NewsFinanzmarkt
Werbung

MORNING BRIEFING - USA/Asien -2-

| Quelle: Dow Jones Newswire Web
DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

===
===
===
+++++ TAGESTHEMA +++++

Die Industrieproduktion Chinas ist im Juli um 4,8 Prozent zum Vorjahr gewachsen und damit in derselben Geschwindigkeit wie im Vormonat. Die vom chinesischen Statistikamt erhobenen Daten lagen allerdings unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Wachstum von 5 Prozent gerechnet hatten. Zum Vormonat entsprach die Expansion einem Plus von 0,98 Prozent. Der Einzelhandelsumsatz ging im Juli um 1,1 Prozent zurück. Auch das war schwächer als von Analysten mit einem unveränderten Wert erwartet. Im Juni war der Einzelhandel noch um 1,8 Prozent geschrumpft.

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

===
-US
14:30 Produktivität ex Agrar 2Q (1. Veröffentlichung)
annualisiert
PROGNOSE: +4,4% gg Vq
1. Quartal: -0,9% gg Vq
Lohnstückkosten
PROGNOSE: +6,6% gg Vq
1. Quartal: +5,1% gg Vq

14:30 Einzelhandelsumsatz Juli
PROGNOSE: +2,3% gg Vm
zuvor: +7,5% gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz
PROGNOSE: +1,2% gg Vm
zuvor: +7,3% gg Vm

15:15 Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Juli
Industrieproduktion
PROGNOSE: +2,8% gg Vm
zuvor: +5,4% gg Vm
Kapazitätsauslastung
PROGNOSE: 70,2%
zuvor: 68,6%

16:00 Lagerbestände Juni
PROGNOSE: -1,2% gg Vm
zuvor: -2,3% gg Vm

16:00 Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan
August (1. Umfrage)
PROGNOSE: 71,0
zuvor: 72,5

===
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

===
INDEX Stand +/- %
S&P-500-Indikation 3.383,75 +0,21%
Nasdaq-100-Indikation 11.218,00 +0,26%
Nikkei-225 23.262,49 +0,06%
Hang-Seng-Index 25.231,36 +0,00%
Kospi 2.410,39 -1,11%
Schanghai-Composite 3.328,96 +0,25%
S&P/ASX 200 6.122,90 +0,52%

===
+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

An den asiatischen Börsen überwiegen die Abschläge. Die Verhandlungen in den USA über ein zweites Corona-Hilfspaket stecken in einer Sackgasse. Unter Investoren schwindet die Hoffnung, dass es rasch zu einer Einigung kommen könnte. Auch bei den am Wochenende stattfindenden Gesprächen zwischen Delegationen aus China und den USA sinken die Erwartungen. Daten aus China sind indes auch nicht dazu angetan, die Risikoneigung für Aktien zu erhöhen. Die Industrieproduktion Chinas ist im Juli zwar weiter gewachsen, die Erwartungen der Volkswirte wurden jedoch verfehlt. Dazu gesellen sich schwache Einzelhandelsdaten aus China. Händler kommentierten die Werte als Dämpfer für die Hoffnung einer schnellen Konjunkturerholung. Der Nikkei-225 hält sich knapp im Plus. Unterstützung kommt einmal mehr vom schwächelnden Yen. Zwar erholt sich dieser am Morgen etwas, auf Tagessicht stehen aber klare Verluste zu Buche. Dentsu ziehen um 5,4 Prozent an. Das Unternehmen hat die Erwartungen übertroffen. In China neigen die Indizes zur Schwäche - etwas belastet von den schwachen Daten. In Südkorea sprechen Händler von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Mehrjahreshochs - begünstigt durch die schwachen Konjunktursignale aus China. In Sydney erholt sich der Markt von den Vortagesabgaben. Händler begrüßten die steigende Industrieproduktion in China, denn Australien ist ein wichtiger Rohstofflieferant der chinesischen Industrie.

US-NACHBÖRSE

Applied Materials legten 3 Prozent zu. Der Halbleiterkonzern hatte sowohl mit seinen Geschäftszahlen als auch mit dem Ausblick die Markterwartungen geschlagen. HyreCar rückten um 7,6 Prozent vor. Das digitale Car-Sharing-Unternehmen verbuchte zwar Verluste, die fielen aber nicht so üppig wie befürchtet aus. Auch die Erlöse fielen besser als gedacht aus. Farfetch schossen um 10,4 Prozent in die Höhe. Auch beim Luxusmode-Anbieter fiel der Fehlbetrag weniger hoch wie befürchtet aus und die Umsatzentwicklung lag oberhalb der Marktprognosen. Die Hinterlegungsscheine der chinesischen Suchmaschine Baidu stürzten dagegen um 7 Prozent ab. Die Gesellschaft verschreckte mit um 8 Prozent gesunkenen Werbeeinnahmen im Digitalgeschäft. iQIYI brachen um 12,4 Prozent ein. Das chinesische Online-Unterhaltungsunternehmen sah sich mit einer Ermittlung der SEC konfrontiert. Zudem enttäuschte die Gesellschaft mit dem Umsatzausblick.

WALL STREET

===
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 27.896,72 -0,29 -80,12 -2,25
S&P-500 3.373,38 -0,21 -6,97 4,41
Nasdaq-Comp. 11.042,50 0,27 30,27 23,07
Nasdaq-100 11.178,37 0,19 20,65 28,00

Vortag
Umsatz NYSE (Aktien) 713 Mio 771 Mio
Gewinner 1.246 1.867
Verlierer 1.750 1.117
Unverändert 78 80
===
Uneinheitlich - Während es für die Standardwerte leicht nach unten ging, verzeichneten die Technologiewerte moderate Aufschläge. Die besser als erwartet ausgefallenen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stützten das Sentiment kaum. Bessere Daten sind aus Marktsicht ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sprechen sie für eine stärkere Erholung der US-Wirtschaft. Auf der anderen Seite sinkt damit der Druck für zusätzliche geldpolitische und fiskalische Stimulierungsmaßnahmen. Bei den Einzelwerten ging es für die Cisco-Aktie 11,2 Prozent abwärts. Der Technologiekonzern hat in seinem Viertquartal zwar weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahr. Für Enttäuschung sorgte jedoch der Ausblick auf das laufende Quartal. Die Papiere von 3M gewannen 1 Prozent. Der Konzern hat eine breit angelegte Verbesserung der Verkaufstrends im Juli beobachtet.

US-ANLEIHEN

===
Laufzeit Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD
2 Jahre 0,17 -1,2 0,18 -103,3
5 Jahre 0,31 0,0 0,31 -161,2
7 Jahre 0,52 2,0 0,50 -172,5
10 Jahre 0,72 3,9 0,68 -172,9
30 Jahre 1,42 4,8 1,37 -164,5

===
Die US-Anleihen verbuchten nach einem launischen Auf und Ab deutliche Verluste, es war der fünfte Handelstag in Folge mit Abgaben. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen stieg auf ein Achtwochenhoch. Die Renditen seien nun "auf einem wesentlich interessanteren Niveau", sagte ein Vermögensverwalter. Im Blick stand auch die Auktion 30-jähriger Anleihen im Volumen von 26 Milliarden Dollar. Die zehnjährige Rendite stieg um 3,9 Basispunkte auf 0,72 Prozent.

DEVISEN

===
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 09:54 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1821 +0,0% 1,1815 1,1824 +5,4%
EUR/JPY 126,28 -0,1% 126,35 126,14 +3,6%
EUR/GBP 0,9042 -0,0% 0,9043 0,9047 +6,8%
GBP/USD 1,3073 +0,0% 1,3067 1,3073 -1,4%
USD/JPY 106,84 -0,1% 106,94 106,66 -1,7%
USD/KRW 1184,51 -0,1% 1185,12 1183,78 +2,6%
USD/CNY 6,9442 -0,0% 6,9451 6,9447 -0,3%
USD/CNH 6,9419 -0,1% 6,9498 6,9416 -0,3%
USD/HKD 7,7503 -0,0% 7,7505 7,7504 -0,5%
AUD/USD 0,7157 +0,1% 0,7147 0,7163 +2,1%
NZD/USD 0,6540 -0,1% 0,6547 0,6569 -2,9%
Bitcoin
BTC/USD 11.738,76 +0,4% 11.697,51 11.511,76 +62,8%

===
Der Euro baute seine Vortagesgewinne leicht aus und stieg in der Spitze bis auf 1,1855 Dollar. Im späten US-Geschäft notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,1807 Dollar. Für den ICE-Dollarindex ging es um 0,3 Prozent nach unten.

++++ ROHSTOFFE +++++

ÖL

===
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 42,38 42,24 +0,3% 0,14 -26,6%
Brent/ICE 45,14 44,96 +0,4% 0,18 -27,3%

===
Die Ölpreise zeigten sich mit negativen Vorzeichen. Vor dem Hintergrund des kräftigen wöchentlichen Rückgangs bei den US-Lagerdaten war Brent am Vortag auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert. Zudem äußerte sich nach der Opec nun auch die Internationale Energie-Agentur (IEA) zurückhaltend in Bezug auf eine Erholung des Ölmarktes. In ihrem Ölmarktbericht erwartet die IEA für 2020 einen stärkeren Rückgang der weltweiten Nachfrage als noch im vorherigen Bericht. WTI reduzierte sich um 0,8 Prozent auf 42,31 Dollar, Brent fiel um 0,7 Prozent auf 45,09 Dollar.

METALLE

===
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.952,19 1.953,70 -0,1% -1,52 +28,7%
Silber (Spot) 27,04 27,58 -2,0% -0,54 +51,5%
Platin (Spot) 955,90 961,28 -0,6% -5,38 -0,9%
Kupfer-Future 2,82 2,81 +0,5% +0,02 +0,1%

===
Der Goldpreis stabilisierte sich nach dem deutlichen Einbruch an den beiden Vortagen und rückte recht deutlich über die Marke von 1.900 Dollar nach oben. Getragen wurde die Aufwärtsbewegung auch von dem schwachen Dollar. Die Feinunze gewann 1,7 Prozent auf 1.952 Dollar.

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++

CORONA-PANDEMIE

(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

August 14, 2020 02:02 ET (06:02 GMT)

In Mexiko und Peru hat die Zahl der verzeichneten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus die Schwelle von jeweils einer halben Million Fälle überschritten. In Mexiko wurden zuletzt 7.371 neue Ansteckungen registriert, womit die Gesamtzahl auf 505.293 stieg. In Peru wurde am selben Tag die Rekordzahl von 9.441 Neuinfektionen registriert. Die verzeichnete Gesamtzahl der Ansteckungen wuchs damit auf 507.996.

US-WAHLKAMPF

US-Präsident Donald Trump hat offen in Frage gestellt, ob die oppositionelle Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris als Tochter von Einwanderern die zweithöchste Position im Staat besetzen darf.

KRISE LIBANON

Nach der Explosionskatastrophe in Beirut vor mehr als einer Woche haben UN-Menschenrechtsexperten eine unabhängige Untersuchung der Unglücksursache gefordert. Im Rahmen einer "unparteiischen, glaubwürdigen und unabhängigen Untersuchung" müsse geprüft werden, ob es ein "systematisches Versagen seitens der libanesischen Behörden und Institutionen beim Schutz von Menschenrechten" gegeben habe, hieß es in einer Erklärung von 38 Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen.

NAHOST

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Vereinbarung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen als "Aggression" verurteilt. Durch ihre Einigung mit Israel hätten die Emirate einen "Verrat an Jerusalem und an der palästinensischen Sache" begangen, erklärte er.

APPLE

Die US-Entwicklerfirma des populären Videospiels "Fortnite" hat Apple wegen dessen Regeln für Apps verklagt. Epic Games wirft Apple in der eingereichten Klage vor, gegen das Wettbewerbsrecht zu verstoßen. Die Firma fordert die Annullierung der Apple-Regeln, wonach App-Entwickler 30 Prozent der Einnahmen, die sie über den App-Store von Apple erzielen, an den Konzern zahlen müssen.

JOHNSON & JOHNSON

Der US-Gesundheitskonzern hat Sondierungsgespräche mit der Europäischen Kommission über eine mögliche Lieferung seines Impfstoffkandidaten gegen Covid-19 an EU-Mitgliedsstaaten geführt. Die Tochter Janssen Pharmaceutica soll Vertragsverhandlungen mit der EU-Kommission aufnehmen.

===
===
===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/flf

END) Dow Jones Newswires

August 14, 2020 02:02 ET (06:02 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.
Im Artikel erwähnt
Werbung