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Ölpreise WTI und Brent stark unter Druck – was ist da los?

| Quelle: finanztreff

Die Ölpreise sind am Freitag stark unter Druck geraten. Nachdem die Notierungen über weite Strecken des Tages nur leicht gesunken waren, bauten sie die Verluste bis zum Abend kräftig aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Crude kostete dann noch 60,73 US-Dollar. Das waren gut vier Prozent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel noch etwas stärker auf 55,41 Dollar (siehe Chart unten).

Marktbeobachter begründeten den kräftigen Rückgang der Ölpreise kurz vor dem Wochenende mit Hinweisen auf die künftige Förderpolitik von Opec+. Hier sind Mitgliedern des Ölkartells und verbündeter Ölstaaten wie Russland zusammengefasst. Zuletzt hatte sich angedeutet, dass auf dem Opec+ Treffen in der kommenden Woche am 5. und 6. Dezember in Wien keine weitere Kürzung der Fördermenge beschlossen werden dürfte.

Laut der amtlichen russischen Nachrichtenagentur Tass hatte Russlands Ölminister Alexander Nowak am Nachmittag eine mögliche Verschiebung der Entscheidung der Opec+ über eine mögliche Ausweitung der Förderkürzung bis ins kommende Jahr ins Spiel gebracht. Mit einer zusätzlichen Produktionskürzung könnte Opec+ die immer höhere Fördermenge in den USA und damit ein aktuell zu hohes Angebot auf dem Weltmarkt ausgleichen.

Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank verwies darüber hinaus auf jüngste Aussagen russischer Ölproduzenten, die sich auf eine gemeinsame Linie für das Treffen von Opec+ verständigt haben. Demnach sollen die gegenwärtigen Förderkürzungen wie geplant bis März 2020 laufen. Eine Entscheidung über eine Verlängerung der Kürzung soll demnach erst kurz vor Auslaufen der jetzigen Vereinbarung erfolgen. (mit Material von dpa-AFX)

Sechs-Monats-Chart WTI-Öl (Indikation in US-Dollar)
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