.

Swiss Re grenzt Verlust nach 9 Monaten auf 691 Millionen Dollar ein

Mit einem Konzerngewinn von 444 Millionen Dollar im dritten Quartal hat Swiss Re den Fehlbetrag von 1,1 Milliarden Dollar zur Jahresmitte teilweise wieder aufgeholt. Nach neun Monaten verbuchte der Rückversicherer aus Zürich einen Nettoverlust von 691 Millionen Dollar. Ursächlich für das Minus sind erneut Kosten und Vorsorge im Zusammenhang mit der Corona-Krise. Die für die ersten neun Monate gebildeten Rückstellungen beliefen sich auf 3,0 Milliarden Dollar.

Syngenta Group wächst und hält den Gewinn

Das Agrarunternehmen Syngenta Group ist im dritten Quartal moderat gewachsen und hat den operativen Gewinn dabei leicht verbessert. Das zum chinesischen Chemchina gehörende Unternehmen verbuchte ein EBITDA von 733 Millionen Dollar. Das entspricht einem Plus von 1 Prozent. Die zugrunde gelegten Ergebnisse für das Vorjahr sind Pro-forma-Zahlen, weil die Syngenta Group in der aktuellen Aufstellung erst seit Mitte Juni existiert.

Total-Gewinn bricht deutlich ein - Dividende bleibt konstant

Total hat trotz Erholung der Nachfrage an den Tankstellen im dritten Quartal deutlich weniger verdient. Der französische Ölmulti verbuchte einen Nettogewinn von 202 Millionen US-Dollar - nach 2,8 Milliarden im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Bereinigt ergab sich ein Gewinn von 848 Millionen Dollar, womit Total den von Factset zusammengestellten Analystenkonsens von 472,6 Millionen deutlich übertraf.

Novo Nordisk profitiert von Lagerabbau und neuen Patienten

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

October 30, 2020 08:11 ET (12:11 GMT)

Novo Nordisk hat im dritten Quartal von einer langsamen Erholung der Behandlungszahlen und dem Abbau von Lagerbeständen profitiert und etwas mehr verdient als vor einem Jahr. Der Nettogewinn für den Zeitraum Juli bis September stieg von 10,19 Milliarden auf 10,3 Milliarden Dänische Kronen (1,38 Milliarden Euro) und blieb damit nur knapp unter den von Analysten in einer Factset-Umfrage prognostizierten 10,35 Milliarden Kronen.

Volvo und Isuzu Motors beschließen strategische Partnerschaft

Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo und die japanische Isuzu Motors haben ihre Absichtserklärung von Ende 2019 für eine strategische Partnerschaft fixiert. Die Unternehmen wollen laut Mitteilung mindestens die kommenden 20 Jahre bei der technologischen Entwicklung schwerer Lkw kooperieren. Im Zuge der Allianz verkauft Volvo wie geplant sein Japan-Geschäft der Marke UD Trucks für bis zu 258 Milliarden japanische Yen (rund 2,1 Milliarden Euro) an Isuzu.

Honeywell mit weniger Umsatz und Gewinn - Luftfahrtgeschäft drückt

Honeywell hat im dritten Quartal rückläufige Gewinne und Umsätze verzeichnet und erwartet dies auch im Gesamtjahr bei Umsatz und bereinigtem Gewinn. Das größte Geschäftssegment, Aerospace oder Luft- und Raumfahrt, war von der Corona-Pandemie betroffen, die sowohl den Flugverkehr als auch den Flugzeugbau einschränkte. Der Nettogewinn ging im Quartal auf 758 Millionen US-Dollar zurück, von 1,62 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Entsprechend sank der Gewinn je Aktie auf 1,07 von 2,23 Dollar. Bereinigt betrug der Gewinn 1,56 Dollar je Aktie, er übertraf damit die Analystenschätzung von 1,49 Dollar im Factset-Konsens.

Netflix erhöht Abopreise für Standard- und Premium-Programm

Netflix hat den Monatspreis für sein beliebtestes Angebot erhöht - erstmals seit Anfang 2019. Damit reagiert der populäre Streaming-Dienst auf das wachsende Angebot von billigeren Alternativen. In einer Mitteilung heißt es, der Preis für das Standardangebot erhöhe sich um 1 Dollar auf 13,99 Dollar pro Monat. Die Basisvariante bleibe unverändert bei 8,99 Dollar, die Premium-Version werde 2 Dollar teurer und koste 17,99 Dollar im Monat.

LG Electronics macht 88 Prozent mehr Gewinn

LG Electronics hat im dritten Quartal von stark steigender Nachfrage nach Fernsehern und Haushaltsgeräten profitiert und 88 Prozent mehr verdient als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Nettogewinn stieg sprunghaft von 345,7 auf 649,2 Milliarden koreanische Won, wie der Hersteller von Unterhaltungselektronik und weißer Ware am Freitag mitteilt. Die von Factset zusammengestellte Konsensprognose von 451,25 Milliarden Won Nettogewinn wurde locker übertroffen. Die Einnahmen stiegen um 7,8 Prozent auf 16,920 Billionen Won, der Betriebsgewinn kletterte um 23 Prozent auf 959,00 Milliarden Won.

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/flf

END) Dow Jones Newswires

October 30, 2020 08:11 ET (12:11 GMT)

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Im Artikel erwähnt
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